Amerang geht in Dorfen leer aus

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Im Duell zweier Aufsteiger konnte der TSV Dorfen einen sehr glücklichen 1:0 Heimsieg gegen den SV Amerang einfahren. Dabei hatten die Gäste die deutlich besseren Einschuss-möglichkeiten und waren über die 90 Minuten gesehen auch das bessere und gefährlichere Team. Nach nunmehr fünf Pleiten in Folge steckt der SVA am unteren Ende der Tabelle fest, hat aber trotzdem nur vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Also, noch ist nichts verloren!

In den ersten 15 bis 20 Minuten der Partie waren die Gastgeber noch das etwas aktivere Team, konnten dabei aber keine große Gefahr ausstrahlen. Die SVA-Abwehr um Kapitän Christian Voit und Routinier Alex Oberbauer, der kurzfristig reaktiviert wurde, stand ziemlich sicher und ließ den Hausherren wenig Raum für Offensivaktionen. Mit einer 30-Meter Granate von Tobi Voit (20., knapp drüber) und einem von Florian Grulke getretenen Freistoß (23., TW Schöberl hält) drehte sich das Blatt und die Gäste waren von nun an die engagiertere und aktivere Truppe. 

In der 25. Spielminute aber drangen die Hausherren mal wieder in den SVA-Strafraum ein, dabei fiel ein TSV-Angreifer über die eigenen Beine, Kapitän Voit berührte seinen Gegenspieler nicht mal, und der Schiedsrichter gab zur Verwunderung aller Elfmeter. Diesen verwandelte TSV Kapitän Cüneyt Pala sicher zur Führung. Nur kurze Zeit später wird auf der anderen Seite Thomas Kasparetti im 16er der Gäste nach einer Ecke offensichtlich umgerissen, hier bleibt aber der Elfmeterpfiff überraschend aus. In derselben Aktion kann Andi Kasparetti noch einen Abpraller verwerten und aus 16m abziehen, sein Schuss wird aber von TW Schöberl gehalten.

Bis zum Halbzeitpfiff konnten beide Teams noch je einen Abschluß verzeichnen, beim SVA durch Stöcklhuber, beim TSV durch Özgür Kart, sie waren aber jeweils nicht mehr erfolgreich. Ein Unentschieden nach 45 Minuten wäre das gerechte Ergebnis gewesen. Aber wie schon in vielen Begegnungen zuletzt, war der Fußball-Gott nicht auf Seiten der Ameranger.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte waren die Gäste fest entschlossen, den Rückstand noch umzudrehen und gaben sofort Gas. Die ersten beiden nennenswerten Aktionen verbuchten jedoch die Hausherren. Nach Ablage von Özgür Kart geht ein Torschuss aus etwa 15m über das SVA-Gehäuse (49.), nur vier Minuten darauf landet ein abgefälschter Weitschuss der Dorfener knapp über den Gästekasten.

Das waren die letzten gefährlichen Aktionen der Kostner-Schützlinge für die nächste Zeit. Ab diesem Zeitpunkt waren fast nur noch die Gäste gefährlich. Nach einem langem Ball wäre Andi Kasparetti durch gewesen, er wird aber von einem Abwehrspieler des TSV regelgerecht umgecheckt. Diese Aktion hätte man durchaus sogar mit einem Platzverweis bewerten können, eine Reaktion des Unparteiischen blieb jedoch komplett aus. Dafür musste daraufhin Gäste-Trainer Klaus Seidel den Platz verlassen, der nur sachlich und emotionslos diese Situation kommentierte. Auf welcher Seite die „Unparteiischen“ standen, war spätestens jetzt jedem klar.

Nun ja, aber trotzdem machten die Ameranger engagiert weiter und drängten auf den mittlerweile hochverdienten Ausgleich. Doch sowohl Flo Stöcklhuber (58.) als auch Fabian Seidel (60.) fanden in TW Schöberl ihren Meister. Etwa fünf Zeigerumdrehungen später konnten mehrere Dorfener Abschlüsse aus dem Gewühl heraus jeweils von der vielbeinigen SVA-Abwehr noch geklärt werden. Der anschließende aussichtsreiche Konter der Gästeelf über Stöcklhuber war nicht von Erfolg gekrönt.

Darauf folgte etwas Leerlauf auf beiden Seiten, ehe es ab der 80. Spielminute nochmal richtig heiß herging. Der eingewechselte Pfeilstetter wird an der Mittellinie heftig gefoult, konnte dabei aber den Ball noch gefährlich in die Spitze weiterspielen. Ein SVA-Angreifer lief daraufhin per Vorteilsauslegung des Schiedsrichters nahezu unbedrängt aufs Tor. Der während dieser Aktion mit seiner Fahne wild gestikulierende Linienrichter machte seinem Kollegen auf sich aufmerksam, der unverzüglich den aussichtsreichen Angriff der Gäste unterband. Statt einer gelben Karte für das heftige Foul eines Dorfeners an Pfeilstetter, wurde der SVA-Spieler mit einer roten Karten vom Feld geschickt. Beim Fallen hat er angeblich per Ellbogencheck seinen Gegenspieler getroffen.

In den letzten Minuten versuchten die Seidel-Schützlinge nochmal alles, verzeichneten auch weitere Möglichkeiten durch Kasparetti, Voit und nochmal Kasparetti, jedoch wollte der Ball nicht mehr über die Linie der Hausherren rollen.

Die Kicker des SVA können im Augenblick versuchen was sie sollen, der Ball will nicht ins Tor des Gegners. Jedoch nur ein erzieltes Tor aus den letzten fünf Begegnungen, und dies per Elfmeter, spricht auch Bände. Zum eigenen Pech und Unvermögen gesellt sich nun auch noch ein unparteiischen Team hinzu, das den Namen in dieser Begegnung nicht verdient hatte. Ein Erfolgserlebnis für den SVA wäre nun endlich mal wieder notwendig, besonders für die Moral. Vielleicht kann dieses ja im nächsten Heimspiel gegen den TSV Ampfing erzielt werden, da erwartet jeder einen Sieg der Gäste – man kann also nur gewinnen! (sr)

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