Doppelschlag durch Popp - Erlbach triumphiert in Derby

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Joker wird zum Helden, Erlbach weiter voll auf Kurs

Mit 2:1 konnte der SV Erlbach das Landesligaderby gegen den TuS 1860 Pfarrkirchen gewinnen. „Joker“ Christoph Popp war der gefeierte Mann des Spiels, der vor 800 Zuschauern sein Team mit einem Doppelschlag nach einer Stunde den Sieg bescherte. Vorher hatte Marc Bruche mit seinem sechsten Saisontor den Gast aus Niederbayern in Führung gebracht.

Lange Zeit sah es allerdings nicht nach einem Erlbacher Sieg aus. Die stark ersatzgeschwächten Gäste unter der Regie von Spielertrainer Felix Würzinger (Coach Alexander Sperl weilte im Urlaub), setzten von Beginn an auf eine sichere Defensive und trugen wenig zum Spielfluss bei. Die Heimelf tat sich ungewohnt schwer und fand nicht zu ihrem Spiel. Es fehlte auch einiges an Elan und Leidenschaft.

So blieben Chancen Mangelware, einzig Ronald Schmidt bediente nach einer tollen Balleroberung Hannes Maier, doch Erlbachs Torjäger scheiterte an Torwart Matthias Buchner. Auf der Gegenseite war es dann Marc Bruche, der Sekunden vor dem Halbzeitpfiff mustergültig angespielt wurde, im Strafraum aber einen Augenblick zulange zögerte. Seinen Abschluss entschärfte Klaus Malec.

"Ich hätte die komplette Mannschaft wechseln können"

„Ich hätte in der Halbzeit die komplette Mannschaft auswechseln können“ kommentierte Erlbachs Trainer Robert Berg den Auftritt seiner Elf. Er wechselte nur zweimal, Lukas Kuhn und Christoph Popp kamen in die Partie. Jubeln durften aber erst einmal die Spieler des TuS, als Bruche im Strafraum angespielt wurde und eiskalt in allerbester Torjägermanier einnetzte  (46.). Dieses Gegentor wirkte wie eine kalte Dusche für die Holzlandkicker, die im Anschluss deutlich mehr investierten und mutig nach vorne spielten.

Nach einer guten Stunde folgte eine Reihe von Eckstößen, allesamt getreten von „Oldie“ Ronald Schmidt, die zu besten Gelegenheiten führten. Torwart Buchner wuchs über sich hinaus und parierte gut platzierte Kopfbälle von Kuhn und Popp. Ein weiterer Versuch von Popp verfehlte das Tor um Zentimeter. Erlbach hatte sich nun festgespielt, Schmidt schlug einen Freistoß auf den langen Pfosten wo Popp lauerte und zum mittlerweile hochverdienten Ausgleich traf. Doch damit nicht genug, Peter Schreiner spielte einen Traumpass auf den Stürmer aus Mehring, der von rechts in den Rücken der Abwehr durchstartete und nur zwei Minuten nach dem Ausgleich seinen zweiten Treffer zum 2:1 markierte (63.). 

„Zehn Minuten fehlte uns die Ordnung und wir haben dumme Stellungsfehler gemacht, das hat gereicht um zwei Tore zu kassieren“ fasste Würzinger diese Phase des Spiels aus seiner Sicht zusammen. „Eigentlich hätten wir einen Punkt verdient gehabt“.

Erlbach voll auf Kurs

In der Folgezeit hatte der SVE deutlich Oberwasser, spielte aber nur noch bis zum Strafraum konsequent. So wurde man in der Schlussphase doch noch einmal in die eigene Defensive gedrängt. Bruche kam zu einer weiteren guten Gelegenheit (80.), vier Minuten später hätte Würzinger fast noch den Ausgleich für die Niederbayern markiert. Sein gekonnter Lupfer wurde von Hausherren-Keeper Malec bravourös zur Ecke geklärt. Die Riesenchance zum 3:1 hatte in der Nachspielzeit einmal mehr Popp, der von Harald Bonimaier bedient wurde und allein vorm Tor auf Kuhn querlegte. Dessen Schuss parierte Buchner, der Nachschuss von Popp ging über den Kasten.

„Christoph Popp bringt eine hohe Qualität mit, es ist natürlich ideal so einen Spieler von der Bank bringen zu können“ lobte Berg den Matchwinner und stellte ihm einen Platz von Beginn an in Aussicht. „Heute war es ein Zittersieg, aber wir gewinnen in diesem Jahr anscheinend auch endlich mal die knappen Spiele, in der vergangenen Saison war das zum Teil noch anders“.

Nach sechs Spieltagen hat der SV Erlbach nun 11 Punkte auf dem Konto – einen Punkt mehr als in der so erfolgreichen Vorsaison. Ein Umstand den man aufgrund der teilweise stark überzogenen Erwartungshaltung im Erlbacher Umfeld deutlich hervorheben muss.

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