Vorschau: SV Wacker Burghausen - TSV Buchbach

Inn-Salzach-Derby in der Wacker-Arena

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Ein hart umkämpftes Duell steht wieder an - wenn der SV Wacker Burghausen (weiß) auf den TSV Buchbach (rot) trifft.

Burghausen - Derbytime im Inn-Salzach Spielkreis. Burghausen und Buchbach trennen geografisch 60 Kilometer, in der Tabelle ist es aktuell nur ein Punkt. Mit der Ausbeute nach zehn Spieltagen können beide Klubs nicht zufrieden sein. Wacker mit lediglich zehn, Buchbach mit neun Zählern - da steckt wesentlich mehr Potenzial drin.

Bei beiden Mannschaften läuft es derzeit alles andere als gewünscht, die Gastgeber warten seit Mitte Juli auf den zweiten Heimsieg, haben wie die Rot-Weißen erst zwei Siege auf dem Konto, aber bereits vier Unentschieden geholt, während Buchbach drei Punkteteilungen auf dem Konto hat. Burghausen wartet seit vier Spielen auf einen Dreier, Buchbach konnte fünf Mal in Folge nicht mehr gewinnen und hat die drei letzten Vergleiche mit Burghausen jeweils knapp verloren.

Beide Teams hinter ihren Erwartungen

Wenn der Dreizehnte auf den Fünfzehnten trifft, ist die Zielsetzung klar. Für den SV Wacker wäre ein Sieg enorm wichtig, um sich vom letzten Tabellendrittel abzusetzen - für Buchbach, um an Burghausen im Tableau vorbeizuziehen. Und da in Lokalduellen immer eigene Gesetzmäßigkeiten herrschen, geht es für viele Fans in Burghausen in erster Linie schlicht darum, sich gegen den dörflichen Rivalen aus dem Landkreis Mühldorf durchzusetzen.

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Dies gelang in der vergangenen Saison in beiden Vergleichen: Wacker siegte zuhause mit 3:2 und auswärts mit 1:0. Die Burghauser Siege der vergangenen Spielzeit hingen jeweils am seidenen Faden: Beim Wacker-Sieg in der Vorrunde hatten die Buchbacher schon zwei Topchancen, ehe Marcel Mosch den Führungstreffer erzielte und beim Rückspiel entschied der einzige Treffer von Benjamin Kindsvater die hart umkämpfte Partie. Es waren zwei enge, kampfbetonte Spiele.

Wacker will zeigen, wer Herr im Haus ist

Ein solches erwartet Cheftrainer Uwe Wolf auch heuer wieder, wenn die Partie am Samstag um 14:00 Uhr in der Wacker-Arena angepfiffen wird: „Entscheidend wird sicher sein, wer die Mehrzahl an Zweikämpfen gewinnt - und da müssen wir von der ersten Sekunde an zeigen, wer Herr im Haus ist!“. Nur diesmal eben auch bis zur letzten Sekunde, damit solche Spiele wie gegen Bayern Hof, als man den Gegner über weite Strecken klar beherrschte, aber in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassierte, nicht wieder vorkommen. „Wir wollten aus den beiden Heimspielen gegen Hof und Buchbach sechs Punkte. Gegen Hof hat es leider nicht geklappt, weil nach dem Anschlusstreffer das Nervenkostüm zu dünn war.“, so Wolf.

Doch dieses Spiel sei abgehakt, positive wie negative Szenen seien ausführlich analysiert worden. Klar, Wacker peilt am Samstag den dritten Saisonsieg an. Wolf ist auch entsprechend optimistisch: „Die Mannschaft hat sehr konzentriert trainiert. Die Spieler sind heiß auf dieses Derby!“. Und der Wacker-Trainer fordert den Dreier gegen Buchbach mit Nachdruck: „Wir wollen das Derby mit aller Macht gewinnen und den Anschluss ans Mittelfeld wieder herstellen. Wir wollen unseren Fans endlich wieder einen Heimsieg schenken. Dazu müssen wir aber noch galliger werden!“.

Welche Elf der 49-jährige Fußballlehrer aufbietet, ist allerdings noch offen. Kapitän Christoph Burkhard (Reha nach Innenbandriss im Knie) fällt sicher aus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Moritz Moser und Christoph Bann (beide Sprunggelenks-Probleme). Beide trainierten zuletzt individuell. Ob ein Einsatz möglich ist, wird sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden.

Buchbach will auch auswärts überraschen

Der TSV Buchbach hofft beim amtierenden Vizemeister auf eine Überraschung. „Ich habe den Spielern gesagt, dass sie mit breiter Brust auftreten sollen und können.“, sagt Buchbachs Co-Trainer Walter Werner, der in dieser Woche den beruflich verhinderten Coach Anton Bobenstetter vertreten hat.

„Wir haben gut trainiert, deswegen können wir auch mit Selbstvertrauen nach Burghausen fahren.“, so Werner, der mit Markus Grübl, Maxi Drum und Christian Brucia gleich drei Ex-Burghauser ersetzen muss. Drum hat sich gegen Seligenporten einen Bänderriss und eine Stauchung im Sprunggelenk zugezogen, muss aber nicht operiert werden.

Darüber hinaus fehlen bei den Gästen weiterhin neben Neuzugang Stefan Mauerkirchner Kapitän Maxi Hain, sowie die Torjäger Stefan Denk und Maxi Bauer. „Das sind sechs Spieler, die jede Menge Regionalliga-Erfahrung haben. Diese Erfahrung fehlt uns.“, weiß Werner, der trotzdem fordert: „Die Spieler müssen sich während des Spiels selber coachen, da können wir als Trainer wenig Einfluss nehmen! Die Spielsituationen verändern sich schnell, sobald sich der Ball einmal dreht, kann alles schon wieder ganz anders sein. Da braucht man mündige Spieler.“

Werner erwartet, dass sich die Spieler „mehr zutrauen“ und alles in die Waagschale werfen, was sie haben: „Wir müssen mehr werkeln, wir müssen mehr laufen und müssen noch mehr kämpfen. Wenn ein Spieler am Ball ist, braucht er mindestens drei Anspielstationen. dazu muss man sich aber freilaufen! Für mich ist ganz wichtig, dass die Spieler immer mitdenken. Ein bekannter Trainer hat mal gesagt, dass nach dem Spiel nicht die Füße, sondern der Kopf weh tun muss. Natürlich ist der Druck im Spiel anders als im Training, aber das müssen wir ausblenden.“.

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Michael Buchholz & Pressemitteilung SV Wacker Burghausen

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