Last-Minute-Tor bewahrt Kolbermoor vor Blamage

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Durch ein spätes Ausgleichstor von Tobias Hotter ist der SV-DJK Kolbermoor am Freitag einem herben Dämpfer zu Beginn der Bezirksliga-Saison entgangen. So reichte es im Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Amerang zu einem 1:1, mit dem die Gäste sichtlich besser leben konnten als die Kolbermoorer. Deren Trainer Jochen Reil stellte – bei aller Freude über Hotters Treffer – klar, dass er „mit diesem einen Punkt überhaupt nicht zufrieden“ war.

Insgesamt plätscherte die Partie lange an der Grenze zum geruhsamen Sommerkick dahin, gerade in der ersten Halbzeit. SVA-Coach Klaus Seidel hatte seine Truppe mit Erfolg auf eine solide defensive Taktik eingeschworen, die lange Zeit aufging. Zündende Ideen waren auf beiden Seiten Mangelware, entsprechend wenige Großchancen gab es. Die erste gehörte dem Aufsteiger: Nach einer Flanke konnte Kolbermoors Torwart Marcel Feret, von zwei Stürmern attackiert, den Ball nicht festhalten, parierte jedoch den Nachschuss von Thomas Kasparetti (12.). Noch gefährlicher wurde es auf der anderen Seite, als Patrick Eder auf Vorlage von Anton Peter völlig frei zum Kopfball kam. Doch der neue Kapitän des SV-DJK setzte den Ball aus sieben Metern an den Pfosten (21.).

Nach der Pause nahmen die Hausherren das Heft in die Hand, Amerang tat immer weniger für das Spiel. Die beste Kolbermoorer Chance hatte wiederum Eder: Ein geblockter Schuss von Cesare Ratti fiel ihm vor die Füße, aus zehn Metern konnte er relativ unbedrängt abschließen, schoss allerdings den Ameranger Torwart Christian Rechl an (62.). Etwas unerwartet ging dann doch der SVA in Führung – nach Freistoßflanke von Florian Grulke traf Martin Rechl per Kopf zum 0:1 (72.). Dem SV-DJK blieben rund zwanzig Minuten, um alles nach vorne zu werfen und eine Heimniederlage abzuwenden. Das gelang, da Hotter aus 20 Metern flach ins Eck traf, nachdem eine Hereingabe von Alexander Schlosser ganz schwach geklärt worden war (87.).

Im Anschluss verhehlte Reil nicht, dass sein Team stärker hätte auftreten müssen, um sich drei Punkte zu verdienen. „Die Ameranger haben engagiert gespielt, sind tief gestanden und wir haben sie mit unseren Ballverlusten eingeladen. In der Offensive haben wir phasenweise nicht die richtigen Mittel gefunden“, so lautete sein kritisches Resümee.

SV-DJK Kolbermoor: Feret, Jablonski, Fischer, Peter, Ludwig, Schlosser, Hotter, Both (ab 46. Paccagnel), Akdogan, Ratti (ab 75. Winter), Eder.

SV Amerang: Christian Rechl, Lindner, Linhuber, Seidel, Martin Rechl, Voit, Stöckelhuber (ab 90. Auer), Thomas Kasparetti, Schmid (ab 52. Andreas Kasparetti), Rußwurm (ab 63. Schmidt), Grulke.

Schiedsrichter: Hochrinner (TSV Mittergars).

Zuschauer: 190.

Tore: 0:1 (72.) Martin Rechl, 1:1 (87.) Hotter.

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