Zwei Tore, zwei Platzverweise, kein Sieger

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Keinen Sieger fand am Freitagabend das Derby zwischen dem TuS Raubling und dem SV-DJK Kolbermoor. Dabei nahm das Spiel vor einer schönen Zuschauerkulisse erst in der zweiten Halbzeit richtig Fahrt auf.

Die ersten 45 Minuten sind daher schnell erzählt, denn sie verliefen ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Hausherren hatten optische Feldvorteile und zumindest auch ein paar Abschlüsse, vor allem in Person von Matthias Katozka, die allerdings keine Gefahr für Simon Vockensperger im Tor der Gäste darstellten. Auffällig war, dass der TuS vor allem versuchte über lange Bälle, die von den großgewachsenen Stürmern verlängert werden sollen, zum Erfolg zu kommen. Den Gästen fiel es dagegen schwer sich vernünftig durch die beiden kompakten und aggressiven Defensivreihen Raublings zu kombinieren. So war die erste Hälfte durch einige Fehlpässe und viel Kampf geprägt.

Nach der Pause schaffte es die Hertopark-Elf mehr Ballbesitzzeiten zu haben und hatte nun die etwas bessere Spielanlage. Das Tor fiel allerdings auf der anderen Seite. Nach einem hohen Ball brachte Lukas Schöffel gegen gleich Gegenspieler und aus einer schlechteren Position irgendwie die Fußspitze an den Ball und hob diesen über den zuvor eingewechselten Marcel Feret - Simon Vockensperger hatte Wadenprobleme - zur Führung ins Tor. Die Antwort Kolbermoors ließ nicht lange auf sich warten, denn schon mit dem nächsten Gegenangriff erzielte Kapitän Patrick Eder den Ausgleich. Ein abgefälschter Ball landete rund 20 Meter vor dem Tor beim Torjäger und dieser lupfte den Ball sehr gefühlvoll über den herauseilenden Dominik Krammer ins Tor. Nun waren die Gäste klar am Drücker, ein weiterer Eder-Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt und Emre Aykac hatte die Führung auf dem Fuß. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen stand er plötzlich völlig allein im Strafraum vor Krammer, hatte viel Zeit und konnte sogar querlegen, entschied sich aber dazu zu schießen und zielte zu weit links. Kurz darauf köpfte Eder eine super Flanke an die Lattenunterkante, von wo der Ball deutlich vor der Linie wieder im Spielfeld aufsprang. In der Schlussphase hatte Raubling noch zwei gute Chancen, die beide Feret mit guten Paraden vereiteln konnte. Die hitzige Schlussphase sah Toni Peter bereits von draußen, da er mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde und auch bei den Hausherren sah Katozka die rote Karte kurz nach dem Schlusspfiff.

So blieb ein am Ende gerechtes Remis, das der neue Kolbermoorer Trainer Nenad Grizelj genauso sah: „Das Spiel war sehr intensiv, spielerisch sicher noch ausbaufähig. Wir hätten nach dem Ausgleich eine der Riesenchancen nutzen müssen, genauso konnte Raubling zum Schluss aber auch ein Tor erzielen. Also alles in allem ein gerechtes Ergebnis.“ Das Unentschieden hilft am Ende keinen der beiden Mannschaften wirklich weiter. Kolbermoor verbleibt auf dem vierten Rang, während Raubling nach wie vor auf dem Relegationssplatz steht.

Aufstellung: Vockensperger (60. Feret) - Paccagnel, Fischer, D. Schlosser, Jablonski - Schnebinger, A. Schlosser, Peter - Pavlovic, Eder, Ratti (67. Aykac)

Tore: 1:0 Schöffel (67.), 1:1 Eder (68.)

Schiedsrichter: Oliver Mühldorfer

Zuschauer: 170

Besonderheiten: Gelb-Rote Karte Peter (90., Kolbermoor), Rote Karte Katozka (n. Spielende, Raubling)

Michael Paccagnel (pac), SV-DJK Kolbermoor

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