SV Wacker Burghausen - 1. FC Schweinfurt 1:3

Wolfs Wunschspieler lässt Wacker verzweifeln

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Uwe Wolf sah das "Herzstück" auseinanderbrechen und musste reagieren.

Burghausen - Der SVW tritt auf der Stelle. Auch gegen den 1. FC Schweinfurt reichte die Leistung nicht, um Punkte zu sammeln. Zwei Burghauser wurden von Uwe Wolf nach nicht einmal 30 Minuten vom Platz genommen:

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aus der Wacker-Arena berichtet Michael Buchholz

Bittere Heimpleite für den SV Wacker am sechsten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern, der im dritten Heimspiel mit 1:3 die erste Niederlage gegen den bisherigen Lieblingsgegner 1. FC Schweinfurt kassierte. Der Sieg der Schnüdel, für die der Passauer Marius Willsch doppelt traf, war unterm Strich verdient.

Immer wieder Tsoumou

Die Burghauser begannen mit viel Schwung und wollten von der ersten Minute an Farbe bekennen: Ein Kopfball von Christoph Rech verfehlte noch sein Ziel (2.), doch in der sechsten Minute war Juvhel Tsoumou nach Vertikalpass von Marius Duhnke durch und erzielte die frühe Führung. Auftakt nach Maß also für den amtierenden Vizemeister, der jedoch nicht richtig nachsetzte und so riss die Mannschaft von Gerd Klaus relativ zügig das Spiel an sich. Scheiterte Nicolas Görtler in der 15. Minute noch mit einem Drehschuss an Alex Eiban, so war der Ex-Bamberger in der 23. Minute nach einem Wacker-Geschenk mit dem Ausgleich zur Stelle.

SV Wacker Burghausen - 1. FC Schweinfurt

Während Burghausens Trainer Uwe Wolf an der Seitenlinie wild gestikulierte und lautstarke Anweisungen auf das Feld rief, Wunschspieler Nico Andermatt erneut früh vom Platz nahm, legte die Schnüdel nach: Nach Flanke von Steffen Krautschneider wurde zwar Görtler geblockt, doch der Ball fiel dem Fast-Burghauser Willsch vor die Füße und der hatte mit seinen Trainingskollegen aus der Sommervorbereitung kein Erbarmen (28.).

Schnüdel wie ein Topteam

Danach war auch für den angeschlagenen Kapitän Christoph Burkhard Schluss - er musste Christoph Bann weichen (29.). Besser wurde das Spiel der Gastgeber deswegen aber nicht, Schweinfurt spielte groß auf, kombinierte phasenweise im Stile einer Spitzenmannschaft und ließ Wacker überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.

„Wir haben überragend angefangen, wenn wir so weitergespielt hätten, wären wir sicher als Sieger vom Platz gegangen“, monierte Wolf und haderte: „Nach dem Führungstreffer ist das Mittelfeld, unser Herzstück, weggebrochen, deswegen musste ich reagieren.“

Nach dem Pausentee merkte man den Hausherren an, dass sie es besser machen wollten, Schweinfurt zog sich etwas zurück und in der 56. Minute hätte Tsoumou nach Lochpass von Bann den Ausgleich erzielen müssen, setzte die Kugel aber aus 14 Metern neben den Kasten.

Die Entscheidung dann in der 64. Minute, als Adam Jabiri das Laufduell gegen Kevin Hingerl gewann, überlegt in den Strafraum passte, so dass Willsch mit einem präzisen Flachpass seinen zweiten Treffer erzielen konnte. Ausgerechnet Willsch, den Wolf so gern an die Salzach geholt hätte! „Er hat heute gezeigt, warum ich ihn unbedingt wollte“, so Wolf. Und: „Wir müssen jetzt aufstehen, alles analysieren und schauen, dass wir wieder in die Spur kommen.“

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