Leitmeier erlöst "Anschöring"

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Es hat ein wenig an die Auswärtsreise zuvor erinnert, als der SV Kirchanschöring in der Fußball-Landesliga Südost bei tiefstehenden und fightenden Gerolfingern am Ende knapp den Sieg verpasste, diesen Bock hat der SVK am Samstag beim ebenfalls unangenehmen Gegner SV Hebertsfelden aber umgestoßen und mit 1:0 gewonnen. Nach den zwei zuletzt eingefahrenen Unentschieden gelang den Gästen ein wichtiger Dreier, der bedeutet, dass die „Anschöringer“ nun neun Spiele in Serie ungeschlagen sind und in den elf Spielen dabei magere sechs Gegentore hinnehmen mussten.

 

Insgesamt war es sogar das siebte Spiel in dem die Gäste keinen Gegentreffer kassierten, die sattelfeste Abwehr um den diesmal hütenden Torspieler Lu Hoyer stand abermals gut. Ohnehin stellte sich dem  SVK in Niederbayern wieder mehr die Aufgabe, den kompakten SVH-Abwehrriegel aus den Angeln zu heben. Die Hebertsfeldener selbst stecken nämlich knöcheltief im Abstiegssumpf, gegen die Kirchanschöringer Crew gabs nämlich die vierte Schlappe in Folge, bei erst einem Saisonsieg. Deshalb hatte selbst die Abteilungsleitung wenige Tage zuvor an das Team, die Trainer, die Zuschauer und das gesamte Umfeld einen Appell verfasst, nun alles für den SVH-Erfolg zu geben.

 

 

Das gelang im ersten Abschnitt ganz gut, denn die „Anschöringer“ taten sich erst einmal schwer gute Chancen zu kreieren, weshalb Spielertrainer nicht ganz Zufrieden war mit der Vorstellung seines Teams. Zwei Mal hätte es klappen können mit einem Torerfolg, doch auch die zwei besten Gelegenheiten zum Einschuss in Halbzeit eins fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft, so rutschte Christian Heinrich die Kugel in Minute 18 aus guter Position über den Schlappen, ehe Stephan Schmidhuber knapp an einer Hereingabe von Yasin Gürcan vorbei rauschte. Es war eine zähe Angelegenheit für trotzdem bessere Kirchanschöringer, die aber im zweiten Durchgang deutlich zulegten.

 

 

Dies lag unter anderem auch an einem Wechsel bei den Gästen. Sebastian Leitmeier schnürte sich zur zweiten Halbzeit die Treter und sollte später entscheidenden Einfluss auf den Ausgang haben. Bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn setzte er ein erstes Ausrufezeichen, als „Leiti“ von Albert Eder bedient wurde, beim Abschluss aber kein Glück hatte. Trotzdem signalisierte es deutlich, dass der SVK nun besser in die Partie kam und vor allem Druck erzeugte. Mit gutem Fußball schafften es die Gäste immer wieder zum Abschluss zu kommen, doch „Leiti“ und „Heini“ kamen nach 50 Minuten nicht zum Abschluss gegen die vielbeinige Abwehr, während Gürcan (53.) und Thaddäus Jell (60.) mit ihren Versuchen aus der Distanz das Tor knapp verpassten.

 

 

Die „Anschöringer“ spielten, die Hebertsfeldener stemmten sich mit aller Kraft dagegen, am Willen war beiden Teams also gar nichts abzusprechen, die sich nach 72. Minuten übrigens in eine zweite Spielpause begeben durften, als es stark gewitterte und die Partie vom Schiedsrichter Tobias Baumann für zehn Minuten unterbrochen wurde. Nach Wiederbeginn warfen die Kontrahenten alles in die Waagschale und in der 83. Minute sahen die spärlichen 110 Besucher die größte SVH-Chance Mischa Weißbrodt hatte die Führung auf dem Schlappen, schafft es aber nicht zum 1:0 zu vollstrecken. Ein Mal kurz geschüttelt legten die Männer von der Ache nach – und das mit Erfolg. Wie gegen Gerolfing vor zwei Wochen war es ein Ringen und Kämpfen bis zum Schluss, diesmal fuhren die Gelb-Schwarzen aber die verdiente Ernte ein. „Und besonders gefreut hat mich, dass es „Leiti“ war, der das Tor gemacht hat, nachdem ich unter der Woche ein langes, gutes Gespräch mit ihm hatte“, erzählte Patrick Mölzl nach der Partie. Die Freude war übrigens nicht nur bei ihm riesig, als „Leiti“ zwei Minuten vor Schluss aus dem Gewühl im SVH-Strafraum mit einem abgefälschtem Schuss in die Maschen traf, brachen alle Dämme, der nun etwas rehabilitierte Torjäger sprintete zur Eckfahne und hinter ihm her ein Rudel in gelb-schwarz. „Erste Halbzeit war ich nicht ganz zufrieden. In der zweiten haben wir dann gut gespielt und mit einer geschlossenen Team- und Willensleistung gewonnen“, so Mölzl abschließend. Pressemitteilung SV Kirchanschöring

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