Nach Stinkefinger-Rot für Tomicic: Heimstetten verliert in Waging

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Die „Seerosen“ hatten sich viel vorgenommen und wollten sich für die Schlappe in Miesbach rehabilitieren. Es gelang ihnen in einer mittelmäßigen Bezirksligabegegnung gegen die Heimstettener, eine technisch beschlagene, aber nicht gerade durchschlagskräftige Truppe. Gute Spieler haben sie mit Felix Sträußl, Alex Sigl und Marko Tomicic in ihren Reihen. Wagings Coach Berni Zeif konnte fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Michael Fuchs und Tobias Hösle fielen wegen Verletzung oder Krankheit aus. Wolfgang Gabler war schon wieder aus dem Urlaub zurück. Die „Seerosen“ legten los wie die Feuerwehr, spielten mit vollem Einsatz und ließen dem Gegner keine Zeit zum Atmen. Somit auch eine klare 2:0 Führung schon nach acht Minuten. Dann allerdings ab ca. der 20. Minute schlich sich der Schlendrian ein in das Spiel der Platzherren. Warum, in dem Gefühl der sicheren Führung? So etwas geht nicht, ein Spiel dauert so lange, bis der SR ab pfeift. Es ist schwer wieder ins Spiel zu finden, das befürwortet sich immer wieder. Die Heimstettener Mannschaft wurde damit aufgebaut und man bettelte direkt ein Tor herbei. Eine Bemerkung noch zu den Gästen, die sich in der 52. Minute selbst schädigten, als sich Marko Tomicic zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ. Zuerst beleidigte er den Linienrichter, dafür gab es Gelb, anschließend kam dann der berühmte „Stinkefinger“, dem natürlich gerechter Weise „knall Rot“ folgte. Damit erwies er seinem Team einen Bärendienst.

Die Torfolge: Schon in der 6. Minute die 1:0 Führung der Platzherren, nach einem Freistoss von Patrick Quast, den Andreas Kamml mit einem sehenswerten Kopfball verwandelte. Nur zwei Minute später war wieder Andreas Kamml zur Stelle und verwandelte einen tollen Lochpass von Hansi Huber zum 2:0. Der Anschlusstreffer zum 1:2, wozu die Gäste direkt eingeladen wurden dann in der 44. Minute. Einem Schuss von Alexander Sigl konnte Michael Endlmaier mit einer Glanzparade noch abwehren, gegen den Nachschuss von Marko Tomicic allerdings war er machtlos. In der 66. Minute setzte Hansi Huber den Schlussstrich zum 3:1, als er sich einen Ball im Strafraum erkämpfte und aus der Drehung verwandelte.

Spielsituationen: In der 13. Minute hatten die Gäste Riesenglück, als die Torlatte rettete. In der 19. Minute versuchte Marko Tomicic sein Glück mit einem 18 Meter-Schuss, der sein Ziel weit verfehlte. Zwischen der 21. Und 22. Minute dann in Folge drei Ecken für die Heimstettener, die allerdings nichts einbrachten. In der 27. Minute hatten die Platzherren Riesenglück bei einer verunglückten Rückgabe Von Manuel Sternhuber, der glücklicher Weise dann noch kurz vor der Torlinie klären konnte. Eine Riesenchance zur 3:0 Führung versemmelte in der 33. Minute Hansi Huber. Ein Kopfball von Manuel Sternhuber, nach Freistoss von Stefan Mühlthaler, ging vier Minuten später über die Kiste. In der 42. Minute klärte Michael Endlmaier gekonnt vor Alexander Sigl.

Über die Zweite Halbzeit gibt es wenig zu berichten. Das Spiel nahm so seinen Lauf, ohne groß aufregend zu sein. Ein paar Chancen seien vermerkt: In der 70. Minute setzte sich Andreas Kamml gekonnt auf der linken Seite durch, seinen Querpass verpasste Maxi Hösle knapp. In der 74. Minute brachte Wolfgang Gabler das Spielgerät nicht unter Kontrolle und vergab so eine gute Gelegenheit. Eine Unaufmerksamkeit in der Waginger Defensive konnte Maxi Klein, der am toll reagierenden Michael Endlmaier scheiterte, nicht nutzen.

Fazit: Wollen die „Seerosen“ weiter auf dem Marsch ins Mittelfeld bleiben, müssen sie den Schlendrian in ihrem Spiel abschaffen. Ein Spiel dauert so lange, bis der SR abpfeift und solange muss gepowert werden. (klu)

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