SV Kirchanschöring vor dem Saisonstart

Kirchanschöring will den 12. Mann erneut begeistern

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Mit Begeisterung und einem gewachsenen Team will der SV Kirchanschöring auch in seiner zweiten Bayernliga-Saison überzeugen.

Kirchanschöring - Am Samstag gegen den SSV Jahn Regensburg II geht sie los - die zweite Bayernliga-Spielzeit der Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring. Mit der Erfahrung des ersten Spieljahres ausgestattet, wollen die Anschöringer erneut eine gute Rolle spielen. Dabei setzen sie vor allem auf Kontinuität - große Kaderbewegungen gab es nicht. Dafür hat sich im Stadion einiges getan.

Der SV Kirchanschöring hat in der vergangenen Spielteit eine bärenstarke erste Bayernliga-Saison hingelegt: Platz Sieben in der Endabrechnung spricht für sich. Mit dem klaren und einzigen Ziel Klassenerhalt gestartet, waren die Gelb-Schwarzen nicht nur vor den zahlreichen heimischen Zuschauern erfolgreich (7 Siege – 5 Unentschieden - 5 Niederlagen), wo sie unter anderem Meister und Regionalliga-Aufsteiger VfR Garching mit 2:0 besiegten, sondern schafften auch auf fremdem Platz eine fast genauso gute Bilanz (7 – 4 – 6).

Die Gelb-Schwarzen haben sich schnell an die Bayernliga gewöhnt

Dies ist sicherlich ein Verdienst der akribischen und effizienten Arbeit des Anschöringer Chefcoaches Patrick Mölzl, dem es gelungen ist, einen funktionierenden Kader zu formen und den SVK erstaunlich schnell auf gutem Niveau in der Bayernliga zu etablieren. Vor allem die Rückrunde (9 – 3 – 5), welche die Jungs aus dem Chiemgau hingelegt haben, kann sich sehen lassen. Allein von den letzten zehn Saisonpartien wurden sechs gewonnen und die Kirchanschöringer sicherten sich somit weit vor Toreschluß der Bayernliga Süd das Ticket für die diesjährige Runde.

Ob es dem SVK gelingen wird sein „kleines Fußballmärchen“weiter zu schreiben und eine ähnlich gelungene Saison 2016/17 zu spielen bleibt abzuwarten. Viele Gründe vom Gegenteil auszugehen, gibt es allerdings bis dato nicht. Die Erfahrung ist gewachsen, der Kader zum überwiegenden Großteil erhalten geblieben. In Kirchanschöring herrscht Kontinuität. Nur drei Spieler haben den Verein verlassen, sechs Neue sind bisher gekommen - davon allerdings vier, die letzte Saison noch A-Jugendliche waren. Nicht ausgeschlossen wohl, dass sich in dieser Hinsicht noch etwas tut – zwingend erforderlich erscheint es allerdings nicht.

Wenig Veränderungen im Kader – Kontinuität ist angesagt

Zu solide präsentierte sich der von Mölzl in der vergangenen Spielzeit zusammengebastelte und zusammengewachsen Kader – und die Gelb-Schwarzen setzen ja auch eher auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit, als auf den einen Individualkünstler. Mag also sein, dass punktuell noch Verstärkung hinzukommt – im großen und ganzen ist allerdings davon auszugehen, dass ein eingeschworener Kirchanschöringer Haufen sich daran machen wird, auch in der kommenden Saison die Bayernliga Süd ein wenig „aufzumischen“ - und vor allem sein Heimpublikum erneut zu begeistern.

Die Zuschauer sind schließlich neben dem Teamgeist die zweite große Stärke des SVK. Ob Sonnenschein, Regen oder Wind – fast 600 Menschen pilgerten immer wieder an die Laufener Straße. Für die Bayernliga ist das sensationell und bedeutet mit weitem Abstand Rang Eins im Zuschauerranking, vor dem TSV Kottern aus dem Allgäu (470) und der DJK Vilzing aus Niederbayern (415)! Große Ausschläge nach oben oder unten gab es selten. Wer kommt, der kommt – die Anschöringer haben ein außerordentlich treues Publikum.

