SV Schalding-Heining - TSV 1860 Rosenheim 3:0

Maskenmann und Ex-Profi bringen 1860 ins Straucheln

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Schwierige Verhältnisse in Passau, doch die Gastgeber um Maskenmann Eibl behielten den Durchblick und bezwingen 1860 Rosenheim.

Passau - Die äußeren Bedingungen waren keinesfalls perfekt, doch gegen Wind und Regen mussten auch beide Teams kämpfen. Die Hausherren schienen etwas besser damit zurechtzukommen, dafür sorgte auch ein ehemaliger Bundesliga-Profi.

vom Stadion am Reuthinger Weg berichtet Max Böning

Die Ausgangslage könnte schlechter sein, deutlich schlechter. Der TSV 1860 Rosenheim hat sich als Aufsteiger etabliert in der Regionalliga Bayern. 13 Zähler stehen auf dem Konto der Seidel-Elf, der Abstand nach unten aber keinesfalls so groß, dass man von einem Polster sprechen könnte.

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Trotzdem ist aller Anfang immer schwer, und diesen Anfang haben die Sechziger gemeistert. Trotz Rückschläge konnten die jungen, frechen Rosenheimer zuletzt auch zwei Heimsiege in Serie verbuchen. Zur Herbstfest-Zeit mussten die Zweitvertretungen aus Fürth und Augsburg spüren, dass es an der Jahnstraße nicht gerade gemütlich für den Gast zu geht.

Unangenehm ist es in Rosenheim, unangenehm aber auch am Reuthinger Weg, wo der TSV 1860 am Samstag um Punkte kämpfte. Der SV Schalding-Heining ist immer ein gefährlicher Gegner, gerade am heimischen Platz gibt es keine Gastgeschenke. Die Niederbayern, mittlerweile fester Bestandteil der 4. Liga, aber heuer mit größeren Startschwierigkeiten.

Furioser Start beim Inn-Duell

Acht Punkte erst für die Mannschaft von Anton Autengruber, Platz 16 für die Truppe aus dem Passauer Westen. Verletzungen, Rotsperren, unglückliche Niederlagen – es lief schonmal besser. Der Reuthinger Weg muss wieder zur Festung werden. Und das versuchten die Schaldinger auch von Beginn an.

Keine zwei Minuten waren gespielt in Passau, da musste sich Rosenheims Schlussmann Dominik Süßmaier gleich auszeichnen. Schaldings Goalgetter Michael Pillmeier stuerte auf den Kasten zu, seinen Schuss konnte der Torwart entschärfen.

Doch auch die Rothosen setzten gleich früh ein Ausrufezeichen: Tomic mit gutem Zuspiel auf Sascha Marinkovic, Torwart Resch boxte den Schuss ab. Beide Teams gleich mit echten Chancen auf dem tiefen Geläuf beim SVS.

Schwierige Verhältnisse

Der Dauerregen ließ zwar während des Spiels etwas nach – dennoch: Der Platz war tief, die Zuspiele kamen häufig gar nicht erst an. Zudem starker Wind in Passau, sicherlich keine optimalen Bedingungen für ein Regionalliga-Spiel, Fußball wurde aber trotzdem gespielt:

SV Schalding-Heining  - TSV 1860 Rosenheim

Nach und nach konnte sich die Mannschaft von Klaus Seidel zumindest in der Mitte ein Übergewicht erarbeiten, doch abgemeldet waren die Niederbayern keineswegs: Pillmeiers Schuss wurde erneut von Süßmaier gehalten, bei einem starken Versuch von Kapitän Beppo Eibl, der heute mit Nasenmaske auf dem Platz war, stellte der „andere Spielführer“ Matthias Heiß seinen Fuß dazwischen.

Immer wieder war ein Bein dazwischen, auf der anderen Seite aber genauso: Josip Tomic, der für Majdancevic, der bei der Futsal-Nationalmannschaft weilt, ein sehr guter Stellvertreter. Immer wieder erarbeitete sich die Nummer '19' Chancen, auch kämpfte er mit und war auch in der eigenen Spielhälfte beim Verteidigen dabei.

SVS wird stärker

Nach der Pause agierten die Schaldinger frecher: Eine gute Chance nach der anderen für die Hausherren, Dominik Süßmaier hatte aber stets Fuß oder Hand dazwischen: Es blieb beim 0:0. Vor der Partie erklärte Hansjörg Kroneck, Sportlicher Leiter der Rosenheimer, dass die Sechziger heute körperlich dagegenhalten müssen. Das tat 1860 aber auch.

Nach nicht ganz einer knappen Stunde ein besonderer Wechsel bei den Gastgeber aus der Drei-Flüsse-Stadt. Robert Zillner, ehemaliger Bundesliga-Spieler bei Fürth, kam zu seinem ersten Einsatz im grünen Schalding-Dress, der gebürtige Passauer trainierte schon einige Zeit bei dem Regionalligisten mit, nach der offiziellen Verpflichtung gegen Rosenheim sein Debüt.

Und der leitete die nächste Chance auch gut ein: Der Ball landete bei Alex Kurz, der das Spielgerät von der linken Außenbahn in die Mitte brachte – direkt an die Latte! Den Nachschuss setzte Eibl knapp über den Kasten von Süßmaier.

Schalding mit der Führung

Kurz darauf konnte auch der Rosenheimer Keeper nichts machen: Nach einem Freistoß in den Strafraum gelang Josef Eibl, der Maskenmann, an den Ball und beförderte das Leder in den Kasten der Gäste. Rosenheim reklamierte auf Handspiel, Schalding auf der Suche nach dem richtigen Torschützen, doch Eibl ließ sich feiern und klatschte mit Autengruber ab, der mit seinen Spielern feierte. Sechzig in Rückstand (65.).

Die Seidel-Truppe ist mittlerweile so gefestigt, dass so ein 0:1 nicht den Weltuntergang darstellen sollte: 1860 behielt die Nerven, spielte so gut es ging nach vorne, echte Hochkaräter sprangen dabei aber nicht heraus - ganz anders auf der Gegenseite:

Schalding in der 78. Minute im Vorwärtsgang über rechts, der Ball wurde wunderbar in den Strafraum gehoben, genau zu Robert Zillner: Der ehemalige Bundesliga-Profi zeigte seine Klassen, per Direktabnahme besorgte er das 2:0. Das war die Vorentscheidung.

Am Ende wurde es klar

Rosenheim versuchte es weiter, sie waren bemüht - doch es reichte nicht. Kurz vor Schluss markierte Alexander Kurz, Schaldinger Linksverteidiger, nach tollem Wirth-Doppelpass, den nächsten Treffer für den SVS. 3:0, 1860 nun endgültig geschlagen.

Überpünktlich beendete der Unparteiische die Partie am Reuthinger Weg. Der SV Schalding-Heining setzt sich aufgrund einer besseren zweiten Hälfte verdient durch, es war der erste Heimsieg in dieser Spielzeit. Für Rosenheim geht es schon am Freitag weiter. Gegen die Schweinfurter kann zumindest die Heimserie weiter ausgebaut werden.

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