"Zwei Tore aus zwei Fehlern"

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Großer Jubel - der TSV 1860 Rosenheim feiert den Treffer zum 1:0.

Dem TSV 1860 gelingt gegen Bad Kötzting die Revanche für die Hinspiel-Pleite

Aus dem Jahnstadion berichtet Max Böning

„Bitte nachlegen!“ Diese Marschroute wird Patrik Peltram seiner Elf vor der Partie mit auf den Weg gegeben haben. Mit einem Sieg gegen den 1. FC Bad Kötzting, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib, kann der TSV Big Points sammeln – und sich ganz nebenbei für die Hinspielniederlage im Hinspiel „rächen“.

Strahlender Sonnenschein im Jahnstadion

Die Anfangsphase auf beiden Seiten recht hektisch, die Bayernligisten erlaubten sich zu viele Abspielfehler im Aufbau. Doch bestraft wurden weder die Rothosen noch die Gäste aus dem Bayerwald – zu harmlos die Mannschaften vor dem gegnerischen Tor. Fabers Schuss war für 60-Torwart Mayer kein Problem, zuvor bekam Jokic nicht genug Druck hinter seinen Abschluss.

Im Laufe der Spielzeit bekamen die Hausherren immer mehr Ordnung in die Partie und kamen immer wieder vor den Kasten von Keeper Riederer. Nach einer guten halben Stunde wurde Markus Einsiedler zu Fall gebracht, die Pfeife von Schiedsrichter Steckermeier blieb jedoch stumm.

1860 weiter das bessere Team

Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Rosenheimer weiter das Tempo vor: Caner mit einer Riesenchance, eine Hereingabe von Helmbrecht nahm er fein mit, ließ seinen Gegenspieler stehen, verfehlte das Tor aber um wenige Zentimeter. (52). Auch in der 55. sollte es aus 1860-Sicht nicht klappen, Jokics Abschluss kein Problem für den Schlussmann der Oberpfälzer.

Dann sollte es aber klappen für die Roten: Murtezi mit einem starken Sololauf über den linken Flügel, an Freund und Feind vorbei und anschließend mit punktgenauer Flanke auf Markus Einsiedler, der das Leder mustergültig über die Torlinie drückte – das wichtige 1:0 für den TSV. Anschließend mussten die Fans noch ein wenig zittern, solang sie es mit der Heimelf hielten, denn der erlösende zweite Treffer fiel erst nach 81 Minuten:

Der Gefoulte schoss selbst

Die Gäste bekamen das Spielgerät für längere Zeit nicht aus dem Gefahrenbereich, die Rosenheimer konnte sich regelrecht im Strafraum der Kötztinger einnisten, ehe Slaven Jokic gefoult wurde. Trotz der alten Fußballerweißheit, dass der Gefoulte nicht selbst zum Elfer schreiten sollte, schnappte sich Jokic das Leder. Er zeigte keine Nerven und versenkte den Ball im Kötztinger Tor.

"Aus zwei Fehlern machen die Rosenheimer zwei Tore. Von uns kam zu wenig", so fasste Kötztings Coach Peter Gallmeier die Partie zusammen. Und beglückwünschte seiner Trainerkollegen nicht nur zum verdienten Dreier, sondern auch zu Slaven Jokic, der ein überragender Stürmer sei.

Bei dem TSV läuft es derzeit einfach: Der nächste Dreier im Kampf um den Klassenerhalt. "Mit 33 Punkten hält man zwar nicht die Klasse, dennoch muss ich mein Hut vor der Mannschaft ziehen" analysiert Peltram nach der Partie, in der der Gastgeber verdient als Sieger vom Platz geht.

 

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