VfL bietet Nürnberg lange Paroli

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"Club"-Damen waren in Waldkraiburg zu Gast

Die Mannschaft des 1. FC Nürnberg II schlug auch dieses seine Zelte zur Saisonvorbereitung in Waldkraiburg auf. Nach zwei intensiven Trainingstagen folgte dann als Abschluss das Vorbereitungsspiel der beiden Damenteams. Letztendlich gewannen die Gäste etwas glücklich mit 2:1 (1:1) gegen die ersatzgeschwächten Industriestädterinnen. Nach 21 Minuten ging die Brandlmaier-Truppe durch Patricia Zankl in Führung. Bereits drei Minuten später der Ausgleich durch Saskia Fischer. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem man kaum merkte, dass die Nürnbergerinnen zwei Spielklassen höher positioniert sind. Erst kurz vor Schluss kamen die Gäste durch einen verwandelten Foulelfmeter der Ex-Bayern-Spielerin Laura Pühler, zum Siegtreffer (83.).

Ganz kurzfristig wurde die Partie vom Nebenplatz ins Jahnstadion verlegt und so dauerte es eine ganze Zeit, bis sich die Damen an das größere Spielfeld gewohnt hatten. Nach einem eher verhaltenen Beginn entwickelte sich dann eine interessante und ausgeglichene Partie, bei der der Klassenunterschied kaum spürbar zu sehen war. Den Nürnbergerinnen steckten merklich die harten und intensiven Trainingseinheiten in den Knochen.

Obwohl der VfL stark ersatzgeschwächt angetreten war, u.a. fehlte Torfrau Ani-Maria Gaita und fünf weitere Stammspielerinnen, war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die junge Truppe der beiden Brandlmaier-Buam setzte das neue Spielsystem gut um und konnte mit der ersten guten Möglichkeit die Führung erzielen. Mari Müller bewies Übersicht und schickte mit ihrem Pass in die Tiefe Patricia Zankl auf den Weg. Sie nahm den Ball an und ließ der herauslaufenden Nürnberger Torfrau Kathrin Müller keine Chance, als sie eiskalt den Ball im langen Eck versenkte (21.). Der Jubel wehrte nur kurz, denn nur wenige Minuten später fiel der Ausgleich. Saskia Fischer überlupfte nach einem langen Ball in den Strafraum die U17 Torhüterin Lara Tekneyan zum 1:1.

Zweite Hälfte bietet allerlei Chancen

Danach nahm das Spiel Fahrt auf und es entwickelte sich ein gut anzusehendes Damenspiel auf einem hohen Niveau. Bestes Beispiel die 36. Minute, Marianne Müller tauchte frei vor der 1.FCN Torfrau auf, die ihren Schuss nur abklatschen lassen konnte. Den Nachschuss wehrte sie dann zur Ecke ab. Obwohl die Ecke gut und scharf in den 16er kam, konnten die Gäste klären und es entwickelte sich ein Konter. Die schnelle Jessica Haas setzte sich durch und drang in den Strafraum ein. Mit einem beherzten Einsatz konnte Lara Teknayan den Ball noch abwehren. Aber auch den Nachschuss brachte Haas nicht im leeren VfL-Tor unter. So ging`s mit 1:1 in die Pause. Die über 50 Zuschauer im Jahnstadion applaudierten den Damen für die bis dahin gezeigte Leistung.

In der zweiten Halbzeit gab es mehrere Möglichkeiten auf beiden Seiten. Nach dem Pass durch die Schnittstelle der Vierer-Abwehrkette von Zankl kam Lisa Winterer frei zum Schuss. Nur ganz knapp strich das Leder über die Latte (56.). Nur zwei Minuten später hatte die erfahrene Mona Grübl die Führung auf dem Fuß. Torfrau Kathrin Müller riskierte Kopf und Kragen, als sie der Ball mitten ins Gesicht traf und sie danach benommen liegen blieb. Nach einer kurzen Behandlung ging es dann aber weiter. Kurz drauf verfehlte die eingewechselte Tati Riebesmeier nur knapp ihr Ziel. Aber auch die Gäste hatten ihre Chancen. Nach einer Ecke kam Laura Pühler aus spitzem Winkel zum Schuss, bei dem sich Tekneyan schon ganz lang machen musste, um ihn noch abzuwehren. Nach einem langen Ball auf Fischer, die scharf in den Strafraum flankte, konnte Lisa Scharf im letzten Moment vor der einschussbereiten Haas klären.

VfL vergibt verdienten Ausgleich

Dann die 83. Minute. Nach einem Abspielfehler ging die eingewechselte Christina Wagner allein auf Torhüterin Tekneyan zu. Beim Versuch sie zu umspielen wurde sie von ihr zu Fall gebracht. Folgerichtig gab es Elfmeter, den Laura Pühler sicher verwandeln konnte. Kurz vor Schluss hätte Mara Müller noch den Ausgleich erzielen können, doch sie legte sich den Ball ein wenig zu weit vor, so dass ihre Namensvetterin Kathrin Müller klären konnte. So konnten die Nürnbergerinnen, wie bereits letztes Jahr, den Platz als Sieger verlassen.

Aber so fühlten sie sich nicht, denn auch unter den Spielerinnen sind bereits echte Freundschaften entstanden. Nürnberg-Coach Kevin Schmidt war total begeistert, wie viel Mühe sich der VfL, insbesondere die Familie Brandlmaier gibt, um ihnen ein perfektes Trainingslager zu bieten. Am Samstagvormittag gab es ein gemeinsames Training beider Teams. Danach ging man in die Stadt zum Essen und nachmittags stand die zweite Trainingseinheit auf dem Programm. Alle Spielerinnen waren mit Begeisterung bei der Sache und ließen den Abend dann mit einem gemütlichen Beieinandersitzen ausklingen. Für Speisen und Getränke war bestens gesorgt. Danke an dieser Stelle für alle Mitwirkenden.

Der VfL freut sich bereits jetzt schon, die Nürnbergerinnen auch nächstes Jahr wieder in Waldkraiburg begrüßen zu dürfen und wünscht ihnen als Aufsteiger in die Landesliga viel Glück und Erfolg in der neuen Saison.

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