Vorschau: SV Seligenporten - TSV 1860 Rosenheim

Rosenheim vor Sechs-Punkte-Kampf am Kloster!

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Zusammenhalt, Leidenschaft und die nötige Geduld - so lauten die Schlüssel zum Erfolg für die Rosenheimer im Auswärtsspiel am Kloster Seligenporten.

Rosenheim - Am 15. Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag um 14:00 Uhr beim SV Seligenporten antreten. Die Tabellenkonstellation verspricht ein mehr als brisantes Duell zweier Teams, die ein gemeinsames und einziges Ziel haben - den Klassenerhalt. Ob es den Sechzigern gelingt, den Kontrahenten weiter auf Distanz zu halten?

Der gastgebende Sportverein aus der Oberpfalz konnte am letzten Wochenende beim favorisierten TSV 1860 München II ein beachtliches 1:1 Unentschieden holen. Bereits acht Tage vorher kamen die Schützlinge von Trainer Florian Schlicker zu einem deutlichen 4:1 Heimsieg gegen die SpVgg Bayreuth. Das lässt aufhorchen - denn der SVS hatte gerade zu Anfang der Saison auch ganz andere Ergebnisse erzielt, unter anderem ein 0:12 beim FC Augsburg II, das in die Rekordbücher der Regionalliga eingegangen ist. Was auch immer zu Saisonbeginn in Seligenporten los war - die Spekulationen dazu schossen ligaweit wie Unkraut aus dem Boden - die "Klosterer" scheinen sich wieder gefangen zu haben. Für die Rosenheimer natürlich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt!

Seligenporten nach Katastrophenstart wiedererstarkt

Durch die vier Zähler aus den vergangenen beiden Spielen und nunmehr insgesamt fünfzehn Punkte auf der Habenseite stellten Männer vom Kloster wieder Kontakt zum hinteren Mittelfeld her. Zwar liegt man noch immer auf Tabellenrang Sechzehn, einem Relegationsplatz, aber die sicheren Plätze sind schon zum Greifen nahe. Und damit auch die Sechziger, welche bisher eine gute Rolle in der diesjährigen Regionalliga spielen. Nur das schlechtere Torverhältnis trennt das Team um Kapitän und Torwart Christopher Pfeiffer vom vierzehnten und damit ersten Nichtabstiegs-Rang. Diesen nach der Partie zu erreichen, wird das große Ziel der Oberpfälzer gegen den Aufsteiger aus der Innstadt sein.

Service:

Mit Patrick Hobsch haben die Gastgeber zudem einen stets torgefährlichen Goalgetter in ihren Reihen, der aktuell fünf Saisontreffer auf der Habenseite verbuchen kann und sein Torekonto natürlich unbedingt noch aufbessern möchte. Weitere Treffer von Hobsch und Co. sollen in erster Linie der zuletzt richtig starke 1860-Keeper Dominik Süßmaier und die beiden Innenverteidiger Mathias Heiß und Georg Lenz verhindern. Nach Möglichkeit sollte auch mal wieder die Null stehen und gar keiner der gegnerischen Angreifer ein Erfolgserlebnis erzielen können. So, wie es zuletzt am zehnten Spieltag beim 3:0 Heimsieg der Rosenheimer gegen den FC Augsburg II der Fall war.

Sechziger wollen es besser machen als gegen den Illertissen

Die 0:1 Heimniederlage vom letzten Wochenende gegen den FV Illertissen wurmt die Seidel-Schützlinge immer noch. Man fand in dieser Partie gegen einen gut organisierten Kontrahenten einfach nicht die Mittel, sich gegen die dicht gestaffelte Abwehr des, wenn auch äußerst biederen, so doch taktisch gut eingestellten Gegners durchzusetzen. Gegen einen Gegner, der derart zurückhaltend agierte und daher optisch phasenweise unterlegen wirkte, wollten sowohl die Zuschauer, als auch die Beobachter und nicht zuletzt die Spieler selbst mehr.

Letztere verloren dabei die Geduld, ein wenig auch die Linie, zudem fehlte mit Danijel Majdancevic ein wichtiger Mann zur Umsetzung des eigenen Offensivspiels - und schon war es passiert. Illertissen, das mit einigen Altprofis einfach nur routiniert sein Spiel runterspielte, nutzte die Fehler der Rosenheimer eiskalt aus. Auch das ist eben Regionalliga.

Wiedergutmachung am Kloster - Seligenporten den Dämpfer verpassen!

Doch gerade deshalb sind die Jungs aus dem Alpenvorland ganz besonders motiviert, die Niederlage umgehend wieder wettzumachen. Dies soll nach Möglichkeit sofort und gerade beim SV Seligenporten geschehen. Denn wenn man sich die Tabellenkonstellation ansieht und mit einbezieht, welche Teams bis ganz zum Ende des Spieljahres unten drin stehen, beziehungsweise um den Klassenerhalt kämpfen werden, dann ist ganz klar - es ist ein so genanntes "Sechs-Punkte-Spiel". Und vor allem auch ganz wichtig für den Kopf.

Gewinnen die "Klosterer", ziehen sie an den Rosenheimern vorbei und reißen diese auf einen Abstiegs-Relegationsplatz. Gewinnen allerdings die Sechziger, verpassen sie dem zuletzt spürbaren Aufwind des direkten Konkurrenten aus Seligenporten auch moralisch einen deutlichen Dämpfer - und legen weitere wichtige Punkte zwischen sich und den Mitaufsteiger. Zähler, die in der Endabrechnung Gold wert sein können!

Shabani, Marinkovic und erneut Majdancevic fehlen

Mit einem etwaigen Unentschieden könnten die Rosenheimer wohl unter den Strich besser leben, als die Einheimischen - die also kommen müssen. Jedoch müssen die Rothemden bei dieser hoch brisanten Ausgangslage auf die gelbgesperrten Sascha Marinkovic und Linor Shabani verzichten, die gegen Illertissen jeweils die fünfte Verwarnung erhielten. Ausgerechnet in diesem so wichtigen Spiel!

Vermutlich wird auch Majdancevic erneut nicht zur Verfügung stehen, der an einem Lehrgang der Futsal-Nationalmannschaft teilnimmt. Gerade im Kampf um den Klassenerhalt natürlich eine unglückliche Terminüberschneidung - immerhin handelt es sich beim Futsal um eine absoloute Randsportart und bei der Regionalliga um die vierthöchste deutsche Spielklassen und die letzte Vorstufe zum Vollprofitum.

Seidel muss sich etwas einfallen lassen - aber Rosenheim hat auch andere Waffen

Diese Umstände machen es dem Aufsteiger sicher nicht einfacher ein positives Resultat mit nach Rosenheim nehmen zu können. Trainerfuchs Klaus Seidel wird also wieder ein besonderer Clou einfallen müssen, um seine Mannschaft richtig ein- und aufstellen, dass sie dieser schweren Auswärtsaufgabe gerecht werden kann. Doch das Team der Roten ist mittlerweile selbstbewusst genug, auch Rückschläge schnell abzuhaken - und dem großen Ziel Klassenerhalt weiter mit aller Macht und Leidenschaft nachzugehen.

Ein Gegner der kommen muss, kommt den Rosenheimern dabei ja generelle entgegen - Ausfälle hin oder her. Mit Korbinian Linner oder Josip Tomic haben die Sechziger - für ihr schnelles Umschaltspiel aus einer kompakten Defensive heraus - auch noch weitere gefährliche Waffen.

Niederlage gegen FVI kein Beinbruch - Sechziger bereit für "heißen Tanz"!

„Die Niederlage gegen routinierte Illertissener ist kein Beinbruch, wir befinden uns immer noch voll im Soll. Trotz des 0:1 haben wir meiner Meinung nach kein so schlechtes Spiel abgeliefert - nur leider kein Tor erzielen können. Aus der Partie gegen Seligenporten wollen wir nun natürlich etwas Zählbares mitnehmen! Mit der richtigen Einstellung und dem Willen alles rauszuhauen, was in uns steckt, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir ein positives Resultat erzielen können.“, so der sportliche Leiter der Sechziger Hansjörg Kroneck.

Neben den genannten Stammkräften kann zusätzlich natürlich auch der Langzeitverletzte Johannes Zottl nicht an der Begegnung in Seligenporten teilnehmen. Ansonsten sind alle Mann fit und an Bord. Die spannende Tabellenkonstellation deutet auf ein äußerst intensives und umkämpftes Spiel in Seligenporten hin. Es wird ein "heißer Tanz" am Kloster - soviel ist sicher!

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Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / cs

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