Ameranger Lebenszeichen bei nächster Lorant-Pleite

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Jawoll, die Kicker des SV Amerang können es doch noch. Nach dem Debakel von Freilassing vom letzten Wochenende fuhr die Kasparetti-Elf gegen den TSV Waging einen etwas glücklichen aber für die Moral enorm wichtig 1:0 Sieg ein.

Von Beginn an war die Partie von beiden Seiten recht zerfahren geführt. Flüssige Kombinationen und offensive Aktionen waren Mangelware. Die Verunsicherung auf Grund der vielen negativen Ergebnisse zuletzt war in den Reihen der Kontrahenten deutlich spürbar.

"Kapo" sorgt indirekt für die Führung

Nach 13 Spielminuten mit überschaubaren fußballerischen Qualitäten nahm sich Spielertrainer Thomas Kasparetti ein Herz und drang energisch über die linke Angriffsseite in den Gästestrafraum ein. Nachdem er zwei Abwehrspieler ausgetanzt hatte, setzte er eine Flanke  in den Fünfer, wo der Gäste-Verteidiger Stefan Hinterreiter per Kopf den Ball unhaltbar ins eigene Tor lenkte. Eine tolle Aktion von „Kapo“ Kasparetti, die zudem noch äußerst glücklich für die Heimelf die Führung brachte.

Aber schon kurz darauf fast der Ausgleich für die Lorant-Elf. Ein TSV-Angreifer wird wunderschön frei gespielt und setzt noch unter Bedrängung durch SVA-Kapitän Christian Voit den Ball aus etwa 14m an den Außenpfosten des Ameranger Gehäuses. Mit dieser Aktion kamen die Gäste nun besser ins Spiel und übernahmen meist die Kontrolle über dieses, ohne aber jedoch größere Gefahr für das von TW Andi Dumpler gehütete SVA-Tor auszustrahlen. Die Heimelf hingegen verlegte sich nun auf Konter, die ebenfalls nicht erfolgreich ausgespielt werden konnten.

Hodzic mit feiner Vorarbeit

Die letzte Chance vor dem Halbzeitpfiff hatte Kasparetti, der nach einem Eckball per direkten Seitfallzieher nochmal kurz für Aufregung sorgte. Sein Schuss war jedoch kein Problem für den Gäste-Keeper. Mit dem 1:0 für die Heimelf ging es dann in Kabine. Nicht unverdient, aber durch das Eigentor der Lorant-Elf doch etwas glücklich.

Mit Anpfiff von Halbzeit Zwei wieder dasselbe Bild. Die Gäste waren bemüht das Spiel zu machen, jedoch außer ein paar Distanzschüssen war nicht viel in der Offensive geboten. Die Heimelf hingegen verließ sich nach wie vor hauptsächlich auf das Konterspiel. Einer dieser Angriffe hätte nach etwa 60 Spielminuten die Entscheidung für die Heimelf bringen müssen. Der äußerst agile SVA-Stürmer Dzenel Hodzic wird prima freigespielt, läuft allein auf Gäste-TW Würnstl zu und legt den Ball auf den völlig freistehenden Thomas Kasparetti rüber. Dieser schießt aber unerklärlicherweise die Kugel neben das Tor – eine 100%ige! Da ist nochmal Training fällig!

Glatt Rot für Maxi Hainz

Ein paar Zeigerumdrehungen später wurde es nochmal richtig eng für die Ameranger Elf. Nach einem Eckball setzt ein TSV-Angreifer den Ball per Kopf nur um Zentimeter neben das SVA-Gehäuse – puh, nochmal Glück gehabt! Die Waginger versuchten nochmal alles, besonders nach der völlig unnötigen Roten Karte von Maximilian Hainz (81.), um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Doch konnten die Gästeangreifer den Abwehrriegel der Ameranger um Kapitän Christian Voit und Fabian Seidel nicht mehr knacken. Außer ein paar Abschlüssen außerhalb des Strafraums, die, sofern sie auf den Kasten kamen, stets sichere Beute von TW Dumpler waren, kam dabei aber nichts mehr rum. Es fehlte einfach die Durchschlagskraft in der Offensive der Gäste.

Als der Schiedsrichter die Begegnung nach 93 Minuten endlich abgepfiffen hatte, brauste großer Jubel im Lager der Ameranger auf. Diesen Dreier hatten sie sich hart erarbeitet und lange darauf gewartet. Wenn weiter so geschlossen und engagiert gekämpft wird, ist in den letzten fünf Saisonspielen sicher noch die ein oder andere Überraschung für den Liga-Neuling drin. (sr)

Zurück zur Übersicht: Bezirksliga Ost

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare