Sand im Getriebe bei Kirchanschöring

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Es steckt weiterhin Sand im Getriebe des Fußball-Landesligisten SV Kirchanschöring, der den erhofften Befreiungsschlag im Heimspiel gegen den FC Gerolfing (1:1) verpasst hat. Dabei bot sich den 351 Zuschauern ein mittelmäßiges Landesliga-Spiel, das auf seine eigene Art einen durchaus hohen Unterhaltungswert hatte. Daran beteiligt war unter Anderem der Unparteiische Christoph Wiesnet und einer seiner Assistenten Florian Nothaft, die in Halbzeit eins gleich zwei Mal auf Strafstoß entschieden – jeweils ziemlich zweifelhaft. So resultierten beide Tore nach Elfmetern. Unschöne Hingucker waren die Verletzungen der „Anschöringer“ Manuel Omelanowsky und Thaddäus Jell. Omelanowsky wurde mit alten Problemen konfrontiert, als er sich zwei Mal binnen kurzer Zeit die Schulter auskugelte. Bereits  in der A-Jugend musste „Omo“ deshalb operiert werden. Für ihn kam noch in der ersten Halbzeit Youngster Michael Auer zum Einsatz (36.). Zehn Minuten später war das Spiel auch für Thaddäus Jell gelaufen: Der Neuzugang der sein Startelf-Debüt für den SVK feierte erlitt in Folge eines harten Zweikampfes einen Unterarm-Anbruch.   Ansonsten ist das Geschehen der ersten 45 Minuten schnell auf den Punkt zu bringen. Bei beiden Teams blieb spielerisch Luft nach oben, auch der Funke von Mannschaft zum Publikum sprang auf Heimseite nicht so richtig über. Obwohl im ersten Durchgang durchaus ein Chancenplus zu verzeichnen war. Nachdem bis zur 20. Minute noch der letzte Pass nicht ankam, klingelte es mit der ersten Einschuss-Chance im FC-Kasten. Sebastian Leitmeier erhielt einen minimalen Rempler in Folge eines Einwurfs in den Strafraum. „Leiti“ fiel nach vorne und erhielt vom Schiedsrichter einen schmeichelhaften Elfmeter-Zuspruch. Dem frisch gebackenen Vater war´s egal, er legte sich die Kugel selbst zurecht und verwandelte souverän zum 1:0. Kurz nach der Führung hätte es beinahe ein zweites Mal geklingelt: Alois Strasser richtete sich das Leder nach einem abgewehrten Eckball per Brust zurecht und donnerte es per Dropkick an den Pfosten – haarscharf am Traumtor vorbei!   So blieb es beim knappen Vorsprung, den die Gerolfinger eine Viertelstunde nach der SVK-Führung egalisierten.  Wieder war es eine zweifelhafte und etwas kuriose Elfmeter-Entscheidung des nicht ganz sicheren Schiedsrichter-Gespanns.  Noch während der Ball bei einer Gerolfinger-Freistoßflanke in der Luft war riss Assistent Nothaft die Fahne in die Höhe. Stephan Schmidhuber ließ sich so dazu hinreißen, mit der Hand an den Ball zu gehen. Referee Wiesnet pfiff Elfmeter, zum Erstaunen der Hausherren. Dann folgte eine kurze etwas unklare und auf 15 Meter Distanz geschehende Konversation der Unparteiischen, ehe Wiesnet die Hand in die andere Spielrichtung, also für einen SVK-Freistoß hob, bis er sich doch umentschied und auf den Punkt zeigte. Von Patrick Mölzl scharf darauf angesprochen, ließ der Assistent den Kirchanschöringer Coach auf die Tribüne verweisen. Von dort aus sah Mölzl im zweiten Durchgang eine ebenso unspektakuläre Vorstellung seiner Elf. Obwohl die Chancen zum Sieg da gewesen wären, fehlte der Pfiff, das letzte Quäntchen Entschlossenheit im gesamten SVK-Spiel. Symptomatisch eine Szene aus der 79. Spielminute, als „Leiti“ von halbrechts durchbrach und anstatt selbst abzuschließen versuchte Christian Heinrich in Szene zu setzen, der den Querpass knapp nicht erreichen konnte – Chance vertan. 30 Minuten zuvor scheiterte Leitmeier nach einem Solo am herausstürzenden Gerolfinger Keeper Marco Ernhofer. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1-Remis zu Buche, mit dem beide Teams und vor allem der SV Kirchanschöring nicht wirklich etwas anfangen kann. (bt)

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