"Ich musste sofort lachen" - Emotionaler Abschied von "seinem" Verein

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Mit Wehmut verlässt Schramme (Zweiter von rechts) den TSV 1860

Beinschuss.de hat mit Freddy Schramme über seinen überraschenden Wechsel nach Edling gesprochen. Er nennt die Gründe, künftige Ziele und beschreibt das schwere Gefühl, seinen alten Verein zurückzulassen.

Beinschuss.de hat mit Freddy Schramme nach seinem überraschenden Wechsel vom TSV 1860 Rosenheim zur DJK-SV Edling gesprochen.

Freddy, wie kam es zu diesem Schritt?

Schramme: Ich war mit dem Kopf einfach nicht mehr ganz da und habe mir viele Gedanken gemacht! Der Zeitaufwand ist doch noch sehr groß und da ich mich beruflich bzw. ausbildungstechnisch umorientiert habe, habe ich mich für diesen Weg entschieden! Ich starte eine duale Ausbildung zum Bankkaufmann und darauf muss einfach meine gesamte Aufmerksamkeit liegen! Klar habe ich mir dem Gedanken gespielt, erstmal eine Pause einzulegen, aber ohne Sport bzw. Fußball kann ich einfach nicht leben!

Warum gerade Edling?

Schramme: Da ich aus Edling komme. Vor meiner Zeit beim TSV 1860 Rosenheim habe ich hier schon einige Jahre im Herrenbereich gespielt. Das Umfeld ist mir sehr bekannt und ich war auch die letzten Jahre bei vielen Spielen als Zuschauer anwesend. Zudem spielt der Großteil meiner Freunde in der 1. Mannschaft, es gibt also viele Gründe.

Was wird sich für Dich ändern?

Schramme: Der Aufwand, den ich in Rosenheim hatte, fällt hier fast komplett weg. Wir haben weniger Trainingszeiten, ich wohne nur fünf Minuten vom Vereinsgelände und nur einige hundert Meter vom Stadion entfernt. Zwar waren die Fahrten am Wochenende nicht mehr so weit wie letzte Saison in der Regionalliga, aber ich musste mir einfach Gedanken machen, ob es noch so weitergehen kann. So kann ich mich jetzt komplett auf meine Ausbildung konzentrieren, die durch den Aufwand, den ich die letzten Jahre betrieben habe, sehr gelitten hat!

Was willst du mit deinem neuen Team erreichen?

Schramme: Die Mannschaft spielt jetzt ihre zweite Saison in der Kreisliga. Die ist ja bekanntlich schwieriger als die erste. Da ich die Mannschaft sehr sehr gut kenne, sehe ich hier keine wirklichen Probleme oder Schwierigkeiten. Ich denke, dass in der Jugendarbeit, für die Edling ja bekannt ist, ein großes Potenzial steckt. Zudem hat man mit Spielern wie Häuselmann, Hammerstingel, Berndt und Altmann ein stabiles Fundament. Es betshet daher durchaus die Möglichkeit, einen Platz unter den ersten 5 zu erkämpfen!

Wie schwer ist es dir gefallen, 1860 zu verlassen?

Schramme: Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Jeder der mich kennt weiß, wie viel Schweiß und Blut ich für diesen Verein und diese Mannschaft geopfert und gebracht habe. Mir liegt auch weiterhin sehr viel am TSV und ich blicke auf wahnsinnig tolle und schöne Jahre zurück! Mein erstes Training oder der erste Tag in der Kabine neben Robert Mayer und Michael Kokocinski...da muss ich sofort lachen,  wenn ich dran denke. Aber genauso mit Charly Kunze und Chris Wallner...die für mich zu meinen engsten Freunden zählen. Die Jahre waren unbeschreiblich!

Was macht den Verein sonst noch aus?

Schramme: Die Leute im Hintergrund sind unglaublich und für mich sehr sehr wichtig gewesen! Vor allem Moni Weigand und ihre Familie, die sich immer um uns gekümmert haben, sei es mit einer Milchschnitte oder einem Twix...Danke an dieser Stelle auch an Xaver und seine Fangemeinde. Unglaublich, was die seit Wochen auf die Beine stellen! Ich wünsche dem Team und den Trainern natürlich alles Gute und ich hoffe, dass der Erfolg auch nicht mehr lange auf sich warten lässt! Wenn ich es zeitlich schaffe, werde ich mir auf jeden Fall das ein oder andere Spiel "meiner" Mannschaft ansehen!

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