Da war mehr drin - Amerang enttäuscht in Heimstetten

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Außer Spesen, nix gewesen! So könnte man auch den ziemlich blutleeren Auftritt des SV Amerang in Heimstetten bewerten. Die Niederlage im Münchener Vorort geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung.

Die Begegnung begann von beiden Seiten recht zaghaft, je länger die Partie jedoch dauerte, desto mehr bekamen die technisch versierten Gastgeber die Oberhand über das Spielgeschehen. Vor allem der überragende Spielmacher der Hausherren, Leonhard Mayer, brachte die SVA-Abwehr ein ums andere Mal in größere Schwierigkeiten. Doch seine Distanzschüsse außerhalb des Gästestrafraums waren zunächst sichere Beute für SVA-Keeper Christian Rechl. Mayer und vor allem Mittelstürmer Jokic, der in der elften Spielminute frei vor TW Rechl auftaucht, diesen aber nicht überwinden konnte, wirbelten die Mannen um Abwehrchef Christian Voit ein ums andere Mal ziemlich durcheinander. Bevor dann in der 39. Minute die verdiente Führung für die Gastgeber durch Jokic fiel (Kopfball aus kurzer Distanz), hätte Alexander Sigl per Weitschuß und per Kopfball bereits das 1:0 für die Schmitt-Elf erzielen können. Beide Male fand er aber seinen Meister in TW Rechl. Die einzigen nennenswerten Offensivaktionen der Gäste im ersten Durchgang konnte Martin Rechl auf sein Konto verbuchen, jedoch sein Freistoß (in die Mauer) als auch sein Kopfball (knapp drüber) fanden nicht das Ziel im SVH-Tor.

Mit Wiederanpfiff waren die Ameranger etwas agiler ohne jedoch große Torgefahr auszustrahlen. Lediglich Rechl aus 18m und T. Kasparetti kamen aus der Distanz zum Abschluß. Je länger die Begegnung dauerte, desto mehr verlegten sich die Gastgeber auf Konter, waren aber trotzdem vor dem SVA-Tor stets brandgefährlich. Der Platz, der sich nun den Heimstettener immer mehr bot, wurde in der 65. Min. zum zweiten Treffer der Gastgeber genutzt. Einen Abpraller verwandelte Marko Tomicic aus kurzer Entfernung sicher. Nachdem nur ein paar Minuten später der brillante Techniker Leonhard Mayer im Anschluß nach einem Eckball die Kugel aus 20m in den Winkel zwirbelte, war das Spiel gelaufen.

Amerang verpasst Ehrentreffer

Aber trotz des deutlichen Rückstandes gaben die Seidel-Jungs nicht auf und versuchten zumindest noch den Ehrentreffer zu erzielen. Doch jeweils Jungvater Thomas Kasparetti per Kopf aus kurzer Distanz (TW Igor Pintar klärt sensationell) noch Martin Rechl, ebenfalls per Kopf können einnicken. Bei zwischenzeitlichen Kontern des Schmitt-Teams war sogar noch zweimal der Pfosten auf Seiten der Gäste, die verdiente Niederlage hätte somit durchaus noch höher ausfallen können.

In der 83. Spielminute dann der unrühmliche Höhepunkt der Partie: der bereits ausgewechselte Tomicic erhält nach einem Tumult mit seinen „Kameraden“ auf der eigenen Bank die Rote Karte. Eine vollkommen unnötige und äußerst dumme Aktion.

Mit derselben Einstellung, Laufbereitschaft und Leidenschaft wie aus dem Miesbach-Spiel eine Woche zuvor, wäre auch in Heimstetten durchaus was Zählbares für das Seidel-Team im Münchener Vorort drin gewesen. Die Jungs um Kapitän Christian Voit haben nun aber die Erfahrung machen müssen, dass nur die Chance auf positive Ergebnisse in der Bezirksliga besteht, sofern die genannten Eigenschaften abgerufen werden. Genauso gehört eine gesunde Zweikampfführung dazu, die ebenfalls fehlte. Ist das nicht der Fall, kann man gegen jedes Team eine herbe Klatsche einfangen.

Aufstellung SV Amerang:

C. Rechl, Lindner, Seidel, M. Rechl, A. Kasparetti, C. Voit (A), Stöcklhuber, T. Kasparetti, Rußwurm (ab 62. Auer), S. Millkreiter (ab 57. Hainzl), Linhuber (ab 75. Schmid)

Tore: 1:0 (39.) Jokic, 2:0 (65.) Tomicic, 3:0 (69.) Mayer

Zuschauer: 100

Schiedsrichter: unauffällig, souverän

 

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