1860-Kapitän Christoph Wallner wechselt zum 1.FC Nürnberg II

Der "Capitano" verlässt Rosenheim - Wallner geht zum Club

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Wird künftig nicht mehr mit soviel Herzblut für seinen Heimatverein jubeln - Christoph Wallner wechselt zum Club.

Rosenheim - Wie das so ist: "Junge Wilde" mit Charakter, die noch dazu hervorragend Fußball spielen, sind begehrt. Auch und gerade von den Proficlubs bzw. deren Nachwuchsvertretungen. Und so verliert der TSV 1860 Rosenheim nach dem hochtalentierten Raphael Obermair, der künftig für den FC Bayern II aufläuft, auch eine absolute Säule des grandiosen Aufstiegsteams. Kapitän Christoph Wallner (22) zieht es von Bayern nach Franken. Er versucht es bei der U21 des 1.FC Nürnberg.

Die Bayernliga-Saison war lang. Die junge Truppe der 60er hat noch einmal vier Relegationsspiele draufgelegt und einen tollen Saisonabschluss mit dem Aufstieg in die Regionalliga erreicht. Nach nur zwölf Tagen Pause, die fast alle Spieler und der Trainer für einen entspannten Urlaub genutzt haben, fand am Mittwoch der Trainingsauftakt zur Regionalliga Saison statt.

Ein ganz wichtiger Mann war nicht beim ersten Aufgalopp dabei – Aufstiegs-Kapitän Christoph Wallner. Er schaute lediglich vorbei, um sich von der Mannschaft, von seinen Jungs, zu verabschieden. Wallner folgt einem Angebot aus Franken und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Liga-Konkurrenten FC Nürnberg II.

Sechziger wollen Vorbild Wallner keine Steine in den Weg legen

Der Sportliche Leiter Hans Kroneck bedauert den Abgang, meint jedoch auch: „Christoph hat sich immer absolut vorbildlich und professionell verhalten - auf dem Platz und auch außerhalb des Platzes. Er hat die Mannschaft trotz seines jungen Alters als Kapitän toll geführt! Wir haben ihm viel zu verdanken!". Und aus diesem Grund wollten die Sechziger ihrem Aufstiegshelden auch keine Steine in den Weg legen.

Denn und darauf weist Kroneck ebenfalls hin: "In Nürnberg kann er unter Profibedingungen trainieren und spielen. Diese Chance wollte er unbedingt nutzen." Dass man jemandem, der sich charakterlich immer einwandfrei verhalten und menschlich viel dazu beigetragen hat, wie die erfrischende neue Truppe in der Öffentlichkeit rüber gekommen ist, einen solchen Wunsch nur schlecht verwehren kann, wissen sie auch an der Jahnstrasse.

Der Kontakt bleibt erhalten - die Tür steht offen

Daher hegen die Roten auch keinerlei Groll gegenüber ihrem "Capitano". Im Gegenteil - sie setzen vielmehr darauf, dass talentierte Kicker aus ihren Reihen, die sich andernorts noch mehr Feinschliff holen, sich daran erinnern, was sie bei den Sechzigern hatten und dass der Weg weg aus Rosenheim keine Einbahnstraße sein muss: "Wir wünschen Christoph wirklich von Herzen alles erdenklich Gute! Das hat er sich einfach auch verdient! Die Wege sind kurz, wir bleiben in Kontakt. Ihm stehen beim TSV 1860 Rosenheim immer alle Türen offen!", so der Sportliche Leiter.

Und das Ganze hat ja noch einen anderen Aspekt. Nicht nur, dass fußballerische Hochkaräter mit noch mehr Erfahrung künftig eventuell erneut für die Roten auflaufen - auch Talente aus dem Jugendfußball sehen wiederholt, welcher Weg über den TSV 1860 möglich ist: "Raphael und Christoph sind ja nur zwei Beispiele von vielen Spielern, die ihren Weg zu höherklassigen Vereinen oder in den Profibereich geschafft haben. Die Sechziger stehen traditionell und seit jeher für eine sehr gute fußballerische Ausbildung und sollen auch in Zukunft der Ausbildungsverein in der Region sein! Hier bekommen Nachwuchsspieler die Chance, sich auf hohem Niveau im Herrenbereich zu beweisen. An diesem Weg halten wir fest und von diesem Konzept kann der Verein jetzt und in Zukunft sportlich und wirtschaftlich profitieren.", erläutert Kroneck weiter.

Ein erstes Wiedersehen gibt es, wie auch bei Raphael Obermair (23.6. Test gegen Bayern II in Eiselfing) jedenfalls schon bald: Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Regionalligasaison verbringen die Rosenheimer nämlich ein Trainingslager in Franken. Am 29. Juni ist ein Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg II in Unterleinleiter anberaumt.

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