Beinschuss-Direkt: "Ich will in die Regionalliga!"

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Dominik Süßmeier im Trainingslager in Belek im Spiel gegen den bosnischen Erstligisten FL Mladost Doboj

Keine der "großen" Jugendabteilungen von einem der bayerischen Profiklubs durchlaufen und doch bis in die Regionalliga hochgearbeitet: Mit Fleiß und einer gehörigen Menge an Ehrgeiz schaffte es Dominik Süßmeier zu einem der besten Keeper der Region zu werden.

Keine der "großen" Jugendabteilungen von einem der bayerischen Profiklubs durchlaufen und doch bis in die Regionalliga hochgearbeitet: Mit Fleiß und einer gehörigen Menge an Ehrgeiz schaffte es Dominik Süßmeier über die Stationen SV Forsting-Pfaffing, DJK-SV Edling und den TSV 1880 Wasserburg bis zum Stammtorhüter in der Regionalliga Bayern beim TSV Buchbach. Im vergangenen Sommer wechselte der gebürtige Wasserburger zum TSV 1860 Rosenheim in die Bayernliga. Nach seinem ersten halben Jahr in Rosenheim traf ihn beinschuss.de zum Interview, in dem er über seinen persönlichen Werdegang, die derzeitige Situation seiner Mannschaft sowie seine persönlichen Ziele spricht.

beinschuss.de: Servus Domi, wie geht’s? 

Dominik Süßmeier: Gut geht’s mir, danke. Wir haben zwar eine sehr anstrengende Trainingswoche in Belek in der Türkei hinter uns mit täglich zwei Trainingseinheiten, aber generell geht es mir sehr gut und ich bin fit.

Ihr habt jetzt seit Anfang der Vorbereitung einen neuen Trainer. Was sind deine Eindrücke aus den ersten Einheiten?

Süßmeier: Ich kenne Klaus Seidel jetzt schon seit langem aus meiner Zeit in Wasserburg. Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Er will viel verändern, vor allem das Spielsystem. Das merkt man in jedem Training.

Jetzt sind es noch knapp drei Wochen bis zum Saisonstart. Wie siehst du die derzeitige Situation und wie schätzt du die Mannschaft ein? 

Süßmeier: Meiner Meinung nach ist mit unserer jungen Mannschaft nach vorne hin alles möglich. Für mich persönlich ist das erste Spiel der Rückrunde ganz klar das wichtigste und wird meiner Meinung nach ein Wegweiser für die restliche Saison. Wenn wir es schaffen, einen guten Start hinzulegen, können wir nach vorne hin alles schaffen.

Was sind deine persönlichen Ziele? 

Süßmeier: Mein persönliches Ziel ist der Aufstieg in die Regionalliga. Aber vorrangig will ich gute Leistungen bringen und der Mannschaft somit helfen, so weit vorne wie möglich mitzuspielen. 

Du hast nie bei einem größeren Verein in der Jugend gespielt und trotzdem hast du es bis in die Regionalliga geschafft. Wie erklärst du dir diesen Erfolg? 

Süßmeier: Da mein Vater in Forsting gespielt hat, war ich dort auch in der Jugend und meine Eltern haben mich immer ins Training gefahren. Ab der B-Jugend, nachdem ich ein Jahr Pause gemacht hatte, ist mein Vater jeden Tag mit mir an den Bolzplatz nach Reitmehring gefahren und hat mit mir trainiert. Während die anderen bei 35 Grad am See waren, habe ich Läufe gemacht oder war eben mit am Bolzplatz. Ich wollte immer nach oben kommen im Fußball. Durch die harte Arbeit und durch das ständige Trainieren mit meinem Vater bin ich dann Stammtorhüter beim TSV Buchbach geworden. Ich denke ich hätte es im Fußball noch weiter schaffen können, wenn ich schon als Jugendlicher einen solchen Ehrgeiz gehabt hätte. Außerdem hat mich meine Frau immer unterstützt in dem, was ich gemacht habe - obwohl ich oft nur sehr selten zuhause war und immer noch bin. 

