Julian Weigl im Interview: "1860 Rosenheim schafft den Klassenerhalt"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Mit Schirm, Charme und Amateur-Fußball: Julian Weigl im Gespräch mit beinschuss.de-Redakteur Mano Bonke

Julian Weigl vom TSV 1860 München ist momentan beim Lehrgang des U19 Nationalteams für die Euro-Quali. Kurz vor seiner Abreise sprach er mit beinschuss.de

Spitzenspiel der Kreisliga 1: Der ASV Au empfängt den SV Ostermünchen zum Kampf um den Relegationsplatz. Unter den Zuschauern ist ein besonderer Gast: Julian Weigl. Das Juwel von 1860 München hat in Ostermünchen mit dem Fußballspielen begonnen, sein Vater Hans war früher beim ASV als begnadeter Techniker bekannt. In gewisser Weise ist diese Partie also auch ein Familien-Duell. Zur Halbzeit steht es 1:1 und "Ju" nimmt sich trotz strömenden Regen für beinschuss.de Zeit. Unterm Regenschirm spricht er über seinen diesjährigen Durchbruch im Profi-Fußball, seine Ziele für den Nationalmannschafts-Lehrgang und den Ab- und Aufstiegskampf im Kreis Inn/Salzach. 

beinschuss.de: Ju, erstmal herzlichen Glückwunsch zu deiner ersten Profi-Saison, die mit dem Lehrgang für die U19-EM-Qualifikation noch einen weiteren Höhepunkt zu bieten hat. Hast du damit gerechnet, dass du 2014 den großen Durchbruch schaffst?

Weigl:Vielen Dank. Dass ich 2014 den Druchbruch schaffe, damit habe ich nicht gerechnet. Ich wollte mich erst mal in der U21 etablieren und hier Stammspieler werden. Das habe ich in der Vorrunde auch geschafft, aber dass ich dann direkt zu den Profis komm und mich dort auf anhieb so durchsetzen konnte, damit habe ich nicht gerechnet.

beinschuss.de: Was war der Knackpunkt in der Saison, als du für dich wusstest: Jetzt habe ich meine Chance genutzt?

Weigl: Erstmal: Es war jedes mal der Wahnsinn, wenn ich jedes Spiel wieder und wieder gelesen habe, dass ich in der Startelf bin. Der Knackpunkt aber glaube ich, war das Spiel gegen Aalen, weil wir erfolgreich waren und ich ein sehr gutes Spiel abgeliefert habe. Das war der Zeitpunkt wo ich eigentlich nicht mehr weg bin aus der Startelf.

beinschuss.de: In diesem Spiel bist du auch zum „Man oft he Match“ gewählt worden. Was hat sich seitdem für dich verändert?

Weigl: Ich werde jetzt immer mehr auf der Straße erkannt und die Nachfrage nach mir wird immer größer. Was natürlich schön, aber auch anstrengend sein kann.

beinschuss.de: Kam die Nominierung für den U19-Lehrgang überraschend?

Weigl: Ich habe schon damit gerechnet, dass ich für den Lehrgang mit der Nationalmannschaft nominiert werde, weil ich kontinuierlich gute Leistungen in der 2. Bundesliga abgeliefert habe. Darum bin ich jetzt schon viel weiter als bei meiner ersten Nominierung. Von dem her habe ich mir das schon erhofft.

beinschuss.de: Du spielst dann mit Spielern wie Serge Gnabry vom FC Arsenal oder Niklas Süle von Hoffenheim zusammen, die schon Bundesliga- beziehungsweise Premier-League-Erfahrung haben. Was erhoffst du dir vom Lehrgang?

Weigl: Mein Ziel dort ist es jetzt einfach zu zeigen, wie ich mich weiterentwickelt habe, meine Leistung abzurufen und zu beweisen, dass ich eine Option für die Euro-Quali bin.

beinschuss.de: Mal weg von der Nationalmannschaft und 1860 München: Glaubst du, dass dein früherer Verein, der TSV 1860 Rosenheim den Abstieg aus der Regionalliga Bayern verhindert kann?

Weigl: Bei 1860 Rosenheim habe ich zu wenig Spiele gesehen, um zu beurteilen, ob sie es schaffen können oder nicht. Ich wünsche es ihnen auf jeden Fall, dass sie das Ruder rumreißen und nicht absteigen. Ich kann mich noch an das Spiel gegen sie erinnern, das war eine hart umkämpfte Partie. Darum traue ich es ihnen schon zu, dass sie den Klassenerhalt schaffen.

beinschuss.de: Hat sich dein Heimatverein aus Ostermünchen schon mal bei dir bedankt, dass du den SVO so bekannt machst?

Weigl: Beim SVO spüre ich im Umfeld schon, dass sie sehr stolz sind, jetzt auf gewisse Art und Weise einen Fußballprofi zu haben. Viele Leute gratulieren mir auch zu meinen Leistungen. Meinem Vater sagen die Leute in Ostermünchen auch immer, dass sie sehr glücklich sind und sich für mich freuen.

beinschuss.de: Du hast ja ein paar SVO Spiele gesehen. Warum hat es deiner Meinung nach dieses Jahr nicht mit dem Aufstieg geklappt?

Weigl: So viele Spiele habe ich nicht gesehen. In Au war es eine harte Partie, die spielerisch vielleicht nicht unbedingt die stärkste war. Darum traue ich mir nicht zu, eine Prognose zu stellen, warum der Aufstieg nicht geklappt hat.

beinschuss.de: Ju, vielen Dank für das spontane Gespräch. Und jetzt viel Erfolg beim U19-Lehrgang.

Weigl: Danke, ich gebe Gas!

Das Interview führte Mano Bonke

Zurück zur Übersicht: Kreisliga 1

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare