Kuriose Partie: Zwei Kolbermoor-Eigentore sorgen für Remis

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Das Ergebnis von 2:2 klingt standesgemäß für das Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen dem SV-DJK Kolbermoor und dem 1. FC Miesbach. Trotzdem gab es am Samstag auf dem Huberberg Kopfschütteln und unzufriedene Gesichter auf beiden Seiten. Gästetrainer Bernd Weiß war über die Leistung seiner Truppe nicht gerade glücklich. Und die Gastgeber mussten sich ärgern, weil sie alle vier Treffer der Partie selbst geschossen hatten – zwei davon allerdings ins eigene Tor.

„Ich bin nicht wirklich grantig, sondern einfach enttäuscht“, sagte SV-DJK-Coach Jochen Reil nach dem Spiel. „Wir waren über beide Halbzeiten die überlegene Mannschaft und wenn man auf diese Weise vier Tore schießt, kann man nicht zufrieden sein.“ Das erste Missgeschick ereignete sich früh und brachte den FCM für kurze Zeit in Führung: Florian Ludwig verlängerte eine Flanke des Gegners mit dem Hinterkopf, der aus dem Kasten geeilte Marcel Feret kam nicht an den Ball, sodass dieser in den Maschen landete (12.). Innerhalb einer Minute glich jedoch Patrick Eder zum 1:1 aus – wiederum per Kopf und nach Hereingabe von Toni Peter.

Bis zur Pause sah das Publikum noch einige Großchancen, etwa einen knapp zu hoch angesetzten Schuss von Christian Schnebinger (16.) und eine starke Abwehr von Miesbachs Torwart Stefan Zimmerhakl gegen Eder (35.). Auf der anderen Seite parierte Feret einen Hammer von Florian Hofmann aus 23 Metern (45.). Ähnlich lebhaft ging es in der zweiten Hälfte weiter, wobei Kolbermoor insgesamt mehr Offensive zeigte. So musste Zimmerhakl gegen Tobias Hotter wiederum eine Glanzparade aufbieten (56.). „Wir hätten vorne auch noch ein Tor mehr machen müssen, entweder zum 3:1 oder später dann zum 3:2“, erklärte Reil.

 

Zunächst gelang dem SV-DJK immerhin das 2:1. Einen Schuss, den Eder von der Strafraumgrenze aus abfeuerte, konnte Zimmerhakl noch zur Seite abwehren. Dort kam Schnebinger an den Ball und überwand den Torhüter clever aus spitzem Winkel (62.). Kolbermoors vierter Torschütze war dann jedoch wieder ein Unglücksrabe: Im Strafraumgetümmel nach einer Miesbacher Flanke sprang die Kugel von Martin Fischers Kopf zum 2:2 über die Linie (74.). In der Schlussphase zeichneten sich nochmals Feret (gegen Thomas Masberg, 80.) und Zimmerhakl (gegen Dominik Schlosser, 82.) aus – der entscheidende letzte Stich gelang so keinem der beiden Teams. (har)

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