Eigentor verhindert Hammerau-Sieg

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Die Hammerauer Mannschaft blieb auch in der siebten Partie in Folge ungeschlagen. Restlose Zufriedenheit herrschte über die 2:2-Punkteteilung beim TSV Peterskirchen jedoch nicht nach dem Abpfiff, auch wenn vor dem Spiel die Mitnahme eines Zählers vom Ex-Bezirksligisten als Erfolg gewertet worden wäre. Begründet war die leichte Enttäuschung, dass eine zweimalige Führung unnötig vergeigt wurde. Speziell den Sieg, bereits in Reichweite kurz vor dem Schlusspfiff, vermasselte man sich durch ein unglückliches Kopfball-Eigentor. Bei strömenden Regen und völlig durchnässtem Platz glich das Aufeinandertreffen eher einem unkalkulierbaren „Wasserballspiel" im nicht optimalem Flutlicht.

Für die Hammerauer begann die Partie bärenstark und ganz nach Wunsch. Unmittelbar nach dem Anstoß behauptete sich Matej Kovacs beim Pressing, den Abschluss angelte sich TSV-Keeper Christian Laxganger. Doch schon in der 3. Spielminute brauste Jubel in der Hammerauer Schlachtenbummler-Kolonie auf: Mit einem Klasse-Pass von Erwin Haas per Außenriss aus der eigenen Hälfte setzte er Kovac am rechten Flügel in Szene. Klug servierte dieser in die Mitte zu Stefan Eisenreich, der die Kugel zur Blitz-Führung für den Club einschob. Fast wäre fünf Minuten drauf das 2:0 fällig gewesen, denn nach einem Eckstoß köpfte Francesco Parillo die Kugel an den Pfosten. Wie schon eine Woche vorher gegen Oberteisendorf hat er das Glück momentan nicht gepachtet.

Hammerau ist das Glück hold

Die Heimelf unter den Fittichen des früheren FCH-Trainers Hermann Reiter konnte zunächst keine Akzente setzen. Auch einen Freistoß lupfte Mathias Asböck weit vorbei. Die Spielweise der Hammerauer Mannschaft mit temporeichen Vorstößen und geschlossener Defensive verlief ganz nach der ausgegebenen Marschroute von Club-Teamchef Brane Aleksic. Zwei Top-Szenen gab's noch vor der Halbzeit zu notieren: In der 35. Minute preschte Kovac rechts nach vorne, servierte quer für Eisenreich, dessen Schuss gerade noch neben dem TSV-Gehäuse abgewehrt werden konnte. Aus dem folgenden Eckstoß entstand ein Gewühl, bei dem die FC-Angreifer zweimal das gegnerische Dreieck ins Visier nahmen, doch in beiden Fällen stand ein Abwehrbein im Weg.

Zwei Minuten drauf hatten die Gäste Fortuna auf ihrer Seite, dass Andreas Högler einen Nachschuss kurz vor der Torlinie entschärfen konnte. Die wichtige „Abwehr-Vorarbeit" hatte der nach seiner Fußverletzung wieder einsatzfähige Keeper Sebastian Bayer geliefert, indem er den 10-m-Knaller von Dominik Schlögel bravourös, zumindest kurzzeitig, entschärfen konnte.

Mit der Pausenführung gingen die Gäste aus Hammerau in die Kabine, völlig verdient, denn es wurden mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Grenzen der Peterskirchener aufgezeigt, die eigenartigerweise auf eigenem Gelände eher passiv und defensiv eingestellt waren.

Spiel nimmt richtig Fahrt auf

Erwartungsgemäß und auch von Aleksic vorgewarnt, sollten im zweiten Spielabschnitt die Gastgeber nun deutlich aggressiver den Kampf aufnahmen. Sie mussten schließlich einem Rückstand nachrennen., was indes nicht lange dauerte. Landete der erste vielversprechende Versuch noch neben dem FC-Gehäuse, so versetzte Mathias Wessely seine Mitspieler und TSV-Anhänger in Freudenstimmung. Eingefädelt wurde das 1:1-Ausgleichstor aus einem langen Freistoß von der linken Seite. Der Ball segelte an Freund und Feind vorbei und auch Bayer konnte nur noch verdutzt nachschauen – der Ball schlug im langen Eck ein. Klar, dass sich FC-Coach Aleksic über die Unachtsamkeit seiner Mannen in dieser Szene ärgerte.

Die bereits zu Bezirksligazeiten mit dem „Club" spannungsgeladenen Partien sollten sich auch in dieser Auseinandersetzung fortsetzen, denn seitens der Gäste wurde sofort wieder versucht Impulse zu setzen: Einen Freistoß von „Speedy" Manuel Weiß köpfte Eisenreich über den Balken; Lucas Dillebourg versuchte es aus der 20-m -istanz – Laxganger zeichnete sich aus, wie ebenso gegen Eisenreich, der bei einem Solo zwei Abwehrspieler düpierte, ehe der TSV-Schlussmann als letzte Endstation rettend eingriff.

Dickes Lob an beide Teams

Völlig verdient zu diesem Zeitpunkt zogen die Hammerauer in der 80. Minute wieder in Front. Ein vom „Spezialisten" Weiß abgefeuerter Freistoß landete noch leicht abgefälscht im langen Eck. Ebenfalls aus einer Standartsituation sollten die Hausherren fünf Minuten später dennoch höchst glücklich wieder zum 2:2-Ausgleich kommen. Schlögl servierte den Freistoß scharf in die kritische Zone. Dass dann die Kopfballabwehr von Verteidiger Stefan Kriechbaumer im eigenen Netz landete, war freilich Pech, doch auch irgendwie ausgleichende Gerechtigkeit zum vorangegangenen Hammerauer Führungstor.

Insgesamt gesehen hätte allerdings ein „Dreier" des FC in Peterskirchen dem Spielverlauf eher entsprochen. Beiden Teams gilt ein Sonderlob, dass sie unter solch schlechten Wetter- und Platzbedingungen dennoch ein ordentliches Spiel hinlegten. In der Tabelle der Kreisliga 2 liegen sie im Mittelfeld weiter punktgleich Kopf-an-Kopf mit jeweils positiver Punktebilanz von fünf Saisonsiegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen und jeweils 18 Punkten.

Pressemitteilung FC Hammerau

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