Laufener "Lucky Punch"

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Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Mario Schauer (Nr.14) brachte dem TSV Fridolfing auch in der 89. Minute nichts Zählbares ein, da der SV Laufen nochmals zurückschlagen konnte und somit den Dreier machte

Zahlreiche Fans aus Laufen waren den kurzen Weg nach Fridolfing gereist, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Sie hatten vor allem zu Beginn der Partie die leichte Oberhand gegenüber den heimischen Fans. In der sechsten Minute schon die erste gefährliche Situation für die Gäste, welche gleich zur Führung genutzt wurde. Nach einem Abschlag vom Fridolfinger Keeper Michael Haas landet das Leder nach einem gewonnenen Zweikampf durch die SVL-Hintermannschaft bei den Gästen. Über Dominik Lindner wurde dann ein schneller Gegenstoß gestartet.   Lindner passte nach seinem Laufsolo in die Spitze, wo sich Gerhard Nafe stark bedrängt fühlte. Sein Sturmpendant David Cienskowski half dem Laufener Jungstürmer und holte sich selbst den Ball auf den eigenen Schlappen und überwindet im kurzen Toreck Keeper Haas zum 0:1. Der SV Laufen war weiter überlegen. Der Hausherr von Trainer Schild kam kaum vor das Gehäuse des Gästetorhüters Michael Höglauer. Durch den leichten Regen bedingt schien der Rasen in Fridolfing leicht rutschig zu werden und so manches Schuhwerk der Akteure konnte den Bedingungen nicht standhalten. Ein brandgefährlicher Konter der Hausherren, die tief in der eigenen Hälfte standen und dem Druck der Salzachstädter stand zuhalten versuchten, sorgte in der 26. Minute für mächtig Arbeit in der Laufener Defensive.   Über Alexander Deubzer kam der Ball zu Johann Dandl. Dandl blieb aber im Duell mit Michael Höglauer und Verteidiger Michael Hollinger auf kurzer Distanz zweiter Sieger. Dies sollte für die Gäste erstmal Warnung genug sein, die Führung nicht nur zu verwalten. Gesagt getan hatten diese nur zwei Minuten später die nächste größere Tormöglichkeit. Christian Höhn trat von der linken Außenseite einen Freistoß. Dieser landete ziemlich genau bei Dominik Lindner. Lindner allerdings brachte zuwenig Druck und Präzision hinter seinen Kopfstoß und das Runde flog einen Hauch über das Eckige - Chance vertan.   Wiederum war es Christian Höhn, der in der 35. Minute mit einem präzisen Freistoß die nächste Torchance für den SV Laufen kreierte. Im Zentrum behinderten sich in der Folge Dominik Lindner und der aufgerückte Michael Kirschner beim Versuch des Kopfballs. David Cienskowski war selbst ein wenig überrascht, als der Ball in der 44. Minute direkt vor seinen Füßen landete. Nach einem Pressschlag im Mittelfeld flog das Leder zum Laufener Topstürmer. Cienskowski steuerte schnurstracks in Richtung Michael Haas, der mit einer reflexartigen Fußabwehr seine Mannschaft in der Partie hielt. Der Gast aus Laufen deutlich näher am Ausbau der Führung als der Hausherr am Ausgleich. Jedoch vergaß der SV Laufen schon im ersten Durchgang den Sack zuzumachen, was sich zum Ende des Spiels noch fast gerächt hätte.   Im zweiten Durchgang wirkte das Match zusehends zäher und es kam bis 20 Minuten vor Schluss kein Spielfluss mehr zustande. Der TSV Fridolfing versuchte mehr vom Spiel zu haben und kam auch mehr in die Hälfte des SVL. Der SVL ihrerseits fand in der Folge nicht mehr die Mittel, um den Druck stetig aufrecht zu halten und dementsprechend für Beschäftigung im Fridolfinger Defensivverbund zu sorgen. Doch in den letzten 25 Minuten nahm das "Salzachderby" nochmal richtig an Fahrt auf.   