Was ist für dich der Unterschied zwischen der Regional- und der Bayernliga? 

Süßmeier: Spielerisch ist die Regionalliga der Bayernliga klar einen Schritt voraus. Die zweiten Mannschaften der Profivereine sind einfach top ausgebildet.

Was war die bisher schönste Zeit, die du im Fußball erlebt hast? 

Süßmeier: Die ersten zwei Jahre in Buchbach waren wirklich überragend. Die Zuschauer, das Umfeld, auch meine eigene Leistung, die so gut wie immer gepasst hat, das war wirklich toll. Mit den zwei Hain-Brüdern bin ich immer ins Training gefahren, die haben mich super aufgenommen, deshalb war das für mich die bisher beste Zeit. Hier in Rosenheim gefällt's mir jetzt aber auch richtig gut. Die Vorrunde war sehr spannend und ich freue mich schon auf die Rückrunde und auf den Erfolg der Mannschaft.

Wie zufrieden bist du mit deinem Wechsel zu 1860 und was hältst du von der Truppe? 

Süßmeier: Wir haben eine tolle Truppe. Die Mannschaft ist sehr jung aber hat ein riesen Potential und ich bin davon überzeugt, dass wir alles aus uns rausholen werden.

Was sagst du zu deiner eigenen Position in der Mannschaft und zur Tabellenkonstellation?

Süßmeier: Mit meiner eigenen Leistung bin ich zufrieden. Vor allem Robert Mayer und Peter Martin haben mich als Trainer und Torwarttrainer nochmal sehr gepusht, die beiden können einfach top motivieren. Was ich wirklich schade finde ist, dass wir im Moment „nur“ fünfter sind. Wir haben viele Punkte in den letzten Minuten liegen lassen und könnten in der Tabelle zwei oder drei Plätze höher stehen, wenn wir das in der Hinrunde verhindern hätten können. Aber das ist Vergangenheit, wir werden versuchen das ab dem ersten Spieltag der Rückrunde besser zu machen! 

Wo siehst du die Mannschaft am Ende der Saison? 

Süßmeier:Am liebsten würde ich natürlich erster werden.Der zweite Platz ist für uns meiner Meinung nach auf jeden Fall drin.

Jetzt ist mit Mario Stockenreiter ein 18-jähriger Torwart aus der eigenen Jugend in die Mannschaft gerückt. Wie ist euer persönliches Verhältnis und spürst du schon etwas Druck von ihm? 

Süßmeier:Erst einmal muss ich sagen, dass Mario ein super Typ ist und wir uns wirklich gut verstehen. Solange ich da bin will ich natürlich immer spielen und das Ziel Regionalliga irgendwann mit Rosenheim erreichen.

Zu deinem persönlichen Ziel Platz 2: Wer wären deiner Meinung nach die größten Konkurrenten? 

Süßmeier: Garching, Pullach und Unterföhring werden meiner Meinung nach mit uns die größten Rollen im Aufstiegskampf spielen. 

Zum Abschluss noch eine Frage: Was war die bisher schlimmste und die beste Erfahrung in deiner Laufbahn? 

Süßmeier: Mein am schlechtesten in Erinnerung gebliebenes Spiel war in Hof, als ich einen Spieler ausspielen wollte, er mir den Ball wegnahm und den Ball ins Tor schob. Das beste Spiel war damals mit Buchbach zuhause gegen Ismaning. Es stand 1:1, wir hatten eine rote Karte gegen uns bekommen und bekamen in Unterzahl einen Elfmeter gegen uns. Den von Uli Fries geschossenen Elfer hielt ich und wir gewannen das Spiel in letzter Sekunde noch mit 2:1. Das war für mich das bisher schönste Erlebnis.

Vielen Dank für das Interview Domi und viel Erfolg für die restliche Saison!

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