Grausamer VfL-Abschied im letzten Heimspiel

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Am Samstagnachmittag um kurz 17 Uhr gingen die Zuschauer im Jahnstadion enttäuscht nach Hause. Der VfL Waldkraiburg verlor sein letztes Heimspiel dieser Saison mit 0:5 (0:3) gegen den ESV Freilassing, der somit den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffte. Coach Gzim Shala warnte sein Team noch vor Beginn der Partie, dass die Eisenbahnstädter angergiert zur Sache gehen werden, da sie noch auf den Relegationsplatz abrutschen könnten.

Außerdem wollte man sich mit einer guten Leistung und einem Sieg beim treuen Publikum bedanken, aber es blieb bei diesem Vorsatz. Sicherlich war der VfL stark ersatzgeschwächt angetreten und man merkte, dass die Luft draußen war nach der kräftezerrenden Rückrunde. Nichtsdestotrotz hätte man sich nicht so vorführen lassen dürfen.

Blitz-Rückstand nach drei Minuten

Bereits nach drei Minuten führten die Gäste 1:0 durch Lubomir Neubauer auf Vorlage von Goalgetter Albert Deiter. Zwölf Minuten später legte Deiter für seinen Teamkameraden Daniel Leitz auf, der volley aus 16 Metern traf. Nach einer knappen halben Stunde war das Spiel eigentlich schon gelaufen, denn die Gäste führten 3:0. Torschütze war erneut Lubomir Neubauer, der einen Freistoß aus gut 20 Metern direkt ins Kreuzeck zirkelte. Bis zur Pause hätten die Grenzstädter die Führung sogar noch ausbauen können, aber Domen Bozjak, der beste Waldkraiburger, ließ nichts mehr zu. Der VfL hatte bis zum Halbzeitpfiff keine einzige Torschussmöglichkeit, zu phlegmatisch war das Spiel.

Nach dem Seitenwechsel versuchten es die Industriestädter zumindest und kamen ein wenig besser ins Spiel. Der ESV verlegte sich nun mehr und mehr aufs Konterspiel. In der 55. Minute startete Daniel Leitz nach einem langen Pass durch und hätte eigentlich schon das 4:0 machen müssen, doch er traf freistehend vor Bozjak das Tor nicht. Fünf Minuten später war es allerdings so weit. Diesmal konnte Leitz den langen Ball volley verwerten.

Ein Strafstoß macht die 0:5-Klatsche perfekt

Im Anschluss hatte das Heimteam zwei Möglichkeiten durch den eingewechselten Mikel Görgner, doch er konnte beide Male seine Chance nicht nutzen. Zehn Minuten vor dem Ende gab es dann noch, nach einem Handspiel, Elfmeter für die Gäste. Routinier Thomas Linke trat an und verwandelte mit viel Glück zum 5:0 Endstand. Um ein Haar hätte Domen Bozjak den platziert geschossenen Elfer mit den Fingerspitzen abwehren können.

Aufgrund der angergierten Leistung und dem forschen Spiel in Halbzeit eins, geht der Sieg der Freilassinger, auch in dieser Höhe, absolut in Ordnung. Coach Gzim Shala, der sonst nur stehend am Spielfeldrand zu finden ist, nahm schon nach wegen Minuten auf der Trainerbank Platz, wo er fast das komplette Spiel verbrachte. „Ich habe schon nach kurzer Zeit gesehen, dass heute nicht viel geht. Wir hatten uns vorgenommen noch einmal alles zu geben, doch irgendwie wollten heute die Beine nicht so. Der harte Abstiegskampf hat unserem arg dezimierten Kader zu viel Kraft gekostet. Wir sollten dieses Spiel einfach abhaken und uns darüber freuen, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben.“, analysierte Shala das Spielgeschehen. (güm)

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