Vorschau: SB DJK Rosenheim - FC Töging

Töging muss punkten - Was ist los beim Sportbund?

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Welche Auswirkungen hat Matthias Pongratz' Abgang?

Rosenheim - Im direkten Duell zweier Inn/Salzach-Vertreter in der Landesliga Südost trifft der SB Rosenheim am Samstag auf den FC Töging. Während die Gäste in letzter Zeit richtig gut drauf sind, allerdings weiter jeden Punkt brauchen, wird es auf Seiten der Gastgeber vor allem spannend sein zu beobachten, wie sich Mannschaft und Umfeld nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Matthias Pongratz präsentieren.

Im Duell auf dem Sportbund Campus (Samstag 14:00 Uhr) trifft der aktuelle Siebte des Landesliga Rankings  auf den Tabellenelften. Die Gäste aus Töging zeigten sich in den letzten Wochen äußerst formstark und stabil und präsentierten sich kontinuierlich mit ansehnlichen Leistungen. Man könnte locker davon sprechen, dass sie sich nach überraschend schlechten zwei Dritteln der Saison nun endgültig gefangen haben. Inhaltlich ist dies sicher richtig. Wer das Team der Töginger nach dem Winter gesehen hat, spürt, dass da eine andere Mannschaft auf dem Platz steht. Sicherlich auch ein Verdienst von FCT-Trainer Adam Gawron, der die richtigen Stellschrauben gefunden zu haben scheint.

Töging in den letzten Wochen stark verbessert

Die Tabellensituation gönnt den Tögingern aber vorerst weiter keine Ruhe. Da auch andere Tabellenkinder fleißig gepunktet haben, brauchen die Männer vom Wasserschloss weitere Zähler, wenn sie auf der sicheren Seite sein wollen. Am Besten deren drei - allerdings immer unter dem Vorbehalt, dass wie zuletzt, hinten kaum mehr etwas anbrennt. Denn verliert man beim Sportbund, könnte man auch in der Tabelle wieder eingeholt oder überholt werden. In dieser Landesliga weiß man schließlich nie. 

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Im Lager der Gastgeber hingegen herrschen, wie endgültig am Freitag bekannt wurde, momentan chaotische Zustände. Eigentlich sollte aufgrund unterschiedlicher strategischer Zukunftsvisionen des mittlerweile ehemaligen Cheftrainers Matthias Pongratz und der Fußball-Abteilungsleitung zum Ende der Saison die Zusammenarbeit beendet und der Staffelstab geregelt an ein neues Trainerteam übergeben werden.

Wie sie sich beim SBR das neue Konzept "Sportbund 2020" konkret vorstellen, erläuterte Abteilungsleiter Rainer Pastätter bereits hier in einem Interview mit Beinschuss Direkt.

Chaotische Zustände und Querelen beim Sportbund

Mit dem Duo Sepp Heller und Werner Wirkner schien eine passende Lösung auch in die Wege geleitet, die Verzahnung von Nachwuchs, Zweiter Mannschaft und Landesliga-Truppe gemäß der neuen Ausrichtung gesichert. Bis zum Ende dieser Woche. Jetzt herrscht plötzlich Trainer-Wirrwarr beim SB DJK Rosenheim. Denn Pongratz hat überraschend sofort hingeschmissen.

Er konnte oder wollte sich wohl nicht länger mit der Situation arrangieren, auch jetzt schon Teile seines Landesliga-Kaders für die Zweite Mannschaft abstellen zu müssen, wie es heißt. Für den Verein ist es jedoch essentiell, die abstiegsgefährdete Zweite in jedem Fall in der Kreisliga zu halten, um dem Nachwuchs - und vor allem dem bärenstarken momentanen U19-Jahrgang - entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des eigenen Vereins bieten zu können.

Zunächst hieß es auch, Wirkner übernehme sofort. Da er sich aber vorrangig der "Mission Klassenerhalt" der Zweiten widmen soll, wird am Samstag erst einmal Josef Stockbauer an der Linie stehen. Der 60-jährige frühere Bayernliga-Spieler ist aktuell eigentlich Coach der U17 beim Sportbund.

Keine Veränderung am Sportbund-Kader - Abstiegsgefahr reine Theorie

Am Kader des Landesliga-Mannschaft wird sich vorerst wohl nichts ändern - schließlich soll der Kreisliga-Truppe weiterhin ein möglichst schlagkräftiges Team zur Verfügung gestellt werden. Die interimsmäßig agierenden sportlichen Verantwortlichen werden also auf mehr oder weniger die gleichen Spieler zurückgreifen können, wie zuletzt Pongratz. Stürmer Xaver Jäger ist nach wie vor verletzt.

Absteigen könnte der Sportbund Rosenheim nur noch höchst theoretisch. Schon ein Punkt an diesem Samstag könnte auch rechnerisch den endgültigen Klassenerhalt bedeuten, um den man sich auf dem Campus nicht mehr wirklich Sorgen machen muss - je nachdem wie die anderen Spiele enden. Sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegs-Relegationsrang sind ein sicheres Faustpfand, bei drei noch ausstehenden Spielen. Mehr noch, da die hinter den Rosenheimern liegenden Mannschaften auch noch gegeneinander antreten müssen und sich dabei gegenseitig Punkte wegnehmen werden. Zudem hat der Sportbund auch noch die gewonnenen direkten Vergleiche gegen Manching, Geretsried und Gerolfing in der Hinterhand.

Hat das Trainer-Wirrwarr Auswirkungen auf die Einstellung?

Ob sich an der Einstellung des Teams etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Eine spannende Frage angesichts des Hau-Ruck-Wechsels auf der Trainer-Position und der quasi bereits erfolgten Rettung in der Tabelle in Verbindung mit dem vereinspolitisch motiviert dezimierten Kader. Die Töginger werden wohl ein klein wenig darauf hoffen, sich allerdings auch nicht allzu groß damit beschäftigen - und schon gar nicht darauf verlassen.

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