Auf den 12. Mann ist Verlass – das Stadion wurde ausgebaut

Um diesem Fakt auch gebührend Rechnung zu tragen, haben sie in der Sommerpause einiges getan in Kirchanschöring. Und zwar in Eigeninitiative und mit der Manpower zahlreicher freiwilliger Helfer: Der erste Teil des angedachten Stadionumbaus wurde in Angriff genommen und erfolgreich abgeschlossen. Schon einen Tag nach dem großen Biathlon-Event gegen das Auswahlteam des DSV ging es los. Von der AH bis zu vielen Weiteren im Vereinsumfeld halfen alle mit, Material wurde zur Verfügung gestellt und der ein oder andere benötigte Spezialist war auch am Start.

Die alte Bande wurde weggeschnitten, der Bereich dort ausgehoben und ein Beton-Sockel installiert. Somit entstanden auf ca. 95 Metern Sockel 500 neue Steh- und Sitzplätze für die Zuschauer. Außerdem wurde der Übergang zu den bisherigen Sitzplätzen verschönert. Die dortige Rasenfläche wurde stufenförmig terrassiert, damit man noch mehr Leute unterbringen kann und die Rasenpflege einfacher wird.

Künftig muss also niemand mehr auf der Tartanbahn stehen. Der Ausbau des Stadions auf Initiative aus dem Verein heraus und die gemeinschaftliche Umsetzung soll ein Signal sein an die Trainer, Spieler und die restlichen Zuschauer: In Kirchanschöring wird weiter etwas bewegt. „Positiv, nach vorne gerichtet – auf geht’s!“, lautet die Botschaft.

Mannschaft will das Publikum erneut begeistern

Zumindest beim Team ist diese angekommen. Die Anschöringer Truppe ist voller Tatendrang und heiß auf eine weitere Saison voller Bayernliga-Erlebnisse. Und sieht sich gut gerüstet: Seine Mannschaft wisse im Gegensatz zur vergangenen Saison, als man als Aufsteiger startete, was sie erwartet, so Mölzl. Die Bayernliga sei „körperlich wie spielerisch eben ein ganz anderes Niveau als die Landesliga“, so der Ex-Profi weiter. „Aber“, so der Trainer „meine Jungs geben Gas und haben bewiesen, dass sie mithalten können!“.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Man darf sich auf eine weitere Bayernliga-Saison der Gelb-Schwarzen aus Kirchanschöring freuen.

Eine erste schwierige Aufgabe haben die Chiemgauer mit der U21 des SSV Jahn Regensburg am kommenden Samstag vor der Brust (16:00 Uhr, Stadion an der Laufener Straße). Die Zweitvertretung des frisch gebackenen Regionalliga-Meisters und Drittligisten aus der Oberpfalz beendete die vergangene Spielzeit in der Bayernliga Nord mit 38 Zählern auf Rang Dreizehn und wechselte zu dieser Saison in die Südgruppe.

SV Kirchanschöring vor der Saison 2016/17

Saisonziel:

erneuter direkter Klassenerhalt, eine Wiederholung der Vorjahresplatzierung mit Rang Sieben wäre ein Traum

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Veränderungen im Trainerteam:

auf Torwart-Trainer Thomas Zimmermann folgt Georg Bobenstetter

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Neuzugänge:

Bruno Tschoner, Mittelfeld (TSV Waging am See)

Daniel Köck, Abwehr (TSV 1895 Teisendorf)

Marcel Erlinger, Mittelfeld (SV Wacker Burghausen U19)

Christian Wallisch, Sturm (SV Wacker Burghausen U19)

Stefan Judex, Mittelfeld (eigene A-Junioren)

Marco Jäger, Mittelfeld (eigene A-Junioren)

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Abgänge:

Alois Straßer, Mittelfeld (TSV Kastl)

Alexander Köberich, Abwehr (pausiert beruflich bedingt)

Christian Heinrich, Sturm (TSV Fridolfing)

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Testspielergebnisse:

vs. TSV Kastl (in Traunstein) beim Stand von 0:1 (Hz.) wegen Unwetter abgebrochen

vs. Wacker Burghausen (H) 1:3

vs. FC Kufstein (H) 2:1

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BFV-Pokal 2016/17:

vs. FC Töging (A) 4:0

vs. SB Chiemgau Traunstein (A) 0:7

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Auftaktprogramm:

SV Kirchanschöring - SSV Jahn Regensburg II (Samstag, 16.07., 16:00 Uhr)

SpVgg Hankofen-Hailing - SV Kirchanschöring (Mitwoch, 20.07., 18:30 Uhr)

SV Kirchanschöring - TSV Schwabmünchen (Samstag, 23.07., 16:00 Uhr)

FC Ismaning - SV Kirchanschöring (Samstag, 30.07., 14:30 Uhr)

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