Panik? Trainerdebatte? Unruhen? Landesliga-Teams in der Krise

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Markus Leipholz (Töging), Max Bauer (Traunstein) und Fatih Eminoglu (Rosenheim) müssen dringend punkten

Nein, die Landesliga Südost macht derzeit keinen Spaß. Aus Sicht der Inn/Salzach-Teams hätten die letzten Wochen kaum schlechter laufen können. Töging, Traunstein und der Sportbund stecken tief in der Krise. Wir machen für Euch eine Bestandsaufnahme und blciken auf den nächsten Spieltag:

Aus Sicht der Inn/Salzach-Teams hätten die letzten Wochen kaum schlechter laufen können. Töging, Traunstein und der Sportbund stecken tief in der Krise. Wir machen für Euch eine Bestandsaufnahme:

Sportbund Rosenheim

Dass mit dem Abstieg aus der Bayernliga der negative Höhepunkt beim Sportbund Rosenheim noch nicht erreicht war, damit hatten wohl die wenigsten gerechnet.

Fakt nach zehn Spieltagen ist aber eine desaströse Bilanz: Nur fünf Punkte hat der Sportbund auf dem Konto, einzig die Schießbude aus Planegg-Krailing steht noch hinter den Innstädtern, wenn auch nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses.

Der Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt bereits satte sechs Punkte!!! Auf dem Sportbund-Campus herrscht Alarmstufe Dunkelrot.

Denn nicht nur dass die Mannschaft einfach zu wenige Punkte einholt, auch die wichtigsten Tugenden in solch schweren Tagen gehen dem SBR ab. Es fehlt zum einen an Qualität und Breite im Kader, aber auch die Einstellung auf dem Platz lässt zu wünschen übrig.

Zudem hat Maxi Höhensteiger mit seinem Foul gegen Sinan Neumaier vom vergangenen Wochenende (die Szene hatte einen Schien- und Wadenbeinbruch des Spielers von Türkgücü-Ataspor München zur Folge) dem Team keinen Gefallen getan. Einerseits wird ein weiterer wichtiger Spieler fehlen, zudem leidet die ohnehin schlechte Stimmung zusätzlich.

Beim Spiel gegen den Aufsteiger aus Manching geht es daher am Samstagnachmittag um weit mehr als nur drei Punkte. Verliert der Sportbund auch gegen den Liganeuling, droht der komplette Absturz. Dann wird sich auch Trainer Matthias Pongratz Gedanken machen müssen, ob seine Tätigkeit beim SBR noch Zukunft hat.

Sportbund Chiemgau Traunstein

Furios ist der SB Cheimgau Traunstein in die Saison gestartet, der Landesliga-Neuling sorgte in den ersten Wochen für einige dicke Überraschungen.

Seit vier Wochen allerdings ist das Team von Adam Gawron ganz ohne Punkt und mit der Negativserie auf einen Abstiegsrelegationsplatz abgerutscht. Das klingt dramatischer als es ist, denn in der Liga geht es bis auf Tabellenspitze und Tabellenende sehr eng zu. Bis zum Vierten aus Hallbergmoos sind es z.B. nur fünf Punkte.

Die vier Pleiten in Serie stehen in einem anderen Licht, wenn man auf die jeweiligen Gegner blickt. Gegen die Top-Teams aus Ismaning und Dachau verlor man deutlich, gegen Mannschaften auf Augenhöhe (Gerolfing, Landshut) setzte es nur ganz knappe Niederlagen.

Es herrscht rund um den Jakob-Schaumaier-Sportpark also kein Grund zur Panik, auch die vielen verletzten Spieler im Offensivverbund sollte man berücksichtigen.

Klar ist aber auch, dass trotz des Außenseiter-Daseins und des überschaubaren Rückstandes auf das rettende Ufer gepunktet werden muss. Denn die Wochen der Akklimatisierung sind für den SBC längst vorbei, auch der Kader wird von Woche umfangreicher.

In den kommenden Wochen muss der SBC Farbe bekennen. Dann geht es ausschließlich gegen Teams, die derzeit in Schlagdistanz liegen. Am Freitag sollte gegen den Zwölften aus Eching, der nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat, ein Anfang gemacht werden.

FC Töging

Mit einem schlagkräftigen Kader und hohen Ansprüchen ist der FC Töging die Landesliga-Saison 2015/16 angegangen. Bis auf die Niederlage am 2. Spieltag in Traunstein schien der FCT auch auf Kurs zu sein, punktete regelmäßig und blieb hartnäckig am Spitzenduo aus Ismaning und Deisenhofen dran.

Dann aber folgten vier Wochen der absoluten Enttäuschung, in Töging ist nichts mehr, wie es einmal war.

Denn innerhalb von vier Wochen ist aus dem Aufstiegskandidaten ein Team aus dem Landesliga-Mittelfeld geworden, das sich bei elf Punkten Rückstand auf Rang Zwei und nur zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrelegationsplatz nach unten orientieren muss.

Trainer Mario Reichenberger ist zurückgetreten und beklagte Unruhen im Umfeld. Diese würden die Spieler belasten und verunsichern und hätten einen großen Anteil an der Negativserie. Wer die Mannschaft in den letzten Wochen gesehen hat, dem bestätigt sich dieser Eindruck. . .

Nun wurde also Helmut Bichlmaier von der Zweiten Mannschaft hochgezogen und soll den ambitionierten FCT wieder in die Erfolgsspur führen.

Doch auch auf Bichlmaier lastet ein großer Druck. Denn die Ansprüche am Wasserschloss sind hoch, zudem wird sich auch der neue Coach mit alten Problemen auseinandersetzen müssen. Am Freitag sollte der FC Töging die sich bietende Gelegenheit gegen Kirchheim nutzen, um das Steuer wieder in die richtige Richtung zu drehen. Sonst dreht sich die Abwärtsspirale in eine gefährliche Richtung weiter.

Zurück zur Übersicht: Magazin

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare