Kolbermoor patzt in Waldkraiburg

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Außenseiter siegt nach hartem Kampf

Damit wohl kaum einer der fast 250 Zuschauer gerechnet, dass der VfL den bis dahin ungeschlagenen SV-DJK Kolbermoor mit 2:1 besiegen würde. Die Gäste verpassten durch die überraschende Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze. Von Beginn an zeigten die Industriestädter, ihren Siegeswillen und gingen folgerichtig durch Patrick Keri mit 1:0 in Führung (15.). Nach knapp einer halben Stunde brachten die Hausherren den Ball nicht aus dem eigenen 16er hinaus und die „Moorer“ konnten den Ausgleich erzielen. In der zweiten Hälfte übernahmen dann die Gäste das Ruder und der VfL verlegte sich aufs kontern.

Der Pfosten und Doman Bozjak verhinderten eine mögliche Gäste Führung. Der VfL vergab zwei Konterchancen kläglich, doch kurz vor Schluss (84.) stocherte Spielertrainer Markus Gibis den Ball im dritten Nachsetzen ins Tor und bescherte somit seinem Team den bisher wichtigsten Dreier der Saison. Dem VfL gelang es dadurch die Abstiegsplätze zu verlassen.

Der "angeknockte Boxer" schlägt zurück

Die Gäste aus Kolbermoor kamen als klarer Favorit nach Waldkraiburg, mit einem 4:1 Auswärtssieg bei den heimstarken Freilassingern im Gepäck. Der VfL dagegen hatte noch mit der unglücklichen Niederlage und dem abrutschen ans Tabellenende zu kämpfen. Aber wie es so oft ist im Sport, der angeknockte Boxer schlug zurück. Coach Gibis schaffte es sein angeschlagenes Team top zu motivieren. Ein paar zwangsweise interne Umstellungen taten sein Übriges dazu. Der Spielertrainer selbst ging ins Sturmzentrum und das zeigte Wirkung. Er sorgte immer wieder für Gefahr im Gästestrafraum. So auch bei der Szene, aus der letztendlich die Führung entstand. Nach einem Foul an ihm kurz vor der Strafraumgrenze gab es einen Freistoß.

Panteas Schuss wurde noch zur Ecke abgefälscht, doch seinen Eckball konnte Patrick Keri vom langen 5er Eck verwerten. Zuvor hatte der VfL schon zwei Möglichkeiten zur frühen Führung, Gibis (1.) und Pantea (10.). Nach knapp 20 Minuten tauchten die Gäste erstmals im VfL Strafraum auf, aber Doman Bozjak parierte Patrick Eders Kopfball. Sekunden später lenkte er einen weiteren Kopfball, diesmal von Cesare Ratti, gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte. In der 28. Minute war er allerdings machtlos. Die VfL-Abwehr brachte nach einem Einwurf den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum raus. Wahid Alemi, ansonsten bester Abwehrspieler, legte Tobias Hotter den Ball genau vor die Füße und sein Schuss schlug zum 1:1 ein. So ging`s in die Pause.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste den Druck und hatten dadurch mehr Ballbesitz und Spielanteile. Der VfL musste sich zwangsläufig aufs Kontern verlegten. Freistoß für den SV-DJK (55.). Michael Paccagnel brachte den Ball gefährlich lang in den 16er, doch Bozjak pflügte die Kugel vor Eder und Ratti aus der Luft. Zehn Minuten später der erste gute Konter. Mit einem schnellen Doppelpassspiel zwischen Gibis und Pantea überquerte der VfL das Spielfeld. Letzterer brachte Yves Deutsch ins Spiel, der den Ball durch die Schnittstelle der Viererabwehrkette genau in den Lauf von Jure Loboda passte. Den nahm ihn, technisch perfekt, aus vollem Lauf mit, setzte ihn aber am langen Pfosten vorbei. Fast im Gegenzug kam der Torschütze des Ausgleichs nach einem langen Einwurf am 5er Eck frei zum Schuss, doch diesmal traf er das VfL-Gehäuse nicht.

Befreiungsschlag für VfL

Eine Viertelstunde vor Schluss, dann mal richtig Glück für den VfL, denn Patrick Eders Direktabnahme aus kürzester Distanz klatschte nur an den Pfosten. Der Ball war eigentlich schon geklärt, doch durch das energische Nachsetzen von Paccagnel, der nach der Balleroberung in den Strafraum flankte, kam Goalgetter Eder frei ans Leder. Kurz drauf drehte sich ein Weitschuss von Florian Ludwig vom Tor weg, so dass sich Goali Bozjak ganz schön strecken musste, um den Ball zu parieren. Der nächste gefährliche Konter des VfL rollte. Liviu Pantea passte genau in den Lauf von Gibis, der aber bei seinem Schussversuch wegrutschte, so dass daraus weder ein Torschuss noch eine Hereingabe entstand. Doch nur wenige Minuten später durften er und sein Team dann jubeln. Er war es selbst, der letztendlich den erlösenden und entscheidenden Treffer zum 2:1 erzielte. Der bestens aufgelegte Andy Balck passte steil in den freien Raum auf den durchstartenden Deutsch. Die Kolbermoorer spekulierten auf passives Abseits, das der Linienrichter aber nicht anzeigte. So tauchten Liviu Pantea und Markus Gibis völlig frei vor Torwart Mario Schmitt auf.

Zuerst schoss ihn Pantea an, dann noch einmal Gibis, die Zuschauer rauften sich schon die Haare, doch beim dritten Versuch lag der Ball dann irgendwie im Netz und ließ die VfL-Anhänger jubeln. Die Gäste hatten zwar noch zwei Möglichkeiten durch einen Schuss von Peter Anton, der aber an Bozjak scheiterte und durch Hotter, der aus der Drehung über Tor zielte, aber die brachten nichts mehr ein. So blieb es beim erhofften Sieg des VfL, der zwar ein wenig glücklich, aber aufgrund der Einstellung und dem unbedingten Siegeswillen der Mannschaft, auch verdient war. Die Gibis-Truppe machte dadurch einen Sprung von Platz 16 auf Platz 12 und verließ wieder die Abstiegsränge. Nun gilt es am Sonntag beim SV Heimstetten II den positiven Trend fort zu setzen.

Spielstatistik:

Aufstellungen:

VfL: 1 Bozjak, 2 Kriger, 3 Szczuka (ab 84. 15 Swoboda), 4 Alemi, 5 Hadzic (C), 6 Balck, 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Gibis (ab 87. 12 Kukucska), 10 Loboda, 11 Keri (ab 90.+1 13 Kraus)

SV-DJK: 1 Schmitt, 2 Peter, 3 Jablonski (ab 89. 16 Demirkiran), 4 Ludwig, 5 Schlosser D., 6 Schlosser A., 7 Fischer, 11 Eder (C), 14 Paccagnel, 15 Ratti (ab 70. 9 Piga), 18 Hotter

Tore: 1:0 Keri (15.), 1:1 Hotter (28.) und 2:1 Gibis (84.)

besondere Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Rico Spyra (Erding), A1: Florian Neubert, A2: Knut Friedrich;

Zuschauer: ca. 250

Pressemitteilung VfL Waldkraiburg

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