Noch sieglos gegen die Starbulls-Filiale

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Raphael Bernegger (links), der Rosenheimer in Klosterseer Diensten, gegen Starbulls-Verteidiger Michael Rohner.

Rosenheim (OVB) - Gegen ein einziges Team der Eishockey-Oberliga blieben die Starbulls im bisherigen Saisonverlauf sieglos, kassierten in zwei Spielen zwei Niederlagen - EHC Klostersee.

Nein nicht gegen Herne, Peiting, Dortmund, Bad Nauheim oder Landsberg, zusammen mit den Starbulls die derzeitigen Spitzenteams der Oberliga, sondern gegen den Nachbarn aus Grafing, den EHC Klostersee, der heute, Freitag, 19.30 Uhr, im Kathrein-Stadion gastiert.

Ausgerechnet gegen die Starbulls-Filiale, in der sieben (!) ehemalige Rosenheimer DNL-Spieler aktiv sind, warten die Steer-Schützlinge nach der 3:6-Heimniederlage und dem 3:4 nach Verlängerung in Grafing auf die erste volle Punktausbeute.

Einer der Ex-Starbulls ist der waschechte Rosenheimer Raphael Bernegger, der vor der Saison nach Klostersee wechselte und dort schnell Fuß gefasst hat. Fünf Tore hat der 18-jährige Bernegger bislang erzielt und nicht nur deshalb sagt sein Trainer Alex Stein über ihn: "Raphael ist ein cleveres und intelligentes Stürmertalent, das bereit ist für die Oberliga." Gleiches gilt übrigens auch für seine letztjährigen Mitspieler Marius Möchel und Fabian Zick, die sich mittlerweile bei den Starbulls gut in Szene setzen.

Während Kapitän Martin Reichel (rechts) heute nach fast zweimonatiger Verletzungspause ins Starbulls-Team zurückkehrt, fällt Ron Newhook verletzt aus.

Wollen die Rosenheimer ihr gestecktes Ziel, den zweiten Platz, noch erreichen müssten an diesem Wochenende gegen Klostersee und am Sonntag, 19 Uhr, beim Tabellendritten Dortmund (fünf Punkte vor Rosenheim) zwei Siege her. Andererseits müssen die Starbulls (27 Spiele/46 Punkte) aufpassen, dass sie nicht ihren vierten Platz gegen die Verfolger Bad Neuheim (27/45) und Landsberg (27/43) einbüßen, denn das würde gleichzeitig den Verlust des Heimrechts in der Play-off-Runde bedeuten. "Wir sind unter Druck. Eigentlich bräuchten wir jetzt ein Sechs-Punkte-Wochenende", wird Trainer Steer deutlich.

Der heutige Gast, EHC Klostersee, präsentiert sich derzeit in guter Form. In den letzten fünf Spielen haben die Grafinger viermal dreifach und einmal in der Overtime gepunktet. "Die fahren hierher, haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen", erklärte Steer, der heute und in den nächsten zwei Wochen auf den verletzten Ron Newhook (Muskelfaserriss) verzichten muss. Dafür ist heute erstmals nach langer Verletzungspause Kapitän Martin Reichel wieder mit von der Partie. Der Stürmer verletzte sich vor 15 Partien am 22. November im Heimspiel gegen Passau am Handgelenk und musste operiert werden. Heute ist die Leidenszeit vorbei, trotzdem sollte man nach einer so langen Pause nicht allzu viel vom 36-jährigen Routinier erwarten. Auf alle Fälle wird er voraussichtlich im ersten Sturm Ron Newhook ersetzen.

Das größere Problem der Starbulls ist allerdings - und das seit Saisonbeginn - das Toreschießen beziehungsweise das Verwerten der durchaus vorhandenen Chancen. 3,37 Tore im Schnitt pro Spiel sind einfach zu wenig um ganz vorne mitzuspielen. Nur gut, dass sich Torhüter Claus Dalpiaz in einer konstant guten Form befindet und nur 3,18 Tore im Schnitt kassierte - ansonsten würden die Starbulls nicht Platz vier in der Tabelle einnehmen.

Trotz des zuletzt zähen 3:2-Heimsieges gegen Landsberg und der 4:6-Niederlage in Bad Nauheim nimmt Starbulls-Trainer Steer Positives aus den beiden Spielen mit: "Wir haben gegen Landsberg einen 0:2-Rückstand in einen Sieg verwandelt und in Bad Nauheim sind wir nach einem 0:4-Rücktand - verschuldet durch individuelle Fehler - noch einmal herangekommen", erklärte Steer, den die unterschiedliche Berichterstattung aus Bad Neuheim gewaltig nervte. "Im Live-Ticker habe ich gelesen, dass ich nach dem zweiten Drittel nicht in der Kabine gewesen bin, und dass es ein schlechtes Spiel gewesen sein soll. Beides stimmt nicht." Steer war sehr wohl in der Kabine und "das hätten auch die in Bad Nauheim anwesenden Rosenheimer Fans hören müssen, denn da ist es fünf Minuten lang richtig laut geworden", klärt Steer auf. Und das Spiel selbst muss tatsächlich auf einem ansprechenden Oberliga-Niveau gewesen sein, vertraut man den Bad Nauheimer Berichterstattern.

Ob gut oder schlecht, ob Newhook verletzt oder Reichel mit fehlender Spielpraxis - das alles zählt heute Abend nicht. Heute muss ein Sieg gegen die Starbulls-Filiale her und vielleicht würde ein Tor im ersten Drittel - es wäre das erste in einem Heimspiel 2010 - die Aufgabe erleichtern...

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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