Ampfing für Seerosen eine Nummer zu groß

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„Ampfing war schlussendlich eine Nummer zu groß für uns“, so Seerosen Aktivcoach Bruno Tschoner im Resümee der Bezirksligapartie zwischen dem TSV Ampfing und dem TSV Waging, das die Schweppermänner mit 2:0 für sich entschieden. Unmittelbar nach Anpfiff drückten die Hausherren mächtig aufs Tempo, ließen die Kugel laufen und gaben den Wagingern keine Luft zum atmen.

Die „Seerosen“ mussten sich von Minute zu Minute erst in die Partie ringen, was nach rund 25 Minuten gut gelang. „Ampfing hat sofort gezeigt welche Qualität es besitzt. Das war schon richtig stark. Wir haben es dann wie schon im Hinspiel versucht, uns aus der Umklammerung zu lösen und das Spiel offener zu gestalten. Die Folge war trotzdem, dass die Schweppermänner in dieser Phase den 1:0 Vorsprung behaupteten. Benjamin Birner setzte einen abgewehrten Ball volley aus 20 Metern perfekt ins lange Eck. Der starke Manfred Sommerauer   war in diesem Falle machtlos.

Kein Zufall

„Das ist kein Zufall, dass bei den Ampfingern aus solchen Situationen Tore fallen und bei uns nicht. Die Ampfinger sind überragend besetzt in allen Mannschaftsteilen, das hat was von Klassenkampf, von den Bedingungen und Möglichkeiten, auch von der Philosophie her zu tun. Wir wollten diesen Unterschied über 90 Minuten möglichst gering halten und haben das teilweise geschafft, ohne die Platzherren allerdings richtig ins Wanken zu bringen. Das kann auch nicht unser Anspruch sein. In Ampfing zu spielen muss in dem Sinn die Belohnung sein, in dieser Spielklasse zu agieren. Das ist richtig reizvoll sich mit solchen Teams zu messen, die Punkte um das sicher zu stellen müssen wir aber sicherlich woanders holen“, so Tschoner weiter.

Weiter ging‘s im Spielfilm, dass die Waginger eben besser in die Partie fanden und mehr Zugriff bekamen auf die sehr routinierten Ampfinger. Doch es stellte sich auch früh der Knackpunkt heraus, warum es heute nicht reichen sollte, denn im letzten Drittel fehlte es den Seerosen wie schon zuletzt an Substanz. So traten die Gäste durchaus ein paar Mal gefährlich vor dem Kasten von Michael Endlmaier auf, doch gut herausgespielte Aktionen waren im Endeffekt nicht zwingend genug.

Aktionen nicht zwingend genug

So fehlte Stefan Mühlthaler kurz vor Schluss nicht mal eine Schuhlänge um eine Flanke von links über die Linie zu drücken, ebenso erging es Berni Mühlbacher nach einem Steilpass, bei dem er um Zentimeter später an die Kugel kam als Endlmaier, der folglich klärten konnte.

Da macht sich eindeutig bemerkbar, dass uns Hansi Huber und etliche Verletzte abgehen, ein Simon Singhammer nach der langen Verletzungspause noch Nachholbedarf hat oder Berni Mühlbacher auf Grund seines Studium nicht mehr voll im Rhythmus ist. Das sind genau die Prozente die uns abgehen. Zumindest versuchten die Seerosen alles und hielten in Durchgang zwei auch noch gut dagegen, wobei Manfred Sommerauer bei Kontern zwei bis drei mal seine Klasse aufzeigen konnte.

Der zweite Treffer fiel unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Stefan Oberbauer verlängerte am kurzen Pfosten einen Eckball, den Niklas Maier ins eigene Tor abfälschte. Ärgerlich ist nur die total überflüssige Entstehung dieses Treffers, so Tschoner. Am Ende war Ampfing eben eine Nummer zu groß und siegte verdient, für die Waginger gilt es sich nun schnell und fokussiert auf das wichtige Match gegen Dorfen vorzubereiten. Die „Seerosen“ müssen nach hinten schauen, um einen Abstieg oder die Relegation zu verhindern und das wird schwer genug werden. (klu)

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