Mit zwei Siegen zum Aufstieg

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Das Hinspiel im Wilhelm Scharnow-Stadion konnte auch der TSV Waging für sich entscheiden (4:3)

"Seerosen"-Reserve setzt sich durch

Freilassing. In der 78. Minute war der Aufstiegskrimi zwischen dem TSV Freilassing und dem TSV Waging II entschieden: Andreas Kamml – Im Hinspiel schon zweimal erfolgreich – nahm aus 25 Metern Maß und die Kugel flog wie an der Schnur gezogen in den rechten Winkel zur 2:1-Führung für die „Seerosen“. Als im nächsten Angriff Torjäger Florian Görgmeier das 3:1 erzielte gab es kein Halten mehr. Der TSV Waging II ist in der A-Klasse durchgestiegen und hat den Kreisklassen-Aufstieg im „Nachsitzen“ geschafft“.

„Ein Wahnsinn, was heute passiert ist, ich bin total sprachlos“, so ein freudetrunkener „Seerosen“-Coach Thomas Hirschhalmer, der sich wie sein Adjutant Christian Huber von seinen Spieler sich die „Pep-Guardiola-Dusche“ ergehen lassen musste. Sein Gegenüber Ali Gezer war bitter enttäuscht, trug aber die Niederlage mit Fassung: „Heute war Waging eindeutig besser und damit sind sie verdient aufgestiegen“. Zudem haben die Grenzstädter im Saisonfinale versagt und die letzten sechs Spiele nicht gewonnen.

Die Taktik beider Teams war eine andere wie in der Vorwoche, beim 4:3-Erfolg der „Seerosen“ in einer wahren Offensivschlacht. Das war vor 600 Zuschauern im Badylon bei bestem Fußballwetter nicht so. Beide Teams begannen verhalten, teilweise ängstlich, so dass Chancen Mangelware waren. Waging kam besser ins Spiel und profitierte von der Unsicherheit von Freilassings Schlussmann Sergen Batur, der beim Herauslaufen mehrmals patzte.

TSV schlägt zurück

Das konnten zunächst Johannes Barmbichler (3.) und Florian Görgmeier mit einem Schuss an den Aussenpfosten nicht ausnutzen (8.). Doch die nächste Unsicherheit von Batur führte zum 0:1. Er unterlief im Fünfmeterraum eine Flanke und die Deckung brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Das Geschenk nahm Wolfgang Schneckenpointner dankend an und schoss aus dem Getümmel heraus aus 13 Metern flach ins linke Eck (22.).

Das war gar nicht nach dem Geschmack der Heimelf, die sich soviel vorgenommen hatte. Aber der TSV schlug zurück: Vom Anstoß heraus wurde Nurettin Ölmez in Szene gesetzt, der flitzte die Grundlinie entlang und bediente in Mittelstürmerposition Cinar Akyildiz, der keine Mühe mehr hatte und zum Ausgleich einnetzte. Es waren keine 60 Sekunden nach dem Führungstreffer vergangen. Das war es aber dann im ersten Durchgang. Sabit Sadiku ließ seine Farben kurz jubeln (38.), doch er stand im Abseits.

Wer in Hälfte zwei Besserung erwartete, wurde enttäuscht, Freilassing hatte an diesem Tag nicht die Klasse und auch nicht den Mut. „Wir haben heute nicht das gebracht, das Spiel nach vorne war von zu vielen Abspielfehlern geprägt“, sagte Ali Gezer. „Kein Vergleich zum Hinspiel“.

Waging zittert noch einmal

Waging hatte wieder die erste Möglichkeit, Christian Maders Freistoß senkte sich ans hintere Lattenkreuz (56.). Doch es brannte zweimal vor Thomas Bischof im „Seerosen“-Tor. Erst wurde ein Fehler von ihm fast bestraft, aber Florian Schwangler rettete auf der Linie beim Schuss von Ölmez (66.) und als wieder eine brenzlige Situation entstand wurde die Kugel wieder mit vereinten Kräften der vielbeinigen Abwehr und Bischof geklärt (74.). „In diesen zwei Szenen hatten wir Glück“, so Hirschhalmer.

Dann kamen die Minuten von Kamml und Görgmeier. Kamml spielte mit Mader Bande und zog aus 25 Metern in den Winkel ab, Görgmeier tanzte in der Folgeaktion die Abwehr samt Batur aus uns schob zur Entscheidung ins leere Tor – 1:3 (79.). „Das es ausgerechnet mir gelingt, hat mich besonders gefreut“, meinte Torschütze Andreas Kamml, der aber zuletzt auch für die wichtigen Tore zuständig war.

„Wir hatten das Ziel vor Augen und nun ist es soweit – Perfekt!“. Damit hat sich der TSV Waging II mit der tollen Saison als Aufsteiger aus der B-Klasse mit dem Durchstieg in die Kreisklasse belohnt. Und die Väter des Erfolges, Thomas Hirschhalmer und Christian Huber wurden von den Spielern enthusiastisch gefeiert. „Das haben wir uns verdient“, so beide im Einklang. Der TSV Freilassing scheiterte dagegen schon das dritte Mal in Folge in der Relegation. 

td     

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