Gelingt der Durchmarsch?

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So feierte der SV Söllhuben die Meisterschaft in der A-Klasse. Auch in der Kreisklasse steht der SVS wieder ganz oben.

Drei Teams spielen in ihrer eigenen Liga. Ein Rückblick über die Kreisklasse 1.

Es ist schon beeindruckend, was der SV Söllhuben seit Saisonstart auf den Plätzen in der Region zeigte: Zehnmal siegte die Linnemann-Elf, nur drei Remis verzeichnet die Statistik. Auf eine Niederlage warteten vorallem die Konkurrenten – 13 Spieltage lang jedoch vergebens.

Chance zum Durchmarsch

Das alles wird noch imposanter beziehungsweise bewunderswerter, wenn man sich vor Augen hält, dass der SVS noch vor einem halben Jahr in der A-Klasse spielte. Dort vorzeitig Meister geworden und auch in der neuen Kreisklasse 1 hält sich Söllhuben oben, zur Winterpause der überraschende Herbstmeister.

Kurios schon der Auftakt in die Saison, ein 4:4 im Derby gegen die etablierten Riederinger. Wer dachte, mehr geht nicht, hatte sich aber getäuscht: Im Rückspiel vor wenigen Wochen hieß es am Ende 3:3, mindestens genauso spannend dieses auf und ab.

Eines steht aber fest: Eine Entscheidung im Rennen um den Titel und den damit verbundenen Aufstieg wird schon etwas früher fallen: Während am letzten Wochenende der SV schon spielfrei hat, kann am Wochenende zuvor der TuS Prien die Füße hochlegen. Wie es der Zufall will, kommt es am 24. Spieltag, also wieder sieben Tage vorher, zum Aufeinandertreffen der Top-Teams in Prien.

Prien endlich ein Top-Team

Die Auswahl von Harry Mayer festigte nach turbulenten Jahren in der Kreisklasse, die zu oft von schwankenden Leistungen geprägt waren, Tabellenrang zwei. Der Coach formte um die starken Einzelspieler eine Mannschaft, die absolut ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wird – und eventuell Söllhuben noch ein Bein stellen wird.

Die Ansprüche in Prien sind fast traditionell sehr hoch, aber nächstes Jahr könnte es klappen mit der Kreisliga. Sowohl in der Offensive als auch in der Offensive stellen die Chiemgauer jeweils die Zweitbesten Systeme der Liga – zudem ist das Team sehr ausgeglichen. Erst eine Pleite mussten die Grün-Weißen in der Hinserie einstecken, natürlich: Gegen Söllhuben.

Der dritte Verein, der auch noch zu dem Spitzentrio gezählt werden muss, ist Croatia Rosenheim. Auf Prien fehlen zur Winterpause fünf Zähler, jedoch haben die Innstädter eine Partie weniger absolviert. Zumindest theoretisch ist man als dran am Relegationsplatz.

Beste Verteidigung der Liga

NK hat ein ganz klares Prunkstück: Die Verteidigung kassierte erst zwölf Tore, hochgerechnet also nur eines pro Begegnung. Das ist natürlich der Topwert im Klassement. Auch Croatia musste erst einmal als Verlierer und damit ohne Punkte vom Platz gehen. Der TuS Prien holte alle auswärts alle Zähler – man nimmt sich da oben also gegenseitig die Punkte weg.

Ein Hoffnungsschimmer für Vereine wie den SV Pang (4.), den SV Riedering (5.) oder den TuS Großkarolinenfeld (6.) kann dies aber eigentlich nicht mehr sein. Allein Pang fehlen nach ganz oben schon 13 (!) Punkte – unvorstellbar, dass die ersten drei noch so stark patzen und die komplette Herbstrunde in den Sand setzen.

Söllhuben, Prien und auch Croatia spielen in einer anderen Liga – da kann kaum jemand mithalten in der sonst so ausgeglichen Kreisklasse 1. Besonders kurios: Nur die ersten Drei können eine positive Tordifferenz aufweisen, eigentlich unvorstellbar! Nur „Karo“ hält sich mit 25 geschossenen und kassierten immerhin im neutralen Bereich auf.

Spätzünder ESV Rosenheim

Folgerichtig fängt spätestens bei Türkspor (7.) die Abstiegszone an: Sieben Vereine liegen dort maximal mit drei Punkten voneinander entfernt. Entschieden ist hier also noch lange nichts. Nach den Rosenheimern folgen zunächst Frasdorf, der TV Feldkirchen und Bernau.

Der TSV startete ungewohnt unkonstant in die Serie. Zwar gewann die Sedlbauer-Truppe, seit dieser Saison im Amt, gleich den Auftakt in Rimsting deutlich, doch es dauerte bis Spieltag acht, ehe der zweite Dreier auf das Konto der Bernauer verbucht wurde. Jedoch: Auch Bernau fehlt noch ein Spiel und könnte im Erfolgsfall ein wenig durchatmen.

Ganz dünn ist die Luft auf jeden Fall im Keller. Die beiden Relegationsplätze zur A-Klasse belegen der ESV Rosenheim und der SV Nußdorf. Auch bei den Eisenbahner lief es am Anfang gar nicht. Im Stadtduell mit Croatia holte der ESV erst in der fünften Runde den ersten Punkt. Die rote Laterne konnte man nach drei Siegen in Serie Ende Oktober immerhin abgeben.

Rimsting muss zum Auftakt siegen

Dort, ganz unten in der Rangliste, steht der TSV Rimsting fast schon zementiert. Am Chiemseeufer hat die Truppe vorallem ein Problem: Das Toreschießen. Erst zwölf Mal klingelte es im Kasten der Gegner, das ist einfach zu wenig für diese Spielklasse.

Und der Abstand ist nicht gerade klein: Schon fünf Zähler beträgt der Rückstand zwischen den Rimstingern und Nußdorf – kein Wunder nach erst zwei Siegen und einem Unentschieden in 13 Partien.

Abgefahren ist der Zug in Richtung Klassenverbleib jedoch keineswegs: Es kommt vielleicht gleich schon auf den Auftakt der Frühjahrsrunde an: Dann wartet nämlich mit dem SV Nußdorf der wohl ärgste Konkurrent. Im Hinspiel behielt der SV mit 3:1 die Oberhand.

Endspiel zum Schluss

So furios wie es weitergeht nach der langen Winterpause, so endet auch die Rückserie. Dann geht es für den TSV Rimsting am ersten Juni-Wochenende gegen den ESV Rosenheim vielleicht um alles.

 

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