Vorschau: SV Kirchanschöring - TSV Bogen

Bekommt Kirchanschöring den Bogen?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Manuel Jung vom SV Kirchanschöring will mit seinen Gelb-Schwarzen raus aus dem Tabellenkeller.

Kirchanschöring - Fünf Spiele lang wartet der SV Kirchanschöring jetzt schon auf einen Sieg. Nervös werden sie deswegen nicht in Anschöring. Allerdings ist den Spielern und Verantwortlichen durchaus bewusst, dass es schleunigst gilt, dass Ruder wieder herumzureißen um Distanz zwischen sich und die hinteren Tabellenplätze zu bringen. Am Samstag wartet mit dem punktgleichen TSV Bogen allerdings ein äußerst unangenehmer Gegner.

Die Gäste aus Niederbayern haben in den bisherigen zehn Begegnungen auch erst elf Zähler einfahren können und sind somit ein direkter Konkurrent. Obwohl sie nach eigenem Bekunden eigentlich oben mitspielen möchten – und, wie man nicht nur im Chiemgau weiß, sich auch vor der Saison dementsprechend verstärkt haben. Das Spiel gegen die Bogener könnte ein hartes Brot werden für den SVK, eine ganz enge heiße Kiste. Denn obendrein konnten die Kirchanschöringer gegen die Niederbayern noch nie gewinnen.

Bekanntheit ist nicht nur Segen, sondern manchmal auch Fluch

Sucht man nach den Gründen, für die momentane Flaute in den Segeln der Gelb-Schwarzen, so stellt man vielleicht fest, dass die „Wahrheit“, dass die zweite Saison nach einem Aufstieg oftmals die schwierigere wird. Denn man ist keine Unbekannte mehr, die überraschen kann. Die Gegner in der Liga kennen nach zwei Runden mittlerweile Stärken und Schwächen ganz genau – und stellen sich darauf ein. Es wird also enger, die Luft dünner.

Michael Wengler vom Medienteam des SVK meint dazu: „Je weiter es im Fußball nach oben geht, desto mehr entscheiden Details. Jedes Team hat seine Leute für die Analyse. Es geht einfach darum, Fehler zu verhindern und die Fehler der anderen zu nutzen. Wenn man in Rückstand gerät, wird es noch schwieriger. In der Landesliga war das alles noch anders. Da spielt jedes Team jedes Spiel mehr oder weniger ähnlich. In der Bayernliga stellt sich jede Mannschaft spezifisch auf den jeweiligen Gegner ein und versucht, Fehler zu vermeiden und auszunutzen. Das ist der große Unterschied.“.

Nicht jeder Konkurrent kämpft mit offenem Visier

Und wenn das nicht reicht, oder ein Kontrahent sich mit dem Rücken zur Wand wähnt, wird auch mal in die Kiste mit den schmutzigen Tricks gegriffen. Auch damit muss man erst einmal zurechtkommen. „Da wird dann schon mal getrickst und kurz vor dem Spiel noch einmal schnell die Aufstellung geändert, um die Taktik des Gegners zu zerstören. Bis hierhin legitim. In Landsberg war es aber zum Beispiel so, dass die TSV-Verantwortlichen dies dem SVK nicht einmal mitgeteilt haben. Plötzlich standen da zwei Spieler auf dem Feld, die auf dem offiziellen Bogen noch auf der Bank saßen. Eine Frechheit eigentlich!“, so Wengler.

In den vergangenen Wochen hatten die Gelb-Schwarzen darüber hinaus damit zu kämpfen, dass die Gegner die Fehler der Anschöringer ihrerseits besser nutzten, als der SVK deren "Angebote". In Landsberg hatten in Halbzeit Zwei Tobi Schild, Yunus Karayün und Josef Höller gute Gelegenheiten - der Torwart parierte allerdings mehrmals klasse oder es fehlten nur ein paar Zentimenter. Und solche Nuancen entscheiden eben in der fünfthöchsten Spielklasse über Sieg oder Niederlage.

Bayernliga kein Selbstläufer - sondern jeden Spieltag neue Herausforderung

Es ist wahrlich nicht einfach in der Bayernliga. Und nichts geht von selbst. Man kann nur hoffen, dass es beim SV Kirchanschöring nicht viele schon als Selbstverständlichkeit ansehen, in dieser Liga aufzulaufen, wie mancher im Umfeld unkt und damit wachrütteln will. Auch Wengler spürt manchmal eine gewisse Tendenz in dieser Richtung: „Ich sehe das durchaus kritisch. Der ein oder andere meint, das wäre ein Selbstläufer. Ist die Bayernliga aber nicht. Während andere Torerfolge und Siege lautstark feiern und bejubeln, weil sie wissen, dass jedes Tor eine Seltenheit ist, vermisse ich das bei uns.“.

SVK-Coach Patrick Mölzl arbeitet mit Akribie daran, den Bock wieder in die richtige Richtung umzustoßen. Für ihn ist die Partie gegen Bogen „ein wahnsinnig wichtiges Spiel. Und richtungsweisend. Gerade zuhause.“. Und daher kündigt Mölzl an, dass die Gelb-Schwarzen am Samstag „kämpfen bis zum Umfallen!“. Dabei hofft er darauf, dass neben seinen Spielern auch das Umfeld und die Anhänger den Ernst der Lage erkannt haben und dem Team nicht nur durch zahlreiche, sondern vor allem auch durch lautstarke Unterstützung von außen dabei helfen, in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Zurück zur Übersicht: Bayernliga Süd

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare