Wieder nichts zu holen gegen Frankfurt

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Frankfurt - Die Mainmetropole bleibt ein schlechtes Pflaster für die Starbulls. Am Abend kassierten die Starbulls im dritten Saisonvergleich mit Frankfurt die dritte Pleite.

Video: Die Spielhöhepunkte

Dabei hätten die Rosenheimer Eishockeyspieler nach zuletzt fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen eigentlich mit viel Selbstvertrauen ans Werk gehen können. Und Trainer Franz Steer hatte im Vorfeld gefordert, die "richtigen Lösungswege zu finden". Dies gelang jedoch nur bedingt - und so unterlagen die Grün-Weißen in einer für die Playoffs richtungsweisenden Begegnung am Ende deutlich mit 1:4 (0:0, 0:1, 1:3) bei den Frankfurter Löwen. Dabei mussten die Innstädter bei eigener Überzahl auch noch zwei Gegentreffer hinnehmen!

Magerkost vor 4.000 Zuschauern

In einem ziemlich bescheidenden ersten Auftaktabschnitt bekamen die über 4.000 Besucher in der Frankfurter Eissporthalle nur Eishockey-Magerkost serviert. Höhepunkte waren Mangelware, zudem unterband Schiri Tony Engelmann mit äußerst kleinlicher Regelauslegung jeglichen Spielfluss. Die Hessen hatten gleich zu Beginn durch Nils Liesegang und Marton Vas zwei anständige Gelegenheiten, ansonsten waren die beiden Keeper - Timo Herden und Antti Ore - nicht sonderlich gefordert.

Auch nach dem ersten Wechsel lebte die Partie hauptsächlich von der Spannung. Fabian Zick versuchte es für die Oberbayern mit einem Bauerntrick, auf der Gegenseite war Clarke Breitkreuz nach Vorarbeit von Neuzugang David Hajek an Herden eigentlich schon vorbei, schaffte es aber nicht, den Puck über die Linie zu drücken. Tore fielen erst ab der 38. Minute: Da spielten die Starbulls in Überzahl ein krassen Fehlpass, woraufhin Richard Müller auf Herden zustürmte und die Scheibe unhaltbar zum 1:0 in den linken Winkel setzte.

Frankfurt mit zwei Shorthandern

Und es sollte zum Auftakt des Schlussdrittels noch schlimmer kommen für die Rosenheimer. Wieder agierten sie in Überzahl, als ein langer Pass von Nick Mazzolini Norman Martens erreichte, der Herden den Puck durch die Hosenträger schob. 2:0 für Frankfurt, genau 77 Sekunden nach Wiederbeginn - und der zweite Shorthander für die Gastgeber! Zwar kehrte aus Rosenheimer Sicht nach dem Treffer von Tyler McNeely noch einmal kurzzeitig die Hoffnung zurück (49.), doch die Löwen stellten durch Breitkreuz nur gute zwei Minuten später den alten Abstand wieder her. Im Finish war dann nichts mehr drin für die Oberbayern, weil Tim Kunes die letzten zwei Minuten auf der Strafbank verbringen musste. Vielmehr gab es noch einen vierten Gegentreffer, als der Amerikaner Mazzolini die Scheibe nach Vorlage von Müller unhaltbar zum 4:1-Endstand in die Maschen hämmerte (60.).

"Ich denke, beide Teams hatten sich gut aufeinander vorbereitet. Die beiden Unterzahl-Tore dürfen wir so natürlich nicht kassieren, beim dritten Gegentor müssen wir nur die Scheibe aus dem eigenen Drittel spielen. Ich bin schon etwas enttäuscht, weil wir sind die gesamten 60 Minuten nicht richtig in die Partie reingekommen", bilanzierte Starbulls-Coach Franz Steer, der mit seinem Team im Hinblick auf die Playoff-Ränge nun natürlich in den beiden aufeinanderfolgenden (!) Heimspielen gegen Heilbronn (Sonntag, 17 Uhr; Freitag, 19.30 Uhr) möglichst maximal punkten möchte.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in Statistik:

Löwen Frankfurt - Starbulls Rosenheim 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)

Tore: 1:0 (38.) Richard Müller (Henry Martens, Dennis Reimer - Unterzahl-Tor), 2:0 (42.) Norman Martens (Nick Mazzolini, Antti Ore - Unterzahl-Tor), 2:1 (49.) Tyler McNeely (Max Hofbauer - Unterzahl-Tor), 3:1 (52.) Clarke Breitkreuz (Nils Liesegang, Marco Pfleger), 4:1 (60.) Nick Mazzolini (Justin Kirsch, Richard Müller - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Tony Engelmann (Ratingen).

Strafen: Frankfurt 14 - Rosenheim 16.

Zuschauer: 4.056.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © A. Chuc

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Martin Weidner

Martin Weidner

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