Kolbermoor verpatzt das Spitzenspiel

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Trotz einer 1:0-Führung ist der SV-DJK Kolbermoor als Verlierer aus dem Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga hervorgegangen. Auf dem heimischen Huberberg unterlag er mit 1:2 dem Tabellenführer SBC Traunstein, der sich damit auch zum Hinrundenmeister kürte. Mit Tabellenplatz zwei können die Kolbermoorer zur Saisonhalbzeit zwar auch sehr zufrieden sein, doch nach dem Spiel überwog natürlich die Enttäuschung. „Wenn man gegen Traunstein kein Tor aus dem Spiel zulässt, aber zwei ganz blöde nach Standards, dann ist das schon bitter“, sagte Trainer Jochen Reil.

Bis zur Pause überzeugten die Gastgeber vor einer prächtigen Zuschauerkulisse fast auf ganzer Linie. SB-Coach Adam Gawron räumte ein: „In der ersten Halbzeit sind wir nicht so gut zurechtgekommen mit der Kolbermoorer Spielweise, die doch etwas schneller und robuster war.“ Ähnlich äußerte sich Reil: „Da haben wir Traunstein nicht ins Spiel kommen lassen.“ Entsprechend hatte der SV-DJK zunächst die besseren Chancen, vor allem einen Kopfball von Alex Schlosser an den Außenpfosten (8.) und einen knapp verzogenen Schuss von Tobias Hotter aus zehn Metern (19.). Auch die Führung kam verdient zustande – mit einem weiten Ball überraschte Martin Jablonski die gegnerische Abwehr, Dominik Schlosser konnte durchstarten und schob überlegt ein (33.).

Gawron musste zur Halbzeit reagieren. Er stellte das Spielsystem seiner Truppe um und wechselte den erfahrenen Jochen Thudt ein. „Ausschlaggebend war auch die Kondition. Zumindest hatte ich den Eindruck, dass die Kolbermoorer in der zweiten Halbzeit konditionell nicht mehr ganz mithalten konnten“, erklärte er. Trotzdem hielt das 1:0 noch eine ganze Weile, über einige Kopfballchancen (53., 60.) kamen die Gäste vorerst nicht hinaus.

Dann trat Sebastian Mayer auf den Plan und drehte das Spiel mit zwei fast identischen Toren. Zum 1:1 drückte er den Ball nach einer Freistoßflanke über die Linie (68.), zum 1:2 schob er nach einer kurzen Ecke mit anschließender Flanke auf den zweiten Pfosten ein (75.). Der SV-DJK versuchte zu antworten und lancierte eine Schlussoffensive – für Nervenkitzel bis zum Schluss war in diesem Top-Spiel also gesorgt. Doch den Hausherren fehlte nun der letzte Tick an Durchschlagskraft und Präzision. (har)

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