Beinschuss-Direkt: "Es wird sich einiges ändern!"

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Andreas Sollinger ist die Identifikationsfigur beim SBR

Nach dem bitteren Abstieg der Rosenheimer aus der Bayernliga steht Sportbund-Kapitän Andreas Sollinger der Beinschuss-Redaktion nun Rede und Antwort. Der Innenverteidiger spielt seit 1997 für den Verein, und gilt somit als absolute Identifikationsfigur.

Nach dem bitteren Abstieg der Rosenheimer aus der Bayernliga steht Sportbund-Kapitän Andreas Sollinger der Beinschuss-Redaktion nun Rede und Antwort. Der Innenverteidiger spielt seit 1997 für den Verein, hat alle Höhen und Tiefen der letzten Jahre durchlebt und gilt somit als absolute Identifikationsperson. Im Gespräch mit beinschuss.de lässt der Rosenheimer die vergangene Saison revuepassieren und gibt uns einen Ausblick in die kommende Saison. Lest selbst wie es beim SBR nach dem Abstieg weitergeht!

beinschuss.de: Hallo Andi, für den Sportbund Rosenheim ist am Samstag in Landshut eine lange und schwierige Saison zu Ende gegangen. Wie fällt dein Fazit aus?

Andreas Sollinger: Wir sind einen Spieltag vor Saisonende direkt abgestiegen, rückblickend war das sportlich natürlich keine gute Saison. Wir sind erst in den vergangenen Wochen so richtig in Fahrt gekommen, abgestiegen sind wir meiner Meinung nach schon viel früher. Besonders bitter war der Ausgleich gegen Raisting im ersten Punktspiel 2015. Diese zwei Punkte haben uns am Ende gefehlt. Ich bin mir sicher, dass wir es über die Relegation in der aktuellen Verfassung geschafft hätten.

Was bedeutet der Abstieg für den Sportbund Rosenheim?

Sollinger: In den letzten Jahren ging es stetig bergauf, irgendwann kommt der Punkt an dem das Ganze stagniert oder eben auch mal wieder bergab geht, das war uns allen bewusst. Der Abstieg tut natürlich weh und hinterlässt auch seine Spuren, den Verein wirft das jedoch nicht aus der Bahn, dafür ist der Sportbund Rosenheim zu gut aufgestellt. Ich bin mir sicher, dass sowohl die zweite in der Kreisliga als auch die erste Mannschaft in der Landesliga eine gute Rolle in der kommenden Saison spielen werden.

Warum hat es letzten Endes nicht für den Klassenerhalt gereicht, was hat euch in dieser Saison gefehlt?

Sollinger: Uns hat von Beginn an die Kontinuität gefehlt. Wir haben nie mehr als zwei Spiele am Stück gewonnen. So war es schwierig ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen, das hatten uns die Teams auf Augenhöhe voraus. Die daraus resultierende Verunsicherheit hat sich in individuellen Fehlern bemerkbar gemacht, wir standen uns in dieser Saison einfach zu oft selber im Weg. In der kommenden Saison wird uns das in diesem Ausmaß mit Sicherheit nicht mehr passieren. 

Folgt nun der große Umbruch beim SBR?

Sollinger: Es wird sich einiges ändern, das kann ich schon einmal verraten. In jeder Saison gibt es zu Beginn einen Umbruch, mal etwas größer, mal etwas kleiner. Nach dem Abstieg wird es vor allem personell einige Veränderungen geben. Ich bin mir aber sicher, dass unsere Verantwortlichen auch diese Situation meistern und für die kommende Saison eine schlagfertige Truppe zusammenstellen werden. Das hat in den letzten Jahren immer ganz gut geklappt.

Wie wird der Kader in der kommenden Saison ausschauen, mit Mario Staudigl hat euch ja bereits ein Leistungsträger verlassen?

Sollinger: Die sportliche Leitung und das Trainerteam beschäftigen sich seit Wochen intensiv mit der Kaderplanung für die kommende Saison, deshalb mache ich mir keine großen Sorgen, dass sie trotz der Abgänge eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Rennen schicken werden. Details werde ich keine ausplaudern, da aktuell sehr viele Gespräche stattfinden und sich die ein oder andere Verhandlung in der heißen Phase befindet. Nach dem Abstieg wird es ein paar Abgänge mehr geben, das ist normal. Dafür wurde ja auch schon der ein oder andere Neuzugang bekannt gegeben.

Traust du der Mannschaft den direkten Wiederaufstieg zu?

Sollinger: Das wird sehr schwer, beim Sportbund Rosenheim ist aber immer alles möglich. Wir wollen auf jeden Fall vorne mitspielen, das sollte schon der Anspruch eines Bayernligaabsteigers sein. Ob das letzendlich auch klappt, wird sich zeigen. Nach eineinhalb Jahren Abstiegskampf ist es nun wieder an der Zeit für ein Erfolgserlebnis.

Zum Abschluss, du bist seit 1997 beim Sportbund Rosenheim, was macht den Verein so besonders?

Sollinger: Wir sind einfach ein eingeschworener Haufen, der sich auf aber auch neben dem Platz super versteht. Der Großteil der Spieler kommt aus der Region und spielt schon seit Jahren zusammen, ich denke das gibt es in dieser Form nur ganz selten im höherklassigen Amateurfußball. Natürlich steht auch beim Sportbund Rosenheim der Erfolg im Mittelpunkt, die Spieler und Verantworltichen wissen aber auch, dass es weitaus Wichtigeres im Leben gibt und nicht jeder das Privileg hat auf diesem Niveau Fußball spielen zu dürfen. Aus diesem Grund macht es beim SBR in guten aber auch in schlechten Zeiten Spaß. Ich denke, das unterscheidet den Verein von vielen anderen.

Vielen Dank für das Gespräch und eine erholsame Sommerpause!

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