Bergmann zurück: Mehr Gefahr von der blauen Linie

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Rosenheim - Die Katze ist bei den Starbulls aus dem Sack: Matthias Bergmann kehrt von den Hannover Indians an die Mangfall zurück. Das erfuhr das OVB jetzt exklusiv.

Die Verhandlungen zogen sich am Mittwoch bis kurz vor Mitternacht in die Länge bis feststand: Matthias Bergmann kehrt zurück. Der 27-jährige, torgefährliche Verteidiger wechselte vor der Saison zum Zweitliga-Aufsteiger Hannover Indians, kam dort aber nicht wie gewünscht zum Zug und kehrt jetzt zu seinem Heimatverein zurück.

Als der Transfer perfekt war, machte sich Mannschaftsleiter Ingo Dieckmann noch in der Nacht auf nach Hannover, leistete dort noch die letzten Unterschriften, nahm Pass und Ausrüstungsgegenstände mit nach Rosenheim, sodass Bergmann bereits heute, zu Hause gegen Landsberg spielen kann. "Ich bin froh, dass er wieder für uns spielt. Ich erwarte mir von ihm, dass er in der Offensive und speziell im Überzahlspiel Akzente setzt und wir so von der blauen Linie noch gefährlicher sind und mehr Druck ausüben können", erklärte Starbulls-Coach Franz Steer. Er wollte gestern noch mit seinen erfahrenen Spielern sprechen mit wem und in welcher Formation Bergmann spielen soll.

Dass der Wechsel vor der Saison nicht ohne Reibungen über die Bühne ging, interessiert heute weder Bergmann noch die Starbulls-Verantwortlichen für die der Zweite Vorstand Karl Aicher sagt: "Lassen wir einfach die Vergangenheit ruhen. Dass Bergmann wieder bei uns spielt ist sportlich und finanziell eine sehr vernünftige Lösung."

Auf den schussstarken Verteidiger, der für Hannover in 34 Spielen zum Einsatz kam, wartet heute gegen Landsberg gleich eine heikle Aufgabe, denn die Rosenheimer sind auf den Erzrivalen nicht gut zu sprechen. Auch wegen der vor kurzem erlittenen 2:4-Heimniederlage, aber noch viel mehr wegen der Szenen nach dem Spiel, als einige Landsberger Spieler in die Mangfallkurve fuhren und die Starbulls-Fans verhöhnten. "Das macht man nicht, noch dazu nicht bei der Vorgeschichte. Scheinbar haben die Landsberger vergessen, dass wir es waren, die einer Spielverlegung zugestimmt hatten. Zu einem Zeitpunkt, als sie am Boden waren und wir einen Lauf hatten", erklärte ein hörbar verärgerter Franz Steer. "Kein Wunder, dass die Starbulls-Fans die Landsberger nicht mögen. Ich werde meinen Spielern schon sagen, was ich von der Aktion halte", erklärte Steer. Und damit will er auch vorbeugen, dass nicht wieder - wie im letzten Heimspiel gegen Deggendorf - der Eindruck bei den Fans entsteht seine Spieler seien lustlos oder entkräftet. "Wir müssen einfach wieder mehr den Körperkontakt suchen und dürfen beim Forechecking nicht zu spät dran sein", fordert Steer. Er weiß von den Spielern, dass die miserable Leistung nicht aus der fehlenden Kraft resultiert. Steer nimmt Ron Newhook als Beispiel: "Ich habe Ron für die Gründe seines schwachen Spiels befragt. Er antwortete: Trainer ich war einfach grottenschlecht, es war nicht mein Tag." Das soll vorkommen und weil auch Dylan Stanley "total platt" (O-Ton Steer) ist, blieb von der Paradereihe nur noch der rackernde Marius Möchel übrig.

Natürlich hofft Steer im heutigen Heimspiel und am Sonntag beim Gastspiel in Bad Nauheim auf eine deutliche Steigerung seiner Leistungsträger, denn: "Sie sind in den entscheidenden Phasen dafür verantwortlich das Spiel für uns zu entscheiden." Aber: Ein Schlüsselspieler fällt mit Kapitän Martin Reichel noch ein bis zwei Wochen aus, weil an seiner Hand noch nicht alles optimal verheilt ist.

Jetzt ist mit Matthias Bergmann allerdings noch ein weiterer Leistungsträger dazu gekommen. Nur - Wunderdinge sollte man sich von "Bergi" nicht erwarten, die eine oder andere "Granate" von der blauen Linie darf es heute Abend aber schon sein...

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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