Danke Moses! "Das sind geile Jungs"

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Auf Fußballplätzen rund um Ebersberg und Emmering gibt es kaum jemanden, der ihn nicht kennt: Josef „Moses“ Riedl. Er lebt für den Fußball wie kaum ein Zweiter. Jetzt meldet er sich zu Wort:

Auf Fußballplätzen rund um Ebersberg und Emmering gibt es kaum jemanden, der ihn nicht kennt: Josef „Moses“ Riedl. Er lebt für den Fußball wie kaum ein Zweiter. Jetzt hat sich der Abteilungsleiter des TSV Ebersberg von seinem zweijährigen, erfolgreichen Trainer-Engagement beim TSV Emmering (Kreisklasse) zurückgezogen und übernimmt ab sofort das Trainingszepter des Kreisligisten TuS Bad Aibling.

Er stellt sich zum Interview:

Wie fällt Ihr Resümee nach zwei Jahren TSV Emmering aus?

Josef Riedl: Sehr positiv. Wir sind von der A-Klasse in die Kreisklasse aufgestiegen. Die Mannschaft hat taktisch ein bisschen dazugelernt. Wir hatten zwar diese Saison Pech mit den Verletzten, aber haben uns nach überragendem Start und einem Hänger in der Mitte wieder gefangen.

Wie schwer fällt da dann der Abschied?

Riedl: Schon schwer, weil es doch geile Jungs sind, die alles machen, was man sagt, die willig und fleißig sind und was auf die Beine stellen. Auch nach dem Spiel ist selbst bei Niederlagen gute Stimmung.

Welches Potenzial schlummert noch in diesem Team?

Riedl: Mit ein, zwei guten Leuten mehr kannst du auch in der Kreisliga spielen! Da wird dann auch mehr Fußball gespielt, was den Jungs entgegenkommen würde. Da sind einige dabei, die mehr technisch agieren und nicht so hart spielen, wie es die Kreisklasse verlangt.

Wie entstand dann der Draht nach Aibling?

Riedl: Meine Freundin wohnt dort und ist auch im Verein tätig. Ich habe dann oft zugeschaut. Der dortige Abteilungsleiter hat mir vor einem halben Jahr mal gesagt: Wenn mal ein Trainer fällig wird, musst du des machen! - Als der Abschied von Aiblings Ex-Trainer Franz Pritzl klar war, wurde es konkreter? Ja. Ich habe dann ein paar Tage alles abgewägt und es ist mir sehr schwer gefallen, den TSV Emmering zu verlassen. Aber ich habe halt die sportliche Herausforderung nochmal gesucht. Und ein finanzieller Aspekt war natürlich auch noch dabei (lacht).

Nach dem Abstieg der Bad Aiblinger in die Kreisliga keine leichte Aufgabe für Sie, oder?

Riedl: Nein. Die Schwierigkeiten liegen darin, dass viele Spieler sehr unzufrieden waren, nicht mehr gespielt haben. Da muss wieder Spaß ’rein und die Trainingsbeteiligung muss besser werden. Außerdem müssen wir die Abgänge der beiden Top-Torjäger kompensieren.

Wie lässt sich das noch mit den Aufgaben als Abteilungsleiter in Ebersberg vereinbaren?

Riedl: In Ebersberg habe ich mit Dominik Mayer, Benedikt Platzer und Mathias Gross ein super Team. Die machen die Hauptarbeit. Ich bin eher der ruhende Pol darüber.

Warum hängen Sie nach wie vor so am TSV Ebersberg?

Riedl: Hier sind alle meine Jungs groß geworden. Erstmal meine zwei Buben. Dann alle, die ich in der C-Jugend schon hatte und jetzt bei den Herren spielen. Seit zehn Jahren bin ich in diesem Verein und es hat immer Spaß gemacht.

Wäre ein Trainerjob in Ebersberg nochmal reizvoll?

Riedl: Das ist, glaube ich, utopisch. Die Jungs hier kennen mich, wissen wie ich ticke. Da muss immer wieder ein neuer Anreiz her und dafür bin ich schon zu lange da.

Wie steht es mit Aufgaben in höheren Spielklassen?

Riedl: Natürlich würde mich so etwas reizen. Aber alles was über Bezirksliga hinausgeht ist schwierig. Da müsste ich meinen Job anders gestalten. Das würde dann zu viel werden.

Fußball nimmt also schon den Großteil der Freizeit ein. Wie kann man nebenbei noch abschalten?

Riedl: Ich geh gerne und viel Feiern. Ich bin mit vielen Freunden privat auf Geburtstagsfeiern oder so unterwegs. Für Abwechslung ist da immer gesorgt!

Wie kommt man eigentlich zum Spitznamen „Moses“?

Riedl: Ich habe in der fünften Klasse bei einer Schulmeisterschaft drei Ergebnisse richtig vorausgesagt. Da haben dann meine Klassenkameraden zu mir gesagt: Der Prophet Moses weiß alles! Das ist mir dann geblieben.

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