Vorschau: SpVgg Hankofen-Hailing - SV Erlbach

Keine Zeit für Resignation: SVE will fighten bis zuletzt

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Einmal kurz schütteln - dann den Blick wieder nach vorn richten. So lautet die Devise für Johannes Maier und den SV Erlbach. 

Erlbach - Eine ellenlange Verletztenliste plagt die Holzland-Elf vor der schweren Auswärtsaufgabe bei der SpVgg Hankofen-Heiling am Samstag. Trotzdem stecken die Erlbacher nicht den Kopf in den Sand, geben sich auch vor der Partie in Niederbayern kämpferisch und wollen den Saisonausgang bis zum Ende offen halten.

Die SpVgg Hankofen-Heiling war in dieser Saison lange Zeit selber in höchstem Maße abstiegsgefährdet und ist auch noch lange nicht über den Berg. In den letzten Wochen konnten sich die Niederbayern allerdings ein wenig freispielen. Fünf Siege in den letzten sieben Begegnungen, dagegen nur eine Niederlage - und die gegen Tabellenführer Garching - die Bilanz der letzten Partien liest sich eindrucksvoll. Immerhin vier beziehungsweise sechs Punkte trennen die SpVgg mittlerweile von der ganz heißen Zone. Mit einem Heimsieg gegen Erlbach wäre man wohl endgültig gerettet. Auch das Hinspiel im Holzland hatten die Hankofener knapp mit 0:1 gewonnen. Eine leichte Aufgabe sieht also anders aus.

Erlbach fehlen nur Kleinigkeiten - und jede Menge Spieler

"Es ist schon teilweise frustrierend. Weil einfach oft wenig gefehlt, die Leistung größtenteils gestimmt hat. Wir könnten jetzt genauso gut da unten raus sein, wie Hankofen.", findet Erlbachs Trainer Robert Berg. "Ein Quentchen mehr Glück und wir hätten jetzt einige Punkte mehr!" beklagt der Coach, der allerdings auch betont: "Es nur auf Glück und Pech zu reduzieren, wäre natürlich falsch. Wir haben schon auch einige Dinge falsch gemacht, dass wir da unten stehen. Klar, haben wir auch Lehrgeld gezahlt, was normal ist - aber dass selbst minimalste Kleinigkeiten jedes einzelne Mal knüppelhart bestraft werden und fatale Folgen haben, das ist selbst in der Bayernliga nicht normal!".

Nicht normal ist auch die Verletztenliste, welche die Erlbacher plagt: Die Langzeitverletzten Stefan Schaumeier und Dominik Messerer mit ihren Kreuzbandrissen, Michael Scheiner hat sich den Mittelfuß gebrochen, Thilo Mösmang sich eine Grippe eingefangen und Sebastian Spinner sich einen Faserriss zugezogen. Der Kader gleicht momentan eher einem halben Lazarett, denn einer kompletten Fußballmannschaft. Dazu kommen noch die aufgrund des letzten Wochenendes rotgesperrten Klaus Malec und Christoph Popp. Dem SVE fallen also auch noch sein etatmäßiger Torhüter und einer der besten Angreifer aus.

Berg sieht keinen Grund für vorzeitige Resignation

Lange lamentieren will Berg darüber aber nicht. Und er akzeptiert auch keine hängenden Köpfe oder irgendeine Form von Resignation, solange die Saison nicht vorbei ist: "Dafür gibt es keinen Grund. Wir können es nach wie vor schaffen! Und dafür werden wir alles geben! Ob jetzt mit elf, zwölf oder dreizehn Mann. Wenn eh schon alles gegen Dich spricht, kann Dir das eigentlich auch egal sein. Auch gegen wen Du spielst. Gewinnen müssen wir sowieso!".

Was den Gegner anbetrifft, erwartet er eine außerordentlich kampfstarke Truppe, gegen die aber vom spielerischen Vermögen her, alles auf Augenhöhe ablaufen wird: "Es ist auch dort in jedem Fall alles drin für uns. Ganz egal, welche Mannschaft ich letzten Endes aufs Feld schicken kann. Wir dürfen nur ab jetzt keinerlei Geschenke mehr verteilen, keine dummen Fouls begehen, keine unnötigen Elfmeter verursachen. Wenn wir das beherzigen, traue ich uns trotz reduziertem Kader auch an den letzten drei Spieltagen etwas zu. So lange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir auch darum fighten, die Relegation zu vermeiden!".

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