Was macht eigentlich... Robert Rakaric?

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Robert Rakaric verpasste mit dem SBR nur knapp den Aufstieg in die Regionalliga Bayern

Robert Rakaric spielte einst für den Sportbund Rosenheim - Noch heute schwärmt er von seiner Zeit beim SBR, wenn er auch inzwischen andere Wege eingeschlagen hat. Wie seine Karriere weiterverlaufen ist, erfahrt Ihr hier.

Von Christoph Herberth

An sie erinnern können sich viele, doch nur, wer Fußball als Obsession betreibt, weiß wie ihre Karriere weiterverlaufen ist. In unserer Beinschuss-Rubrik: "Was macht eigentlich…?" stellen wir euch Fußballer vor, die einmal in der Region aktiv waren und dann von heute auf morgen von Bildfläche verschwunden sind.

Zur Saison 2011/2012 wechselte Robert Rakaric vom TSV Landsberg zum Sportbund Rosenheim und absolvierte in der damals eingleisigen Bayernliga 32 Spiele für den SBR. Trotz seiner sieben Treffer - drei davon im Derby gegen den TSV 1860 Rosenheim - verpassten die Sportbündler den Aufstieg in die Regionalliga knapp. Auf die neue Regionalliga Bayern musste der Stürmer allerdings nicht verzichten, er wechselte nach nur einer Saison zum FC Ismaning und hinterließ in Rosenheim eine große Lücke in der Offensive.

Der Torjäger, der in seiner Jugend beim FC Bayern München und der SpVgg Unterhaching ausgebildet wurde, hat sämtliche Ligen im gehobenen Amateurbereich durchlaufen. In der vergangenen Saison begann für ihn als Spielertrainer beim TSV Gräfelfing ein neuer Karriereabschnitt. Auch als Trainer konnte er in kürzester Zeit überzeugen und seiner ersten Erfolge feiern. Nach dem sechsten Platz in der vergangenen Saison, steht Rakaric derzeit mit dem TSV Gräfelfing in der Kreisliga an der Tabellenspitze. Im August wird er 30 Jahre alt und kann auf eine turbulente Karriere zurückblicken.

Name:  Robert Rakaric

Geburtsort/-tag:  München, 1. August 1985

Familienstand:  Ledig

Beruf:  Industriekaufmann

Position:  Stürmer, Trainer

Sportliche Erfolge:  Deutscher Meister 2002 mit der U17 des FC Bayern München, Regionalliga-Spieler

Bisherige Vereine:  FC Bayern München, SpVgg Unterhaching, FT Starnberg 09, TSV Großhadern, BCF Wolfratshausen, TSV Landsberg, SB Rosenheim, FC Ismaning, TSV Gräfelfing

 

U17 Deutscher Meister mit Schweinsteiger und Co.

Als größten Erfolg seiner Laufbahn bezeichnet Robert Rakaric den Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit der U17 des FC Bayern München im Jahr 2000/2001. Der Offensivallrounder war Teil des „goldenen Jahrgangs 1984“ zu dem unter anderem Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Andreas Ottl, Michael Rensing, Piotr Trochowski und Christian Lell zählten. Nach diesem Erfolg wechselte Rakaric zur SpVgg Unterhaching, die zu diesem Zeitpunkt als Bundesligist für Furore sorgte. Zunächst lief alles nach Plan, Rakaric schaffte den Sprung zu den Amateuren und zählte zum erweiterten Profikader der Spielvereinigung. 

Autounfall lässt Traum vom Profi platzen

Im Alter von 20 Jahren musste der Münchener einen schweren Schicksalsschlag wegstecken. „Ich hatte im Jahr 2004 einen schweren Autounfall. Ich konnte eineinhalb Jahre lang keinen Fußball spielen und mein Vertrag bei der Spielvereinigung Unterhaching wurde anschließend auch nicht verlängert. Der Traum vom Fußballprofi war damit ausgeträumt. Das war der wohl schwärzeste Moment in meiner Karriere“, so Rakaric im Beinschuss-Interview. Es folgten zahlreiche Stationen in der Landesliga und eine Saison beim TSV Gräfelfing in der Bezirksliga. Rakaric konnte bei all seinen Vereinen überzeugen und machte durch seine zahlreichen Tore auf sich aufmerksam. Im Jahr 2011/2012 wechselte er schließlich zum SBR in die Bayernliga und konnte auch dort seine Qualitäten unter Beweis stellen.

„Der SBR ist einzigartig“

Robert Rakaric absolvierte 32 Spiele für den SBR in der Bayernliga und wechselte anschließend zum FC Ismaning in die Regionalliga. Der 29-jährige hat in seiner Karriere viele Stationen durchlaufen, die Zeit in Rosenheim beschreibt er dennoch als etwas ganz Besonderes. „Der Sportbund Rosenheim ist einzigartig, die Verantwortlichen leisten wirklich super Arbeit. Ich habe noch nie einen Verein erlebt, wo es dermaßen familiär zugeht wie beim SBR. Die Auswärtsfahrten waren sensationell, für jeden von uns ein absolutes Highlight. Nie vergessen, werde ich auch die Derbys gegen den TSV 1860 Rosenheim. Meine drei Treffer, vor allem das Traumtor aus 30 Metern, werden mir dabei immer in Erinnerung bleiben“, so Rakaric über seinen Ex-Verein. 

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