Ohne Tore keine Punkte - Es droht die Landesliga

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Wann kann beim TSV endlich wieder gejubelt werden?

Zwischenfazit zur bisherigen Spielzeit des TSV 1860 Rosenheim

Etwas mehr als ein Drittel aller Spiele haben die Bayernligisten schon hinter sich gebracht. Die Beinschuss-Redaktion wagt deshalb einen kleinen Rückblick über die beiden Rosenheimer Vereine in dieser Spielklasse.

Heute: TSV 1860 Rosenheim

Nur ein Sieg aus 14 Spielen

Es war ein sicher sehr versöhnlicher Auftakt für die Verantwortlichen der Rothosen. Bereits am zweiten Spieltag kam es zum Stadtduell mit den Rivalen vom Sportbund. Die Sechziger konnten diese Partie verdient mit 3:1 für sich entscheiden und hatten schnell den ersten "Dreier" eingefahren. Das Problem: Bis heute sollte dies der einzige Spieltag gewesen sein, an dem der TSV alle drei Punkte holte.

Momentan steht 1860 folgerichtig mittendrin in der Abstiegszone. Vorletzter seit dem zehnten Spieltag! Sieben Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz, zudem die deutlich schlechtere Tordifferenenz! Ändert sich nicht schnell etwas, dann geht es noch eine Etage weiter runter - es droht die Landesliga!

Tore sind Fehlanzeige

Für das schwache Abschneiden für den Absteiger gibt es einige Gründe, ein Blick auf das aktuelle Klassement zeigt: 1860 hat das Toreschießen verlernt: Nur acht Treffer in den 15 bisherigen Begegnungen - das ist der deutliche Negativwert dieser Spieklasse. Sogar die anderen Teams, die sich in der Gefahrenzone tummeln, können einen Wert von bis zu 20 Toren aufweisen. Bester Torschütze ist Markus Einsiedler - er durfte sich nur zweimal in die Torjägerliste eintragen und ist bei den Goalgetter nur ganz unten zu finden.

Abgang von Leistungsträgern

Danijel Majdancevic, nun Stammspieler beim SV Heimstetten in der Regionalliga, hinterlässt unter anderem eine große Lücke im Sturm. Er konnte nicht adäquat ersetzt werden. Aber auch andere, wichtige Stützen fehlen der Peltram-Elf: Michael Kokocinski, Ex-Kapitän der Innstädter, schloss sich der U21 des TSV 1860 München an und bringt eine Menge Erfahrung in den Kader der Junglöwen. Mit Torwart Robert Mayer (Karriereende) verabschiedete sich ein weiterer, wichtiger Akteur, dessen Persönlichkeit an der Jahnstraße fehlt. Nur drei Namen, die zeigen, welche Verantwortungsträger von Bord gingen.

Bittere Pleiten

Auch wenn jede Niederlage auf gewisse Weise schmerzt - manche tun doch besonders weh. So geschehen gegen den 1. FC Bad Kötzting: 1860 dominierte das Geschehen auf dem heimischen Platz, ging durch Wallner noch im ersten Abschnitt in Führung. Doch auf leichtfertige Art und Weise ließ man sich vom Aufsteiger noch alle drei Punkte nehmen. Den Oberpfälzer gelang in den Schlussminuten ein Doppelschlag, die Rosenheim waren K.O. Auch das Remis mit dem VfB Eichstätt war vor eigenem Publikum zu wenig, nach dem frühen Gegentreffer diktierte der ehemalige Regionalligist diese Begegnung nach Belieben.

Unstimmigkeiten auf der Trainerbank?

Nach der Beurlaubung von Dirk Teschke im vergangenen Jahr, installierten die Verantwortlichen eine Doppelspitze: Patrick Peltram als Trainer, Thomas Siegmund agierte als Teamchef - beide waren gleichberechtigt. Doch das Duo funktionierte anscheinend nicht so, wie es gewünscht war. Am 8. Oktober meldete der Turn- und Sportverein, dass Siegmund und die Sechziger künftig getrennte Wege gehen werden. Patrick Peltram ist seitdem alleiniger Coach und hat mit Slobodan Jezildjic einen "echten" CO-Trainer an seiner Seite.

Und jetzt?

Klar: Im Fußball kann man nur mit Siegen überzeugen - das ist logisch! Aber der TSV 1860 Rosenheim muss dies nun schleunigst auf seine Agenda bringen, damit die Negativerlebnisse dieser Saison endlich der Geschichte angehören können. Die Gelegenheit ist ja da: Am Samstag gastiert der SV Raisting, 14. der Bayernliga, im Jahnstadion. Die Chance muss nur noch genutzt werden!

 

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