Amerang verliert hitzige Partie gegen Ottobrunn

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Auch das vierte Punktspiel in der Bezirksliga nach der Winterpause verliert der SV Amerang. Mit einer 2:3 Heimniederlage muss sich der Aufsteiger gegen den Münchener Vorortverein aus Ottobrunn geschlagen geben. Mit Anpfiff der Begegnung übernahm die Heimelf sofort das Kommando und übte ordentlich Druck auf das von Keeper Maximilian Plachel gehütete TSV-Gehäuse aus. Bereits in der ersten Minute setzt Johannes Linhuber einen 18m-Schuss knapp neben das Gäste-Tor. Kurze Zeit später wird ein 35m-Freistoß von Flo Grulke von TW Plachel gerade noch mit einer starken Parade geklärt.

Nach etwa 15 äußerst schwungvollen ersten Minuten der Heimelf wurde die Partie ausgeglichener. Auch die Ottobrunner beteiligen sich nun mehr am Spiel, ohne jedoch bis dato Gefahr für das SVA-Tor auszustrahlen. Eine weitere gute Torchance des SVA nach etwa 20 Minuten kann erneut der gut aufgelegte TW Plachel entschärfen, eine 16m-Granate von Hainzl klärt er dabei bravourös (22. Min.).

Fischer per Strafstoß zur Führung

Aber jedoch eine Zeigerumdrehung später dann die überraschende Führung der Gäste. Ein Angreifer des TSV steht aus dem Nichts völlig frei von TW Dumpler. Letzterer kann dessen Torabschluss noch stark parieren, aber der Nachschuss aus etwa 14m vom unbedrängten Dominik Fischer landet zur glücklichen Führung der Gäste im SVA-Tor. Nach kurzem Abschütteln der Heimelf machten diese wieder ambitioniert weiter und versuchten den Ausgleich zu erzielen. Jedoch kamen sie vorerst nicht mehr einschussbereit vors TSV-Gehäuse. Stattdessen erhöhten die Ottobrunner per Elfmeter auf 2:0. Nachdem sich ein SVA-Abwehrspieler und Torhüter Dumpler zunächst nicht zwecks Klärung einig waren, ging ein Gästeangreifer dazwischen. Dieser wird an der Torausline in derselben Szene vom jungen SVA-Keeper von den Beinen gehört. Den fälligen Strafstoß verwandelt wiederum der Torschütze zum 0:1, Dominik Fischer, sicher zur Zwei-Tore-Führung (36.).

Durchatmen!

Das war nun ein herber Rückschlag in den äußerst ambitionierten und engagierten Aktivitäten der Hausherren. Doch schon drei Minuten später keimte wieder Hoffnung bei der SVA-Elf auf. Nach einem auf dem zweiten Pfosten getretenen Freistoß von Flo Grulke kann sich Thomas „Kapo“ Kasparetti im Luftzweikampf durchsetzen und per Kopf den verdienten Anschlusstreffer erzielen. Kurze Zeit später hätten die Gäste aber fast den zwei Tore Vorsprung wieder hergestellt. Ein Lupfer über Amerang-Keeper Dumpler kann gerade noch von Fabian Rußwurm vor der Linie geklärt werden. Da hieß es nochmal durchatmen!

Mit dem Halbzeitpfiff schafften die Ottobrunner aber doch noch den dritten Treffer. Nachdem die SVA-Abwehr zum wiederholten Male völlig indisponiert auftrat, netzte Michael Hachter per toller Volley-Abnahme die Kugel nach butterweicher Flanke unhaltbar für Dumpler im Ameranger Gehäuse ein. Somit ging man mit einem 1:3 Rückstand in die Kabine. Die Gäste kamen insgesamt nicht oft in den SVA-Strafraum. Wenn dann doch, machten es ihnen die Abwehrspieler der Heimelf mit teilweise fahrlässigen Schnitzern leicht. Die ganzen Bemühungen und aufwendigen Offensiv-Aktionen wurden leichtfertig durch individuelle Fehler in der Defensive wieder zunichte gemacht.

Eklatante Abwehrschwächen

Nach Wiederanpfiff war das Spiel über weite Strecken äußerst zerfahren, Chancen konnten nahezu keine mehr auf beiden Seiten verzeichnet werden. Aber mit dem erneuten Ameranger Anschlusstreffer in Spielminute 69., Johannes Linhuber traf mit einem 15m-Knaller, setzten die Hausherren nochmal alles auf eine Karte. Die beiden Stürmer Florian Stöcklhuber und Matthias Schmid wurden eingewechselt. Doch auch sie schafften es nicht mehr den hochverdienten Ausgleich für die Kasparetti/Voit-Truppe zu erzielen. Stattdessen hätten die Gäste fast noch zum vierten Mal getroffen, jedoch klärte die Latte nach einer 25m-Granate für die Heimelf. Mit der Gelb-Roten Karte von Florian Grulke in der 88. Spielminute musste die SVA-Elf auch den letzten Funken Hoffnung begraben.

 

Es ist wirklich schade für die stets aufopferungsvoll kämpfende SVA-Elf, dass die Begegnungen nicht öfter ein positiveres Ende nehmen. Aber mit teilweise derart eklatanten Abwehrschwächen ist in der Bezirksliga nicht viel zu holen. Die fehlende Erfahrung auf diesem Niveau sowie auch teilweise naive Abwehrfehler können meist nicht durch Kampf und aufopferungsvollen Einsatz wettgemacht werden. (sr)

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