Wie im schlechten Film - Töging verschenkt die Punkte

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Töging (schwarz) unterliegt Velden (grau)

Dieses Spiel hätte der FC Töging mit mindestens fünf Toren Differenz gewinnen müssen. Am Ende hat er gegen den TSV Velden aber mit zwei Toren Unterschied verloren und befindet sich in einer handfesten Krise.

Dieses Spiel hätte der FC Töging mit mindestens fünf Toren Differenz gewinnen müssen. Am Ende hat er gegen den TSV Velden aber mit 0:2 (0:1) verloren und befindet sich nach der dritten Niederlage in Serie in einer handfesten Krise.

Aus Töging berichtet Tobias Ruf

Zerfahren startete die Begegnung vor rund 420 Zuschauern am Töginger Wasserschloss. Beide Teams suchten die spielerische Linie, fanden sie aber nur sporadisch.

Auf der rechten Töginger Seite taten sich im ersten Durchgang Lücken auf, die Velden in Person von Maximilian Müller aber gleich zweimal nicht nutzen konnte.

Töging selbst tat sich in der Anfangsphase schwer, kam aber gegen die instabile Gästeabwehr dennoch zu guten Gelegenheiten. Markus Leipholz fasste sich nach einer knappen Viertelstunde aus dem linken Halbfeld ein Herz, brachte den Ball an den langen Pfosten, wo Christoph Riedl den Fuß nur noch hätte hinhalten müssen, aber einen Schritt zu spät kam.

Die alte Fußballweisheit . . .

Thomas Ostermaier lief nach einer halben Stunde frei auf Gästekeeper Fabian Worschech zu, der den Lupfer des Tögingers mit den Fingerspitzen entschärfen konnte.

Identische Situation nur zehn Minuten später, diesmal setzte Yunus Karayün die Kugel übers Veldener Tor. Macht man vorne seine Chancen nicht. . .

Die alte Fußballweisheit bewahrheitete sich auch an diesem Nachmittag. Von einem Einwurf auf der rechten Seite ließ sich Töging überrumpeln, die Kugel landete am langen Pfosten bei Thomas Götzberger, der den Ball über de Souza Lima zum 1:0 für Velden in die Maschen köpfte.

Pech? Unkonzentriertheit? Unvermögen?

Töging war im zweiten Durchgang auf Wiedergutmachung bedacht, es fehlte aber wie so oft in den letzten Wochen die Kaltschnäuzigkeit. Sergej Volkov hatte wenige Augenblicke nach Wiederbeginn die große Chance zum Ausgleich, knallte den Ball aus drei Metern aber nur an die Latte.

Velden verteidigte mit viel Leidenschaft, Töging war engagiert aber wieder nicht präzise genug. Zwar war das Tor nach einer guten Stunde fast 30 Meter entfernt, es stand beim Schuss von Markus Leipholz aber auch komplett leer.

Chancen über Chancen

Wieder die Latte, wieder kein Tor für Töging. Zehn Minuten später nahm das Aluminium-Drama eine traurige Fortsetzung. Karayün zog aus dem linken Halbfeld ab, der Ball landete. . . natürlich am Pfosten.

Die Reichenberger-Elf drückte weiter aufs Tempo, Leipholz vergab zwei Riesengelegenheiten zum Ausgleich, auch Youngster Samed Bahar brachte den Ball aus kürzester Distanz nicht über die Linie.

Dann kam, was kommen musste. Nach einem Entlastungsangriff bekam Velden einen Einwurf auf der rechten Seite zugesprochen, die Kugel landete im Zentrum bei Michael Koller, der die Entscheidung erzielte und den schlechten Töginger-Film damit passend beendete.

Sportbund holt Rückstand auf

Nach 22 Minuten musste einem um den Sportbund Rosenheim Angst und Bange werden. Der Tabellenletzte lag gegen die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga nach Toren von Florian Wagner (14.) und Fabijan Hrgota (22.) 0:2 hinten, der TSV Eching schien im Vorbeigehen zu gewinnen.

Doch die Mannschaft von Matthias Pongratz zeigte endlich Moral und kam mit einer Energieleistung zum ersten Heimpunkt der Saison. Florian Hofmann verkürzte in der 29. auf 1:2, Maximilian Höhensteiger glich in der 73. Minute aus und sorgte für Erleichterung auf dem Campus.

Dennoch bleibt der SBR auf dem letzten Tabellenplatz, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt weiter sechs Punkte

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