Die erste Chance in dieser Phase war wieder den Gästen vorbehalten. David Cienskowski bekam den Ball rechtsaußen von seinem Spielführer Florian Hollinger serviert und spielte sofort scharf in den Strafraum hinein. Dort rutschte der eingewechselte Helmuth Putzhammer in den Schuss, doch zum eigenen Ärger von Putzhammer flog das Leder knapp übers Gehäuse. Beide Mannschaften bekamen nun die zweite Luft und vor allem der TSV Fridolfing drängte immer mehr auf den Ausgleich, auch geschuldet, dass sie nun im Spielaufbau von den Gästen mehr Platz zugesprochen bekamen. Die Hintermannschaft der Salzachstädter nun heftig unter Druck, doch immer wieder konnten sie in der gesamten Defensivreihe mit Mann und Maus die Führung bestätigen. Jedoch hatte auch der SV Laufen in dieser Spielphase weiterhin gefährliche Aktionen anzubieten.   Helmuth Putzhammer erkämpfte sich gut 25 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse das Leder und steckte dieses auf Gerhard Nafe durch. Nafes Schuss aus kurzer Distanz landete jedoch über dem Querbalken. Die größte Warnung erhielt der SV Laufen in der 78. Minute. Dominik Oswald nahm sich aus dem Halbfeld den Ball und schoss auf das Tor von Michael Höglauer. Dieser musste sich kräftig strecken, um den Schuss von Oswald über das Tor zu lenken. Es ging nun wirklich Schlag auf Schlag und die Nervosität auf beiden Seiten, sowohl auf dem Rasen als auch auf den Zuschauerrängen nahm spürbar zu.   Wieder war es Gerhard Nafe, der in der 83. Minute im spitzen Winkel im Strafraum erschien. Florian Gramsamer sah keinen anderen Weg als Gerhard Nafe intensiv zu bekämpfen und ihn dadurch zu Fall zu bringen. Da Gramsamer schon vorher die Gelbe Karte von Schiedsrichter Hofstetter (TSV Teisendorf) sah, musste er nun mit Gelb-Rot das Feld verlassen. Der Gefoulte selbst schnappte sich die Chance und führte den Elfmeter aus. Nicht überzeugend geschossen ahnte Michael Haas die Ecke und konnte den "Todesstoß" für sein Team verhindern. Zwei Minuten später (85.) wieder Gefahr auf der anderen Seite des Fußballplatzes. Wiederum war es Dominik Oswald, der aus der Distanz Michael Höglauer prüfte. Dieser flog wieder sehenswert in Richtung Ball und kratzte diesen aus dem Kreuzeck heraus. Die nervenaufreibende Schlussphase war aber noch lange nicht beendet, denn in den beiden Schlussminuten sahen die Zuschauer noch zwei Höhepunkte.   Der eingewechselte Mario Schauer lief in der 89. Minute für den TSV Fridolfing zum Freistoß an. Schauer zwirbelte das Leder um die Mauer des SVL. Im Strafraum touchierte der Schuss einen Laufener Defensivspieler und flog so zum 1:1 Ausgleich ins Netz. Doch wenn man glaubte, dass jetzt Schluss sei, dann täuschte man sich gewaltig. Selten in dieser Saison gesehen, schlug der SVL nochmals in letzter Sekunde zurück. Gerhard Nafe kam erneut über rechts in den Strafraum und legte auf den völlig freistehenden Laufener Spielführer Florian Hollinger ab, der ohne Probleme zum 1:2 einnetzen konnte. Keine Frage: Ein Lucky Punch, der aber als verdient angesehen werden kann, da hier das Glück doch mit dem Tüchtigen war. Ein wichtiger Auswärtsdreier für den SV Laufen, der für die kommenden Aufgaben heftig Luft verschafft und den Aufwärtstrend des SV Laufen bestätigt.   Pressemitteilung SV Laufen  

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