FC Hammerau - ESV Freilassing 1:6

Debakel des FC Hammerau gegen Freilassing

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Give me six - es läuft wieder beim ESV Freilassing!

Ainring - Dass es für den FC Hammerau gegen den ESV Freilassing nur unter optimalsten Bedingungen etwas zu holen geben könnte, war vielen Beobachtern schon vor dem Anpfiff klar. Dass es am Ende für den Gastgeber allerdings eine derart heftige 1:6 Heimniederlage setzen würde, überraschte dann doch.

Trotz heftiger Regenfälle im Vorfeld sahen rund 250 Zuschauer, die den Weg ins Hammerauer Stadion fanden, spätestens in der zweiten Halbzeit einen klaren Klassenunterschied. Während ESV Kapitän Albert Deiter im Vorfeld noch von stets engen Partien zwischen den beiden Nachbarn sprach, konnte das Derby am Mittwochabend nicht den Erwartungen entsprechen, die man aufgrund der Vergleiche der Vergangenheit setzen konnte. Auch der Zuschauerandrang entsprach nach einem heftigem Gewittersturm vor dem Spiel nicht dem Rahmen des Nachbarschaftsderbies.

Gewittersturm drückt Zuschauerzahl

In der Anfangsviertelstunde sah man beiden Teams zunächst an, dass sie sich nur schwierig an den teils mit Wasserpfützen übersähten Platz gewöhnen konnten. Eine erste Halbchance fand dabei der Club vor, als Daniel Götzinger halbrechts auf die Reise geschickt wurde und sein Schuss geblockt werden konnte. Der ESV übernahm von Anfang an die Initiative und diktierte das Geschehen, ohne den Gastgebern zunächst wirklich gefährlich werden zu können.

Service:

Kurz nach Götzingers Chance war es dann der ehemalige Hammerauer Albert Deiter, der von halblinks schlitzohrig seinen früheren Mannschaftskollegen Sebastian Bayer per Freistoß prüfte. Nachdem Francesco Parillo einen ersten schönen Konter des Clubs noch über das Tor von ESV-Keeper Stefan Schönberger jagte, hatte im Gegenzug Daniel Leitz die bis dahin beste Chance auf den Führungstreffer, als die halbe FC-Hintermannschaft noch gemeinsam auf der Linie klären konnte.

Kurze Zeit später wurde erneut Leitz auf die Reise geschickt, kam eine Stiefelspitze vor dem herauslaufenden Keeper Sebastian Bayer an den Ball und wurde von diesem gelegt. Den folgerichtigen Elfmeter versenkte Albert Deiter zur Führung des Gastes (26.). Als der FC bereits drei Minuten später nicht konsequent klären konnte, gelangte der Ball zu ESV-Neuzugang Rokas Urbelis, der aus rund 18 Metern trocken ins linke untere Eck abschloss.

ESV konsequent - Hammerau ungefährlich

Während der nun sichtlich angeschlagene Club keine Gefahr mehr nach vorne ausstrahlen konnte, setzten auch die Gäste kaum mehr weitere Akzente bis zum Pausentee. Es sprach aus Hammerauer Sicht in der laufenden Saison für sich, dass der eigentliche Kapitän der zweiten Mannschaft Kaan Ciner wie auch am Sonntag frühzeitig angeschlagen den Platz verlassen musste. Mit einem Turban aufgelaufen, hatte er sich vorbildlich in den Dienst eines enorm ersatzgeschwächten Clubs gestellt, der zum Derby nach den Ausfällen des Wochenendes nun auch noch auf Norbert Heudecker verzichten musste.

Während die erste Hälfte noch relativ arm an Höhepunkten war, wurden zumindest die Anhänger der Grenzstädter in den zehn Minuten nach der Pause verwöhnt. Fast ohne Gegenwehr konnten die Gäste binnen weniger Minuten bis zur 55. Spielminute ihren Vorsprung auf fünf Tore erhöhen, nachdem jeweils Daniel Leitz, Tony Schneider und erneut Albert Deiter für den ESV teils sehr sehenswert trafen. In dieser Phase nutzte der Tabellenführer die Schwächen des FC's teils gnadenlos aus und ein Klassenunterschied wurde ersichtlich.

Klassenunterschied in Hälfte Zwei

In der Folge schaltete der Spitzenreiter der Bezirksliga Ost einen Gang zurück und das Spiel verlief nun natürlich ohne von Spannung geprägt zu sein. Die nun weniger aber weiterhin klar auf Seiten der Eisenbahner liegenden Chancen wurde nicht mehr konsequent genutzt, ehe Francesco Parillo per Elfmeter zumindest den Ehrentreffer für Club erzielen konnte. Den 1:6 Endstand markierte schließlich wieder Albert Deiter mit seinem dritten Treffer. Der von beiden Seiten sehr gelobte Schiedsrichter Michael Hofbauer pfiff das faire Derby pünktlich ab und musste dabei für Derbyverhältnisse lediglich fünf gelbe Karten verteilen.

 

Stimmen zum Derby:

 Für FC-Pressesprecher Oliver Bickelmann war trotz zahlreicher Ausfälle auf Seiten des Clubs eine Niederlage in dieser Form schwer zu verdauen: "Dass wir eine derartige Lehrstunde bekommen, ist trotz der vielen Ausfälle heftig. Großen Respekt von meiner Seite an unsere Nachbarn. Der ESV um Hans Gietl und Kapitän Albert Deiter hätte den Titel mit dieser Mannschaft und Form mehr als verdient, was man neidlos anerkennen muss. In Hammerau müssen wir auch im nun immer wahrscheinlicheren Falle eines Abstieges unseren Weg weitergehen. In den letzten Jahren ging es meist steil bergauf, nun gilt es eben auch solche Rückschläge zu verkraften. Das gehört im Sport halt dazu."

ESV-Trainer Uli Habl:"In der ersten Halbzeit waren wir in der Chancenverwertung sehr effizient, was natürlich der Dosenöffner und die Grundlage für die zweite Hälfte war. Für mich war sehr erfreulich, dass wir trotz der letzten Spiele und Punktverluste nicht in Panik verfallen sind und Ruhe bewahrt haben. Wir wollen weiter unseren Weg gehen und fahren mit klarem Willen nach Ebersberg."

ESV Teammanager Alfons Rehrl: "Wir haben auf die letzten Spiele eine sportliche Reaktion gezeigt. Für mich zählt der erste Platz und dass wir nun wieder acht Zähler Vorsprung haben."

 

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Pressemitteilung FC Hammerau / ob

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