Foidl-Hattrick bringt Aibling auf die Siegerstraße

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Die wiederum sehr zahlreich in der Willing-Arena erschienen Zuschauer wurden, wenn sie Aibling-Fan waren,  lange auf die Probe gestellt. Denn nach einem schon fast gewohnten, verheißungsvollen Beginn mit dem frühen Führungstreffer, folgte eine, über 1 Stunde dauernde, spielerische Überlegen-heit der Gäste aus Schloßberg. Aber der Reihe nach.  In der 07. Minute wurde eine Flanke von Kapitän Marx von den Gästen zu kurz abgewehrt und „Basti“ Foidl, der die letzten beiden Spiele wegen Knieverletzung pausieren musste, stoppte sich den Ball 7 Meter vor dem Tor mit der Brust, schaute kurz auf und schob den Ball dann seelenruhig flach zum Führungstreffer ins rechte Eck.

Wer gedacht hatte, das könnte so weiter gehen, sah sich aber schnell eines Besseren belehrt. Denn fortan machte der forsche Aufsteiger das Spiel. Immer wieder angetrieben von Niedermayer und Scheuerer, bekamen sie im Mittelfeld die Oberhand, ließen den Ball geschickt und schnell durch ihre Reihen wandern und die TUS-Akteure mussten immer dem Ball hinterherlaufen. Zum Glück stand die Aiblinger Abwehr um den erstmals nach 5 Spielen wieder mitwirkenden Stammtorhüter Simon Hafner recht sicher. Und so konnten sich die Schloßberger im Strafraum nicht entscheidend in Szene setzen. Bis zur Pause hatten sie mit einem Freistoßkracher von Scheuerer, der von Hafner spektakulär mit den Fäusten geklärt wurde, und durch 2, allerdings zu schwache, Schussversuche von Pongratz die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen. Auf TUS-Seite hatte Andi Baumann, nach einem klugen Rückpass von Katozka, allerdings in der 31. Minute die Großchance zum 2:0. Aber sein Volleyschuss aus 10 Meter ging übers Tor. Das war aber auch die einzig gelungene Aktion der Heimmannschaft bis zur Halbzeitpause. Immer wieder versuchte man es mit langen Bällen ins Zentrum der Gäste, aber hier stand der baumlange und bärenstarke Lucas Berndl wie ein Fels und zog die Bälle wie ein Magnet an. An ihm bissen sich unsere Sturmspitzen Foidl und Katozka bis dahin die Zähne aus.

Mit frischem Mut und immer wieder angetrieben von ihrem Trainer Helmut Faber, der gegen uns im positiven Sinne immer besonders motiviert scheint, kamen die Gäste aus der Kabine und machten dort weiter, wo sie in der 1. Hälfte aufgehört hatten. Der Druck auf die Aiblinger Abwehr wurde sogar noch größer und Entlastungsangriffe wurden gleich im Keim erstickt. So hatte man ca. um die 60. Minute in Folge eines Eckballs gleich 4 Mal unmittelbar hintereinander die Schusschance im Strafraum, aber entweder wehrte Keeper Hafner den Ball ab oder ein Aiblinger brachte seinen Fuß dazwischen. Trotzdem schien der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aber ab der 70. Minute besann sich die Heimmannschaft wieder darauf, dass sie auch Fußballspielen und sich bewegen können. Und so führte eine herrliche Kombination über Marx und Katozka in der 72. Minute dann zum 2:0. „Motte“ Katozka hatte Marx auf der linken Außenbahn per Hackentrick in den Lauf herrlich freigespielt und dieser flankte ebenso wunderschön wie gefühlvoll auf „Basti“ Foidl, der keine Mühe hatte aus 6 Meter ins Tor zu köpfen. Nun lief das Aiblinger Spiel wieder schwungvoller und als Doetsch in der 78. Minute aus 14 m alleinstehend vor TW Hafner viel zu schwach schoss, machte Foidl, fast im Gegenzug, mit seinem 3. Treffer an diesem Tag, sein kleines Comeback perfekt und brachte den TUS-Sieg unter Dach und Fach. Wieder war er nach mustergültiger Freistoßvorlage von Katozka von der linken Seite  zur Stelle und köpfte aus vollem Lauf aus 5 Metern unhaltbar ins kurze Eck. Den Schlusspunkt setzte, gegen nun resignierende Gäste, Spielführer „Sebi“ Marx, der einen Flankenwechsel des eingewechselten Simon Stadler von rechts auf links im Strafraum in aller Ruhe stoppte und den Ball maß genau am Verteidiger vorbei halbhoch an den rechten Innenpfosten zirkelte, von wo er dann zum 4:0 ins Tor sprang. Kurz darauf war dann auch Schluss in diesem, vom Spielverlauf her, „komischen“ Spiel, indem die Gäste weit unter Wert geschlagen wurden und der TUS sich steigern muss, will er nächsten Sonntag in Großholzhausen die schwere Auswärtshürde erfolgreich meistern. (weg)

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