Kastl schläg Waldkraiburg und erklimmt die Liga-Spitze

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Bei bestem Fußballwetter fanden sich am Samstag rund 200 Zuschauer im Waldkraiburger Jahnstadion ein um das Lokalderby zwischen dem heimischen VfL und dem TSV Kastl zu sehen. Am Ende siegten die favorisierten Gäste deutlich mit 4:1 (2:0). Da der bisherige Tabellenführer ESV Freilassing zeitgleich in Baldham mit dem gleichen Ergebnis unter die Räder geriet, grüßt der TSV Kastl nun von Platz 1 in der Bezirksliga Ost.

Beide Mannschaften hatten vor Spielbeginn mit einem Torwartproblem zu kämpfen. VfL-Stammtorwart Domen Bozjak fällt bis zur Winterpause wegen einer Knieverletzung aus. Er wurde wie schon in Hammerau durch Stefan Brandlmaier ersetzt. Beim TSV Kastl fehlt Stammkraft Egon Weber ebenfalls verletzungsbedingt. Trainer Sven Vetter musste mit Stürmer Lorenz Schuster sogar einen nominellen Feldspieler ins Tor stellen.

Pfosten-Knaller von Langenecker

Der VfL begann die Partie sehr schwungvoll und hatte durch Rivis in der 8. Minute die erste Einschussmöglichkeit. Der Rumäne zögerte jedoch vor dem Tor zu lange und sein Schuss wurde abgeblockt. Zwei Minuten später klärte Torwart Schuster im Herauslaufen in höchster Not gegen Nebojsa Gojkovic. Nach einer Viertelstunde nahmen die Gäste aus dem Landkreis Altötting an Fahrt auf. Michael Langenecker traf aus 15 m mit seinem Flachschuss nur den rechten Pfosten.

In der 22. Minute fiel dann aber doch der Führungstreffer. Philipp Grothe zog aus 30 m beherzt ab. Stefan Brandlmaier stand etwas zu weit vor seinem Gehäuse und konnte den Ball nicht abwehren. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kontrollierten die Kastler das Spiel und ließen die VfL-Offensive kaum zur Geltung kommen. Bis zum Strafraum sah das Spiel der Hausherren ganz gefällig aus, doch der entscheidende Pass kam nicht an. Kurz vor der Pause trat Pascal Kaiser einen Freistoß von links hoch in den Waldkraiburger Strafraum. Franz Kamhubers Abwehrversuch mit dem Kopf landet unglücklich im eigenen Tor und es stand 2:0 für die Gäste!

Anschlusstreffer fällt zu spät

Für den zweiten Durchgang hatte sich der VfL sicher viel vorgenommen, doch schon in der 51. Minute machte Pascal Kaiser mit einem platzierten Schuss aus 20 m ins rechte Kreuzeck zum 0:3 alle Hoffnungen zunichte. VfL-Trainer Gerry Kukucska brachte mit Manuel Kraus und Thomas Haindl zwei frische Kräfte für die Offensive, doch vorerst blieb das Erfolgserlebnis aus. Zu gut waren das Mittelfeld und die Hintermannschaft des TSV Kastl organisiert, so dass der VfL kaum zu Abschlüssen kam bzw. Torwart Schuster in Verlegenheit bringen konnte.

Erst in der 85. Minute nutzte Manuel Kraus eine Unsicherheit von Schuster aus und schob den Abpraller zum 1:3 über die Linie. Doch das kleine Fünkchen Hoffnung für den VfL wurde postwendend vom TSV im Keim erstickt. Andreas Bart stellte in der 86. Minute durch einen Flachschuss ins rechte Eck den alten Abstand wieder her. Glück hatten die Hausherren noch in der 90. Minute, als TSV-Kapitän Martin Goeppinger aus 25 m nur die Latte traf.

An diesem Tag fand der VfL kein Mittel um den nun seit 11 Spielen ungeschlagenen TSV Kastl Probleme zu bereiten. Das Ergebnis ging auch in dieser Höhe in Ordnung. (feu)

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