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0:4! Steelers lassen zum Auftakt nichts anbrennen

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Bietigheim - Eine gute Viertelstunde war eindeutig nicht genug: Gegen den Hauptrunden-Primus setzte es zum „regulären“ Playoff-Auftakt eine deutliche Niederlage im Schwabenland.

Die Starbulls haben am Freitagabend das erste Viertelfinale unter dem Strich auch in der Höhe zurecht mit 0:4 (0:2, 0:0, 0:2) bei den Bietigheim Steelers verloren. Damit steht es in der Best of Seven-Serie nun 1:0 für die Württemberger. Vor 2.715 Zuschauern in der EgeTrans-Arena waren die Oberbayern vor allem in der Offensive und im Powerplay viel zu harmlos, als dass sie die Steelers ernsthaft in Bedrängnis hätten bringen können.

Bietigheim, das erwartungsgemäß wieder auf seine zuletzt verletzten Top-Stürmer David Wrigley und Marcus Sommerfeld zurückgreifen konnte, hatte nach zehntägiger „Arbeitspause“ leichte Anlaufschwierigkeiten. Rosenheim kam dadurch durch einen Alleingang von CJ Stretch zur ersten Chance (6.). Im zweiten Teil des Auftaktdrittels legten die Gastgeber, bei denen der Ex-Rosenheimer Shawn Weller als überzähliger Ausländer auf der Tribüne platz nehmen musste, jedoch einen Zahn zu. PJ Fenton probierte es aus der Drehung, Frederik Cabana mit Nachstochern am langen Pfosten (11.). Auf der Gegenseite hatte Wade MacLeod die beste Starbulls-Gelegenheit, als er aus halblinker Position freistehend an Torwart Sinisa Martinovic scheiterte (12.).

Video: Die Tore der Steelers

In der 15. Minute war es aber soweit aus Sicht der Gastgeber: Nach gewonnenem Bully zog Wrigley, der später verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste, von der blauen Linie ab und der Schuss schlug zum 1:0 in den Rosenheimer Maschen ein. Zum Ende hin nahm der Druck der Grün-Blauen, die diesmal in schwarz-goldenen Playoff-Jerseys antraten, noch einmal zu und ausgerechnet der Ex-Rosenheimer Dominic Auger hämmerte die Scheibe 38 Sekunden vor der Sirene zum 2:0 in die Maschen. Wieder ein Weitschuss-Tor - und wieder konnte man darüber diskutieren, ob Lukas Steinhauer im Starbulls-Tor völlig chancenlos war…

Der Mittelabschnitt begann flott und hatte zunächst kaum Unterbrechungen. Ein Schlittschuh-Tor von Cabana wurde nicht gegeben (24.), anschließend taten sich die Starbulls - selbst in Überzahl - extrem schwer, eigene Gelegenheiten zu kreieren. Bietigheim war nun dem dritten oder vierten Tor eindeutig näher, als Rosenheim dem Anschluss.

Justin Kelly (34.) und Auger (35.) hatten aussichtsreiche Chancen im Powerplay, dann Robin Just zwei dicke Gelegenheiten im Nachstochern nach einem Tumult vor dem SBR-Tor (37.). 15 Sekunden vor Schluss hatten die Steelers-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Schuss von Denis Palka klatschte an den rechten Pfosten. In der Szene davor hatten die Starbulls ihre beste Chance, als es Tyler McNeely nach einem Schuss von Beppo Frank aus spitzem Winkel vergeblich versucht hatte.

Das letzte Drittel hätte aus Starbulls-Sicht mit einem Paukenschlag beginnen können. Keine 20 Sekunden waren gespielt, da düpierte MacLeod gleich zwei Verteidiger und verpasste frei vor Martinovic den eigentlich sicheren Anschlusstreffer (41.). Ein Tor hätte hier noch einmal die Wende bringen können. „Da kann das Momentum schnell auf die andere Seite rutschen“, musste Steelers-Coach Kevin Gaudet hinterher einräumen, der seiner Mannschaft „ein gutes Spiel“, aber den Referees eine schwache Leistung attestierte.

Danach bekamen die Gastgeber das Geschehen jedoch wieder in den Griff und sorgten durch einen Doppelschlag in der 46. und 48. Minute durch Matt McKnight und Sommerfeld für die Vorentscheidung. Rene Schoofs hatte bei einem Lattentreffer sogar noch das fünfte Steelers-Tor auf dem Schläger, so dass das Fazit von Rosenheims Trainer Franz Steer kurz, aber treffend ausfiel: „Wir haben nicht gut gespielt, viel zu leichte Tore bekommen und deswegen verloren. Das Gute ist aber, dass wir besser spielen können und das hoffentlich am Sonntag auch werden!“ Das zweite Match beginnt dann um 17 Uhr im Emilo-Eisstadion.

Das Spiel in der Statistik: 

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 4:0 (2:0, 0:0, 2:0) 

Tore: 1:0 (15.) David Wrigley (Adam Borzecki, Justin Kelly), 2:0 (20.) Dominic Auger (Frederik Cabana), 3:0 (46.) Matt McKnight (PJ Fenton), 4:0 (48.) Marcus Sommerfeld (Robin Just, Justin Kelly - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Tony Engelmann (Ratingen) und Eugen Schmidt (Bielefeld)

Strafen: Bietigheim 20 - Rosenheim 18

Zuschauer: 2.715

mw

Rubriklistenbild: © Ludwig Schirmer/Starbulls Rosenheim

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