Geht ein "Porno-Bus" auf Reisen - Dann wird es chaotisch

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Daumen nach oben für den Fahrer

Der SV Ostermünchen fährt wie viele andere Mannschaften aus der Region ins Trainingslager. Beinschuss-Chefreporter Mano Bonke zeigt täglich einen Blick hinter die Kulissen einer solchen Veranstaltung. Heute: Die Anfahrt.

Eigentlich wäre alles ganz einfach gewesen: Treffpunkt um 8 Uhr am Sportplatz in Ostermünchen, danach mit drei Kleinbussen weiter ins Trainingslager nach Bad Tatzmannsdorf.

Doch da es sich schon im ganzen Landkreis rumgesprochen hat, wie idyllisch das Fußballerleben beim SVO ist, gibt es natürlich auch Spieler, die von außerhalb der Gemeinde Tuntenhausen stammen und für den Kreisligisten kicken.

Für diese Spieler wurde ein Extra-Treffpunkt ausgemacht, das ganze Team sollte sich demnach um 8.45 Uhr an der Raststätte in Bernau treffen.

Das geht ja gut los. . .

Der Zeitplan, den der motvierte Fahrer Max Schiffl (über Bad Aibling nach Willing, weiter Richtung Kolbermoor und über Pang und Rosenheim nach Raubling auf die Autobahn, schnell in Rohrdorf einen weiteren Mitspieler aufgabeln und von dort aus weiter nach Bernau) aufstellte, schien Hand und Fuß zu haben.

Blöd nur, wenn der Fahrer erst am Tag der Abfahrt seine Tasche packt und sich der Halt an der ersten Station gleich um 20 Minuten verzögert und danach auf allen Strecken der größte Umweg gefahren wird, der nur irgendwie möglich ist. In der eigens dafür erstellen Whatsapp-Gruppe, mit dem Titel "Porno-Bus", wurde das Zeitmanagement des Max Schiffl logischer Weise hinterfragt.

"Seid Ihr noch frühstücken?"

Kommentare wie "Macht ihr eine Stadtführung durch Aibling?" oder "Seid ihr noch frühstücken?" ploppten im Minutentakt in der Gruppe auf. Böse Zungen behaupteten sogar, dass man selber Schuld ist, wenn man einem früheren Spieler des SV Tattenhausen beim SV Ostermünchen so viel Verantwortung überträgt...

Irgendwie schaffte es der Bad Aiblinger Touristenführer aber dann doch, nur mit einer achtminütigen Verspätung am vereinbarten Treffpunkt in Bernau zu erscheinen. Ohne größere Probleme ging es dann auf der Autobahn weiter bis kurz vor Graz. Wegen einer zu lange angesetzten Pinkelpause musste man die anderen beiden SVO-Busse allerdings ziehen lassen und wollte das Feld von hinten aufräumen.

"Kreiserl" auf der Autobahn

Allerdings machte die Blockabfertigung dem selbst ernannte Partybus einen Strich durch die Rechnung und es bewegte sich für 30 Minuten nichts mehr auf der Autobahn. Aus der Not eine Tugend gemacht, stiegen die Kicker aus ihrem Kleinbus aus und genossen die Sonne, kurze Zeit wurde sogar darüber diskutiert, nicht einfach ein "Kreiserl" auf der Autobahn zu spielen, die Hütchen dafür hatte man ja im Bus. Letztendlich ging es dann aber doch weiter, bis die Spieler diese Schnapsidee wirklich in die Tat umgesetzt hätten.

Die restliche Fahrt wurde das gemacht, was man beim Busfahren ebenso macht: Karten gespielt, Kreuzworträtsel gelöst, Musik gehört und geschlafen. Mit 30 Minuten Verspätung erreichte der "Porno-Bus" dann das Hotel in Bad Tatzmannsdorf.

 

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