Beinschuss-Classics: Gunst der Stunde verdient genutzt!

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Grenzenloser Jubel nach dem BOL-Aufstieg: Charly Meier und Coach "Bärli" Ziegler.

Wir haben für Euch unser Archiv durchstöbert und die alten Beinschuss-Hefte ausgegraben. Während der Winterpause präsentieren wir Euch einige Highlights aus vergangenen Tagen. Im Juni 2002 steigt der SB Rosenheim nach einem kampfbetonten Spiel gegen den ASV Dachau in die Bezirksoberliga auf.

Reischl: "Zu viele Fehler gemacht" - SB macht scheidendem "Bärli" ideales Abschiedsgeschenk

Der Verlauf der Partie aus der Perspektive des Scheidenden hätte wohl schöner nicht verlaufen können. Eine gute Saison gespielt, immerhin Platz 3 anvisiert, der Skandal - vom SBR keinesfalls geschürt - und plötzlich, die Koffer waren längst gepackt, noch die Chance zu absolut Unverhofftem. Eine Energieleistung gegen den Fußballclub Garmisch, um gegen den ASV Dachau den Aufstieg zu erzwingen.

Ziegler musste aufgrund der Verletzung von Parstorfer die Mannschaft auf einer Position umstellen. Ideal, dass genau zu diesem Zeitpunkt Fertig mit seiner Rotsperre fertig war. Fertig macht sein Ding, indem er den vierfachen Torschützen der vorausgegangen Partie gegen Ebersberg mit wenigen Ausnahmen fertig machte. Schachzug 1: erstklassig geklappt. Der zuletzt oft gescholtene Weiss machte eine ganz starke Partie hinter den Spitzen, zwei Tore, eine Vorlage, lassen so manche Ballverliebtheit vergessen. Ähnliches gilt für Rotschopf Donbeck, der auf der linken Seite an eine technisch versierte Walz aus der Pfalz erinnerte. Zwei Trumpfkarten, die zunächst dem Spiel den Stempel aufdrückten.

Alles richtig gemacht!

Nach dem 3:2 Anschlusstreffer setzt der Coach auf die defensivere Variante und bringt Schneider für A-Junior Kirchberger. Ersterer lenkt die Partie nach einem 20-minütigen Einsatz mit dem 4:3 in die entscheidende Bahn. "Meier ersetze ich für den ausgepumpten Weiss, Stahuber lasse ich noch für einen möglichen Konter drauf", werden wohl seine letzten Gedanken gewesen sein, ehe die Dinge ihren Lauf nahmen und 20 Minuten später der Schlusspfiff ertönte.

Alles richtig gemacht kann man da nur sagen. Die leise Vorahnung der "Wiederholbarkeit vergangener Ereignisse" ist eingetreten. Servus Bärli, die Pause sollte eine weitere Babypause nicht überschreiten!

Tore: 1:0 Fußstetter (2.), 1:1 Wölkhammer (14.), 2:1 Weiss (22.), 3:1 Weiss (54.), 3:2 Bösl (55.), 3:3 Wölkhammer (76.), 4:3 Schneider (79.), 5:3 Stahuber (90.)

Die Stimmen zum Spiel

Herbert Reischl (ASV): "Wir brauchen uns nicht zu wundern, da wir von der ersten bis zur letzten Minute hinten sehr unkonzentriert waren. Der SB hat unsere vielen Fehler konsequent ausgenutzt und verdient gewonnen. Für uns ist es bitter, da wir die ganze Saison mit Ausnahme eines 3:3 nie mehr als zwei Gegentore kassiert haben."

Hans Jürgen Ziegler (SBR): "Kompliment an die Mannschaft, die sogar nach dem psychologisch ungünstigen 3:3 noch einmal zurückgekommen ist. Wir haben uns nach den jeweiligen Führungstreffern teilweise ungeschickt verhalten, dennoch waren wir insgesamt den entscheidenden Tick stärker als der ASV. Ich bin froh, dass wir nicht am grünen Tisch aufgestiegen sind, sondern uns mit zwei guten Spielen qualifiziert haben.

 

Quelle: regional Beinschuss, Heft 40, 25. Juni 2002

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