Waldkraiburg verliert verdient gegen Waging

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Nach einer indiskutablen Leistung verliert der VfL Waldkraiburg mit 0:2 gegen den TSV Waging. Die „Seerosen“ nahmen aufgrund einer mannschaftlich geschlossenen Leistung verdient die Punkte mit nach Hause. Eigentlich hatten alle erwartet, dass der VfL nach dem ersten Auswärtssieg voll motiviert in die Partie gegen den Tabellennachbarn geht. Doch das, was die Zuschauer zu sehen bekamen, war das Eintrittsgeld nicht wert. Zu keinem Zeitpunkt fanden die Industriestädter ins Spiel, keiner zeigte seine Normalform - kein Aufbäumen war zu sehen, nicht einmal nach dem Rückstand. Kurz vor der Pause nutzte Andreas Kamml eine Unachtsamkeit in der VfL-Defensive und erzielte per Kopf das 0:1. Nach knapp einer Stunde war er es erneut, der die Gäste jubeln ließ und das Schicksal des harmlosen VfL besiegelte. Durch diese Niederlage rutsche der VfL auf den Relegationsplatz ab.

Gleich zu Beginn wurde die Partie unterbrochen, da Yves Deutsch (VfL) und Wofgang Gabler (TSV) unglücklich mit den Köpfen zusammen stießen. Nach minutenlanger Behandlung konnten aber beide mit einer Platzwunde und einbandagierten Kopf weiterspielen. Erster großer Aufseher in der 17. Minute, als Liviu Pantea einen Freistoß an der Mauer vorbei zirkelte, aber in Michael Endlmaier seinen Meister fand. Fünf Minuten später hatten die Gäste binnen weniger Sekunden zwei Möglichkeiten. Zuerst schoss Kamml völlig frei vom 16er knapp daneben, dann konnte Doman Bozjak den Schuss von Gröbner sicher abfangen. Kurz drauf war er wieder zur Stelle, als es Kamml erneut von der Strafraumkante aus versuchte. Der VfL hatte er nach über einer halben Stunde erst wieder eine Chance, die aber Zunichte gemacht wurde, bevor es zum Abschluss kam. Pantea flankte von außen in den Strafraum und Franz Eder rettete kurz vor dem einschussbereiten Gerry Kukucska. Dann die 41. Minute, Veit Grögner kam über außen. Seine misslungene Flanke fand trotzdem den Weg in den Strafraum des VfL und der völlig freistehende Andreas Kamml hatte keine Mühe den Ball mit dem Kopf im Waldkraiburger Tor unterzubringen. Im Gegenzug hätte eigentlich der Ausgleich fallen müssen, doch Spielertrainer Markus Gibis brachte den Ball aus kürzester Entfernung nicht im Tor unter. Er reklamierte zwar, von seinem Gegenspieler gehalten worden zu sein, was Schiedsrichter Enver Güvec, der heute nicht seinen besten Tag erwischte, nicht so sah. So ging der VfL wieder einmal mit einem Rückstand in die Pause.

Fast zehn Minuten dauerte es nach Wiederanpfiff, bis sich eine der beiden Mannschaften in des Gegners Strafraum wagte. Nach einem Freistoß von Andy Balck köpfte der angeschlagene Yves Deutsch aus aussichtsreicher Position übers Tor. Die Gäste kontrollierten inzwischen das Spielgeschehen. Mit einfachem Passspiel ließen sie die Hausherren das ein oder andere Mal ins Leere laufen. So auch in der 59. Minute als das 0:2 fiel. Kapitän Hans Huber passte nach einer gelungenen Kombination mit Veit Gröbner, flach in den Strafraum und Andreas Kamml schob dem herauslaufenden Goali Bozjak den Ball durch die Beine ins Tor. Gibis reagierte und brachte den jungen Manuel Kraus für den lustlos wirkenden Liviu Pantea. Der hatte gleich nach seiner Einwechslung die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch auch er brachte den Ball aus kürzester Entfernung nicht im Tor unter. 20 Minuten vor Ende der Partie ging dann Vyes Deutsch mit seiner Kopfverletzung vom Platz und es kam Martin Traunsberger, der ein halbes Jahr nach seiner Hüftoperation erstmals wieder für den VfL auflief. Auch die nächste Auswechslung von Abwehrspieler Matti Szczuka gegen den Stürmer Michi Görgner brachte keinen Schwung in die VfL-Offensive. Markus Gibis und sein Team schafften es einfach nicht sich gegen die kontrollierte Spielweise der Waginger durchzusetzen. Immer wieder bestimmten Fehlpässe das Spiel der Hausherren. Bis zum Schlusspfiff passierte nicht mehr viel und so blieb es bei dem 0:2. Das war jetzt schon bereits das vierte Spiel in Folge, dass der VfL im heimischen Jahnstadion nicht gewinnen konnte. Gästetrainer Bernhard Zeif, der mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden war, bemängelte lediglich, dass sie die Angriffe nach dem 2:0 nicht fertig ausgespielt und mehr Tore erzielt haben.

Nach der Vorrunde steht der VfL dem Relegationsplatz, damit hatte wohl keiner gerechnet. Nächsten Samstag kommt es nun im Jahnstadion zum Kellerduell gegen den TSV Ebersberg, der auch nach der Trainerentlassung von Gzim Shala nicht punkten konnte und 0:1 in Kastl verlor. Kastl dagegen schafft mit dem dritten Sieg in Folge die Abstiegsränge zu verlassen. (güm)

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