Das war nix, Starbulls!

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Rosenheim (OVB) - In einem äußerst schwachen Eishockey-Oberliga-Spiel gewannen die Starbulls Rosenheim vor heimischer Kulisse gegen Deggendorf Fire mit 3:2 nach Penaltyschießen.

Einmal mehr schafften es die Rosenheimer nicht, einem Gegner aus dem hinteren Tabellenbereich ihr Spiel aufzuzwingen – und so gingen sie nach 60 Minuten auch nicht als Sieger hervor.

Mitch Stephens zeichnete schließlich dafür verantwortlich, dass zumindest zwei Punkte in Rosenheim blieben. Beim ersten Starbulls-Treffer setzte er sich zunächst schön durch und bediente dann den Torschützen Stephan Gottwald, beim zweiten Tor spielte er blitzschnell den herannahenden Alan Reader frei. Und im Penaltyschießen war er der einzige, der die Übersicht behielt und erfolgreich war.

„Wir haben schlecht gespielt“, musste Starbulls-Trainer Franz Steer zugeben. In der Tat ließen die Hausherren über weite Strecken Spielwitz, Leidenschaft und Aggressivität vermissen. Fast schon blamabel war für die Rosenheimer beispielsweise, dass Deggendorf im ersten Durchgang mehrmals über fast eine Minute die Scheibe vor dem Rosenheimer Tor in den eigenen Reihen hielt. Und es war durchaus nicht unberechtigt, dass die Gäste zur ersten Drittelpause auch in Führung lagen: Markus Ruderer musste in Überzahl die Scheibe nur noch ins Tor schieben, nachdem sie ihm auf den Schläger serviert wurde. Die Starbulls hatten sogar Glück, dass der schwache Schiedsrichter nach knapp zwei Minuten ein wohl reguläres Tor der Gäste nicht anerkannte. „Das war ein korrektes Tor“, meinte auch Steer.

Starbulls Rosenheim - Deggendorf Fire am 10.01.2010

Im Mittelabschnitt lief es etwas besser für die Rosenheimer. Zunächst beendete Gottwalds Tor eine fast 89-minütige Trefferflaute der Gastgeber, die danach durch Reader sogar noch in Führung gingen. Als dann Robert Schopf zum ersten Mal einen Deggendorfer Gegner an die Bande knallte, schien es, als sollten die Starbulls die Kurve kriegen. Doch es kam anders: Zunächst kassierte Claus Dalpiaz eine Strafzeit – und weil Dylan Stanley nach Beendigung des zweiten Drittels noch Unruhe stiftete und ein kleines Gemenge auslöste, gab es nochmal zwei Minuten obendrauf. Dies nutzte Deggendorf gleich nach Wiederbeginn durch Bodgan Selea zum Ausgleich – dumm gelaufen! Danach tat sich in Sachen Torerfolgen nichts mehr, auch die Verlängerung blieb ohne Treffer.

Im Penaltyschießen bewiesen dann beide Teams, dass das Tore schießen nicht ihre Stärke ist – erst der zehnte Penalty saß, damit krönte Stephens seinen guten Tag. Auf Trainer Steer kommt nach diesem Leistungsabfall aber eine Menge Arbeit zu: „Einige Spieler waren von der Rolle“, sagte Steer und kündigte Gespräche an – zum Beispiel mit Ron Newhook: „Von ihm muss einfach mehr kommen“, fordert Steer. Denn mit solchen Leistungen geht es künftig nicht mehr um Platz zwei in der Tabelle.

Statistik

Starbulls Rosenheim – Deggendorf Fire 3:2 n.P. (0:1, 2:0, 0:1, 1:0).

Tore: 0:1 (19.) Ruderer/Retzer, Gebara, 1:1 (23.) Gottwald/Stephens, 2:1 (33.) Reader/Zick, Stephens, 2:2 (42.) Selea/Herbert Geisberger, Fendt,

Penaltyschießen: Stephens;

Strafminuten: Rosenheim 14, Deggendorf 8 plus Spieldauer;

Zuschauer: 1314.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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